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Sachsen

Dreiländereck als Innovationszentrum

Sachsen, Polen und Tschechien sind bereits eng verbunden - nun sollen auch Wissenschaft und Forschung enger zusammengehen.

Mateusz Morawiec (l-r), Andrej Babis, Wolfgang Schäuble (CDU) und Michael Kretschmer (CDU) kamen am Montag im Dresdner Albertinum zur Festveranstaltung zum Europäischen Forum für Wissenschaft, Forschung und Innovation zusammen.
Mateusz Morawiec (l-r), Andrej Babis, Wolfgang Schäuble (CDU) und Michael Kretschmer (CDU) kamen am Montag im Dresdner Albertinum zur Festveranstaltung zum Europäischen Forum für Wissenschaft, Forschung und Innovation zusammen. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden. Das Dreiländereck Sachsen, Tschechien und Polen hat für Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble das Potenziel eine Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa - ökonomisch, kulturell und im Wissenstransfer. Internationale Zusammenarbeit beflügele Forschung und Innovation, vernetze Regionen und bringe Menschen zusammen, sagte er am Montagabend bei der Eröffnung des ersten europäischen Forums für Wissenschaft, Forschung und Innovation in Dresden. 

Der Freistaat und die Helmholtz-Gemeinschaft sind Veranstalter des Forums, mit dem der zentraleuropäische Forschungsraum gestärkt und neue Kooperationen zwischen Wissenschaftlern angestoßen werden sollen.

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Schäuble sieht es als 2ein Signal für die Vernetzung der Regionen". Das müsse, gerade im Herzen Europas, ausgebaut werden. Das Dreiländereck im Osten könne dem Einigungsprozess neuen Schwung verleihen, die regionale Zusammenarbeit auch dazu beitragen, "noch immer begrenzte nationale Blickwinkel zu weiten", im Sinne der europäischen Verständigung. "Der größte Erfolg der europäischen Einigung ist die Überwindung der europäischen Teilung, die größte Sorge ist, dass wir das wieder gefährden können."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will den bereits sehr guten Austausch in Wissenschaft und Forschung im Interesse aller weiter intensiviert und vertieft sehen. Das seien entscheidend bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Technologien und damit Voraussetzung für ordentlich bezahlte Arbeit sowie neue Jobs im Herzen Europas, sagte er. Sachsen sehe sich auch wegen seiner Lage dabei als ein wichtiger Brückenbauer in die mittel- und osteuropäischen Länder.

Polens Premierminister Mateusz Morawiecki skizzierte eine multidisziplinäre Plattform in Wissenschaft, Forschung und Kultur, die sich den gemeinsamen Herausforderungen widmet. Das Forum sei "ein hervorragendes Beispiel für zukunftsgewandtes Denken, das benachbarte Länder in einer globalisierten Welt miteinander verbindet" und Anfang einer neuen Tradition von Treffen zwischen Topwissenschaftlern und Unternehmern, die die Debatte im Bereich Forschung und Innovation vorantrieben.

Tschechiens Regierungschef Andrej Babiš sieht im gemeinsamen Aufbau eines funktionalen mitteleuropäischen Raums und der Entwicklung von Wissenschaft und Forschung die Basis für Wettbewerbsfähigkeit. Es gelte, das Potenzial der drei Länder zu nutzen, um einen wissenschaftlichen und technischen Knotenpunkt der gemeinsam gebildeten Region zu schaffen. "Das ist der Schlüssel, damit unsere Gesellschaften weiter in Wohlstand wachsen." (dpa)

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