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Dresden 13. Februar

Der 13. Februar in Dresden zum Nachlesen

Dresden hat am Donnerstag der Opfer des 13. Februars 1945 gedacht. Wir haben live über die Ereignisse berichtet. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Teilnehmer der Menschenkette reichten sich am Dresdner Elbufer die Hände
Teilnehmer der Menschenkette reichten sich am Dresdner Elbufer die Hände © Jürgen Loesel

Dresden. 75 Jahre nach der Bombardierung ihrer Stadt haben die Dresdner am Donnerstag an die Opfer von 1945 erinnert. Am Abend schlossen sich erneut Tausende zu einer Menschenkette um die Innenstadt zusammen. Sie richtete sich wie in den Vorjahren gegen Hass und Gewalt, und sollte Dresden symbolisch vor Neonazis schützen. In diesem Jahr hatte sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingereiht. Dem voraus gingen mehrere Gedenkveranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt. Wir berichteten den ganzen Tag live im Newsblog. 

>> Mehr Aktuelles und Hintergründe in unserem Themen-Spezial zum 13. Februar <<

>> Der zusammengefasste Bericht zu den Gedenkveranstaltungen am 13. Februar - und wie sie teilweise gestört wurden <<

13. Februar in Dresden: Das Wichtigste im Überblick

  • Am Donnerstag, 13. Februar, gedachte Dresden bei zahlreichen Veranstaltungen der Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber vor 75 Jahren. Bis zu 25.000 Menschen verloren damals ihr Leben. 
  • Auf dem Heidefriedhof wurden am Morgen die Namen von knapp 4.000 Dresdner Opfern des Zweiten Weltkrieges verlesen. Eine Protestaktion der Linksjugend störte die Lesung zeitweise. 
  • Pink gekleidet trommelte eine kleine Gruppe auf dem Altmarkt am frühen Nachmittag gegen die AfD. Auf dem Neumarkt stellten Studenten ein satirisches Styropor-Denkmal auf. 
  • Um kurz nach 15 Uhr begann im Kulturpalast eine Gedenkveranstaltung, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Rede hielt.
  • Nach weiteren Reden auf dem Neumarkt schlossen sich gegen 18 Uhr rund 11.000 Menschen zu einer Kette um die Stadt zusammen.
  • Auf der Wilsdruffer Straße musste die Polizei am Abend eine rechte Gruppierung um Pegida-Mitbegründer René Jahn und Antifa-Anhänger voneinander trennen, es könnte "zum Abdrängen von Pressevertretern gekommen sein", schrieb sie danach bei Twitter. 
  • Protestierer haben am Abend mehrere Feuerwerke gezündet, unter anderem während des Glockenläutens um 21.45 Uhr. 
  • Die Polizei zog insgesamt ein positives Fazit des Tages. 

Die Entwicklungen rund um den 13. Februar im Newsblog:

22.46 Uhr: Damit beenden wir die Live-Berichterstattung zum 13. Februar in Dresden und bedanken uns für Ihr Interesse. Über weitere Entwicklungen rund um den Gedenktag informieren wir Sie auch weiterhin auf Sächsische.de. 

22.41 Uhr: Die Polizei zieht im Video-Interview mit Sächsische.de ein Fazit des Tages: Der Tag sei insgesamt ruhig verlaufen, es gab zwei Strafverfahren, aber keine Gewaltstraftaten. Mit dem neuen Sicherheitskonzept am Altmarkt sei man sehr zufrieden, sagt Sprecher Thomas Geithner. 

22.08 Uhr: Die AfD hat am Altmarkt Kränze abgelegt. Mit dabei waren Tino Chrupalla, Jens Maier und Jörg Urban. 

21.44 Uhr: In der Stadt läuten die Glocken und zeitgleich geht ein kleines Feuerwerk über Starbuck's am Altmarkt hoch, berichten unsere Reporter. Ein Sächsische.de-Video zeigt das Feuerwerk, im Hintergrund ist der Sprechchor der Gegendemonstranten zu hören: "Wir haben Spaß und ihr habt nur Deutschland." 

21.34 Uhr: Die Gedenkveranstaltung der AfD beginnt auf dem Altmarkt und soll nach Sächsische.de-Informationen bis 22 Uhr dauern dürfen. Wie geplant sperrte die Polizei direkt am Zaun zum Mahnmal den Weg für die Gegendemonstranten. 

21.29 Uhr: Auf dem Altmarkt warten rund 200 AfD-Anhänger auf den Beginn ihrer Veranstaltung. Die Gegendemonstranten seien mehr und spielten laute Musik, berichtet unser Reporter. Ansonsten sei die Lage derzeit ruhig. Der AfD-Vorsitzende Jörg Urban ist mittlerweile auch vor Ort. 

21.00 Uhr: Viele Menschen hatten sich zu Beginn der Menschenkette gegen 18 Uhr über ein kurzes Feuerwerk gewundert, das zeitgleich gezündet wurde. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur hätten Störer versucht, das Gedenken in der Menschenkette mit Feuerwerk und Sprechchören zu behindern. "Nach Angaben eines dpa-Reporters handelte es sich um linke Störer", schreibt die Agentur. Polizeisprecher Marko Laske sagte gegenüber Sächsische.de, man prüfe den Sachverhalt. 

Ein Sächsische-Reporter fand kurz nach dem Feuerwerk zwei ausgebrannte Batterien zwischen Oper und Zwingerteich.

Eine der ausgebrannten Feuerwerksbatterien lag neben einem Seiteneingang der Semperoper. 
Eine der ausgebrannten Feuerwerksbatterien lag neben einem Seiteneingang der Semperoper.  © SZ/Christoph Springer

19.30 Uhr: Pegida-Gründungsmitglied und noch heute regelmäßiger Ordner bei den Demonstrationen René Jahn zog mit etwa einem Dutzend Gleichgesinnter vom ehemaligen Fresswürfel aus durch die Stadt. Rund 100 Gegendemonstranten versuchten, die Gruppe auf der Wilsdruffer Straße zu stoppen. Die Polizei schickte die Gruppe dann durch die Altmarktgalerie. 

Ein Reporter beobachtete, wie Antifa-Anhänger ihnen brüllend durch das Einkaufszentrum hinterrannten. Die Polizei geleitete Jahn und seine Mitläufer dann auf den Altmarkt. René Jahn hatte den "Spaziergang" bei Facebook auf der Seite "Kunst ist frei - das Trojanische Pferd" angekündigt. 

Die sächsische Polizei selbst twitterte zwischenzeitlich über den Vorfall und schreibt von einem möglichen "Abdrängen von Pressevertretern":

Unser Reporter schildert die Situation als großes Chaos, die Polizei sei gerannt, habe sich Platz schaffen wollen und deshalb nicht gefragt, ob man von der Presse sei. 

18.46 Uhr: Zwischenstand der Polizei: Bisher kam es zu keinen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Am Nachmittag stellten Einsatzbeamte die Personalien einer junge Frau sowie zweier junger Männer im Bereich der Kleinen Kirchgasse fest. Hintergrund war ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz im August des vergangenen Jahres. 

Bei der Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof am Morgen wurden die Identitäten von neun Personen festgestellt, welche die Lesung der Opfernamen gestört hatten. 

Der Einsatz im Zusammenhang mit dem 13. Februar dauert an.

18.30 Uhr: Warum nimmt Evelyn Dähnhardt fast jedes Jahr an der Menschenkette teil? "Sie hat für mich eine ganz besondere Bedeutung", sagt die 72-Jährige. "Meine Mutter hat den Bombenangriff selbst erlebt. Sie lag zu dieser Zeit im Krankenhaus, das musste evakuiert werden."

Noch immer werden auf dem Neumarkt Kerzen angezündet. 

Auf dem Neumarkt  stellten viele Menschen Kerzen zum Gedenken an die Opfer der Luftangriffe auf. 
Auf dem Neumarkt  stellten viele Menschen Kerzen zum Gedenken an die Opfer der Luftangriffe auf.  © Jens Büttner/dpa

18.18 Uhr: Die Stadt hat eine Pressemitteilung zum 13. Februar veröffentlicht, in der auch bereits die Zahl der Teilnehmer an der Menschenkette mitgeteilt wird: 11.000 Menschen haben sich zum 75. Jahrestag der Zerstörung Dresdens die Hände gereicht. 

An der Menschenkette nahmen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Herzog von Kent, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Gäste aus den Partnerstädten Breslau, Columbus, Coventry, Hamburg, Straßburg, sowie der befreundeten Stadt Gostyñ und vom Dresden Trust teil. Bis 18.13 Uhr läuteten die Glocken der Dresdner Innenstadtkirchen. Die etwa vier Kilometer lange Menschenkette umschließt das Stadtzentrum und wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen.

"Seitdem verbinden die Dresdnerinnen und Dresdner hier Hand in Hand das Gedenken mit einem friedlichen Zeichen gegen Hass und Gewalt", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. "Am 13. Februar zeigt Dresden, dass wir Spaltungen überwinden können, wenn wir auf der Basis unserer gesellschaftlichen Grundwerte nach Wegen der Zusammenarbeit suchen. Nur so treten wir wachsendem Nationalismus und Rechtspopulismus entgegen. Sie stellen die Errungenschaften einer demokratischen Erinnerungskultur in Frage und bereiten so den Boden für neue Konflikte."

Die Menschenkette in Bildern:

© Jürgen Loesel
© Jürgen Loesel
© Jürgen Loesel
© Robert Michael/dpa
© Jens Büttner/dpa
© Jens Büttner/dpa

18.15 Uhr: Das Jugendrotkreuz versorgt wie jedes Jahr Menschenketten-Teilnehmer mit Tee, Kaffee und Keksen. "Deswegen kommen wir immer hier her", sagt eine ältere Dame. Der Andrang ist groß.

Beim Jugendrotkreuz gibt es warme Getränke und Snacks für Teilnehmer der Menschenkette. 
Beim Jugendrotkreuz gibt es warme Getränke und Snacks für Teilnehmer der Menschenkette.  © SZ/Alexander Schneider

18.10 Uhr: Die Menschenkette löst sich auf. In den vergangenen zehn Minuten war nirgends auf dem Neumarkt jemand zu hören, der sprach. Alle hörten bedächtig dem Geläut der Frauenkirche zu. Wer zwei Minuten zu spät kam, dem wurde zuvorkommend die Kette geöffnet. Zum Schluss drückte man sich die Hände, hier und da wurde geklatscht.

18.05 Uhr: Die Menschenkette hat sich geschlossen. 

Auch vor der Synagoge haben sich Dresdner zur Menschenkette zusammengefunden. 
Auch vor der Synagoge haben sich Dresdner zur Menschenkette zusammengefunden.  © SZ/Alexander Schneider

17.59 Uhr: OB Dirk Hilbert, Frank-Walter Steinmeier und der Herzog von Kent waren noch in der Frauenkirche und reihen sich jetzt mit in die Menschenkette ein. 

Einwohner von Dresden versammeln sich vor der Frauenkirche zur Auftaktveranstaltung der Menschenkette. 
Einwohner von Dresden versammeln sich vor der Frauenkirche zur Auftaktveranstaltung der Menschenkette.  © Jens Büttner/dpa

17.57 Uhr: Auch bei Twitter ist der 13. Februar eines der meist diskutierten Themen. Der Hashtag #Dresden trendet in Deutschland und hat derzeit über 24.000 Tweets, dazu kommen (mit möglichen Überschneidungen) über 5.000 Tweets mit #dd1302. 

Bilder vom Gedenken auf dem Neumarkt:

"Nicht loslassen": Unter diesem Motto stand die Gedenkveranstaltung auf dem Neumarkt, der Auftakt zur Menschenkette. 
"Nicht loslassen": Unter diesem Motto stand die Gedenkveranstaltung auf dem Neumarkt, der Auftakt zur Menschenkette.  © Christian Juppe
© Christian Juppe
© Christian Juppe
Frank-Walter Steinmeier bei seiner Rede auf dem Neumarkt.
Frank-Walter Steinmeier bei seiner Rede auf dem Neumarkt. © Christian Juppe
Der Herzog von Kent, Schirmherr des Dresden Trust, bei der Gedenkfeier auf dem Neumarkt. 
Der Herzog von Kent, Schirmherr des Dresden Trust, bei der Gedenkfeier auf dem Neumarkt.  © Christian Juppe

17.39 Uhr: Die Menschen reihen sich trotz starkem Regen langsam zur Menschenkette zusammen. Warum man sich das antut? Der Dresdner Kurt Schilling erklärt es im Sächsische.de-Videointerview. 

17.30 Uhr: Nun spricht Frank-Walter Steinmeier auch hier noch einmal auf der Bühne. "Nie wieder", ruft er den Dresdnern auf dem Neumarkt zu, und fordert alle auf, Verantwortung zu übernehmen. Seine Rede erhielt viel Beifall, es waren keine Zwischenrufe oder Pöbelein zu hören, berichtet ein Reporter vor Ort. 

17.20 Uhr: Auf dem Neumarkt haben die Ansprachen zur Menschenkette begonnen. Zunächst sprach Oberbürgermeister Dirk Hilbert. 

16.54 Uhr: Kurzer Blick zurück auf den Johannisfriedhof am Nachmittag. Dort hat Alexandra von Gersdorff-Bultmann gesprochen. Unter den Nazis verlor sie ihre Schwester Helene. 1943, im Alter von 20 Jahren, wurde die geistig behinderte Frau im Rahmen des Euthanasieprogramms ermordet. "Es fällt mir nicht leicht, heute zu sprechen", sagt ihre Schwester. "Es wirbelt viele Erinnerungen auf, die meine Familie durchlebt hat." 

Die Eltern hätten 1928 keine andere Wahl gehabt, als die liebe Schwester in der Nervenheilanstalt anzumelden. "Sie waren überzeugt, dass das eine sehr gute Einrichtung war." Auf dem Johannisfriedhof ist zu Ehren von Helene von Gersdorff am Donnerstag ein neu gefertigter Grabstein enthüllt worden, an dem etwa 30 Menschen Blumen niederlegten. Um das Grab wollen sich die Schüler der 88. Oberschule kümmern. "Wir dürfen Kinder und Jugendliche sein ", sagte die Neuntklässlerin Lotte. Helene sei dies verwehrt geblieben.

Helene von Gersdorff kam 1923 zur Welt. Sie war geistig behindert und fiel dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer. Im August 1943, an ihrem 20. Geburtstag, wurde sie in der Tötungsanstalt Großschweidnitz, südlich von Löbau, ermordet.

© Christian Juppe
© Christian Juppe
© Christian Juppe

16.35 Uhr: Die Leiterin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Stefanie Schüler-Springorum, sagt im Kulturpalast: "Es ist zunächst einmal normal, dass das persönliche Erinnern mit den Jahren verblasst". Wenn Zeitzeugen weniger werden, die für das Erinnern am wichtigsten sind, seien die wichtigen Faktoren Wissen und Glaubwürdigkeit wichtig. Aus Wissen gehe Gedenken hervor. Neue Generationen würden nicht mehr so viel wissen. Andererseits fragt sie: Brauchen wir wirklich die Vergangenheit, um zu wissen, dass man Menschen nicht ausgrenzt? "Das Wir im Grundgesetz ist nicht völkisch gedacht." 

16.18 Uhr: Der kurze Film "Geboren 1945" wird im Kulturpalast gezeigt. Darin kommen Zeitzeugen zu Wort, ein paar der über 4.000 Menschen, die im Jahr 1945 zur Welt kamen. Ein Mann erzählt, dass er zwischen Bombenangriffen im Luftschutzbomber geboren wurde und ringt mit den Tränen. Danach interviewen Cornelius Pollmer und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zwei Zeitzeugen. Ausführlich soll dieses Interview noch einmal ab 19 Uhr im Albertinum stattfinden. 

>> Christa Kittel erlebte als 17-Jährige den Einsturz der Frauenkirche <<

15.59 Uhr: Die Rede des Bundespräsidenten endet um kurz vor 16 Uhr mit den Worten: "Meine Damen und Herren, lassen Sie uns diesen Weg der Versöhnung weitergehen. Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen für den Frieden. Und lassen Sie uns die Würde eines jeden Menschen schützen. Auch und gerade hier in Dresden." 

>>Wie zuvor schon zum Holocaust-Gedenken findet der Bundespräsident auch zum 13. Februar passende und deutliche Worte, findet unser Kommentator.<<

Nach stehenden Ovationen für Steinmeier schließt eine kürzere Rede von Ministerpräsident Michael Kretschmer an. Auch er spricht sich deutlich gegen die Umdeutung von Geschichte aus. Er sei dankbar, dass Dresden nach Jahren des Suchens einen würdigen Weg gefunden habe, an das Leid zu erinnern und sich denen entgegenzusetzen, die Erinnerung missbrauchen wollen. Dass ein deutscher Bundespräsident in Israel eine Rede halten durfte, obwohl Deutsche sechs Millionen Jüdinnen und Juden umgebracht haben, zeuge von Vertrauen in Steinmeier, aber auch in Deutschland. Zum Schluss sagt er: "Wir sind die Mehrheit." Nicht diejenigen, die das Datum bei Demonstrationen am Samstag missbrauchen werden. 

15.30 Uhr: Im Kulturpalast beginnt die Rede des Bundespräsidenten. Sie können den gesamten Text der Rede in unserem Protokoll nachlesen

"Wir gedenken aller Opfer von Völkermord, Krieg und Gewalt", sagt Steinmeier und beschreibt danach das Inferno in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945. "Heute wissen wir: Bis zu 25.000 Menschen kamen damals ums Leben, große Teile des historischen Stadtkerns und angrenzender Wohnviertel wurden verwüstet." Steinmeier beschreibt im Detail den Schrecken, der damals in Dresden herrschte, Angst und Schmerz der Menschen.

Die Opfer des Bombenkrieges seien unvergessen. "Ihr Leben und ihr Schicksal sind und bleiben eingeschlossen in unsere kollektive Erinnerung." Doch der Bundespräsident sagt schon kurze Zeit später: "Wir vergessen die deutsche Schuld nicht. Und wir stehen zu der Verantwortung, die bleibt." Die Frage nach alliierter Schuld führe auf Abwege, wenn sie gestellt werde, um deutsche Schuld zu relativieren. "Wenn wir heute der Opfer in deutschen Städten gedenken, dann geht es uns nicht um Anklage, nicht um Vorwürfe und schon gar nicht um Aufrechnung."

Deutlich wolle er sagen: "Wer heute noch die Toten von Dresden gegen die Toten von Auschwitz aufrechnet; wer versucht, deutsches Unrecht kleinzureden; wer wider besseres Wissen historische Fakten verfälscht, dem müssen wir als Demokratinnen und Demokraten die Stirn bieten, dem müssen wir laut und entschieden widersprechen!" Steinmeier macht danach eine Redepause für den einsetzenden Applaus. (AfD-Chef Tino Chrupalla hatte kürzlich die Zahl der Bombenopfer in Dresden bezweifelt.)

Aber er sage auch: "Wer das Leiden der Menschen, der Bombenopfer in dieser Stadt ignoriert oder bagatellisiert; wer die Bombardierung als „gerechte Strafe“ hinstellt oder Gesten der Trauer ins Lächerliche zieht, auch der wird der Geschichte nicht gerecht, und auch er verhöhnt die Opfer." Erneut erntet Steinmeier Applaus. 

Frank-Walter Steinmeier sprach am Nachmittag im Kulturpalast. 
Frank-Walter Steinmeier sprach am Nachmittag im Kulturpalast.  © Jürgen Loesel

Ein Zitat aus der Rede könnte besonders im Gedächtnis bleiben: "Die Zerstörung der Kulturstadt Dresden begann schon 1933", sagt Steinmeier. Als jüdische Regisseure, Sänger und andere vertrieben oder später deportiert und ermordet wurden. 

"Die Bombardierung Dresdens erinnert uns an die Zerstörung des Rechtsstaates und der Demokratie in der Weimarer Republik; an nationalistische Selbstüberhebung und Menschenverachtung; an Antisemitismus und Rassenwahn", sagt Steinmeier. "Und ich befürchte, diese Gefahren sind bis heute nicht gebannt." Auch in unserem Land beginne Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit das öffentliche Leben wieder zu vergiften. 

Steinmeier kommt auch andeutungsweise auf die Thüringen-Wahl zu sprechen: "Wenn gewählte Abgeordnete heute die Parlamente, in denen sie sitzen, vorführen und lächerlich machen, dann ist das der Versuch, die Demokratie von innen zu zerstören." Sein Appell: "Wir alle müssen Hass und Hetze zurückweisen, Beleidigungen widersprechen, Vorurteilen entgegentreten. Wir alle müssen, so erbittert der politische Streit in der Sache auch sein mag, Diskussionen mit Vernunft und Anstand führen und die Institutionen unserer Demokratie schützen."

15.20 Uhr: Kurzer Schwenk zum Neumarkt: Dort haben HfBK-Studenten ein "Denkmal" enthüllt - in Form eines Styropor-Obelisken als Reminiszenz an den Obelisken in Nickern, der erst vor wenigen Tagen mit Farbe beschmiert wurde. Er ist der Stadt als "Weltmeister des Gedenkens" gewidmet. Der Obelisk soll nach dem Ende der Aktion stehen bleiben. "Jetzt beschäftigen sich Polizei und Ordnungsamt damit", berichtet ein Reporter vor Ort. 

Dieser Styropor-Obelisk wurde auf dem Neumarkt enthüllt. 
Dieser Styropor-Obelisk wurde auf dem Neumarkt enthüllt.  © SZ/Christoph Springer

15.14 Uhr: Die Gedenkveranstaltung im Kulturpalast hat mit dem Einzug der Ehrengäste und Musik von Mozart begonnen. Nach Begrüßungsworten durch den Oberbürgermeister Dirk Hilbert wird Frank-Walter Steinmeier in Kürze seine Rede halten. 

Die Gedenkveranstaltung im Kulturpalast beginnt mit der "Maurerischen Trauermusik" von Mozart. 
Die Gedenkveranstaltung im Kulturpalast beginnt mit der "Maurerischen Trauermusik" von Mozart.  © SZ/Franziska Klemenz

15.00 Uhr: Die Sicherheitsvorkehrungen zur Gedenkstunde im Kulturpalast sind aufgrund der Anwesenheit des Bundespräsidenten streng, bereits 14.45 Uhr mussten alle Gäste im Saal sein, die Veranstaltung beginnt 15.15 Uhr. Unter den Gästen: das Ehepaar Biedenkopf, Katja Kipping, Holger Zastrow und der britische Diplomat Sir James Sebastian Lamin Wood. 

14.40 Uhr: Im Kulturpalast wurde ein weiterer Promi entdeckt, der aber nicht so gerne erkannt werden möchte und deshalb Sonnenbrille trägt: Roland Kaiser erklärt gegenüber einer Reporterin, er sei privat vor Ort, auf Einladung "als Freund der Stadt Dresden, die sich als sehr mutig erwiesen hat". 

13.53 Uhr: Mittlerweile ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dresden eingetroffen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat ihn vor dem Rathaus begrüßt. Steinmeier trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein und wird später im Kulturpalast eine Rede halten. 

Frank-Walter Steinmeier trug sich in das Goldene Buch der Stadt Dresden ein. 
Frank-Walter Steinmeier trug sich in das Goldene Buch der Stadt Dresden ein.  © xcitepress
Das Goldene Buch der Stadt Dresden mit der Unterschrift Frank-Walter Steinmeiers. 
Das Goldene Buch der Stadt Dresden mit der Unterschrift Frank-Walter Steinmeiers.  © xcitepress
Oberbürgermeister Dirk Hilbert empfing Frank-Walter Steinmeier. 
Oberbürgermeister Dirk Hilbert empfing Frank-Walter Steinmeier.  © Jens Büttner/dpa
Auch Prinz Edward, Herzog von Kent (Mitte), wurde vor dem Neuen Rathaus von Michael Kretschmer (CDU, 2.v.l), Ministerpräsident von Sachsen, und seiner Lebensgefährtin Annett Hofmann sowie Dirk Hilbert (2.v.r), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, und seiner Frau Su Yeon Hilbert begrüßt.
Auch Prinz Edward, Herzog von Kent (Mitte), wurde vor dem Neuen Rathaus von Michael Kretschmer (CDU, 2.v.l), Ministerpräsident von Sachsen, und seiner Lebensgefährtin Annett Hofmann sowie Dirk Hilbert (2.v.r), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, und seiner Frau Su Yeon Hilbert begrüßt. © dpa

13.45 Uhr: Die Polizei berichtet in einer aktuellen Mitteilung über eine mögliche Straftat, die in Verbindung mit dem 13. Februar steht: Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag ein Banner an einen Kran an der Rudolf-Leonhard-Straße angebracht. Sie gelangten auf bisher unbekannte Weise auf die Baustelle im Hinterhof eines Hauses und befestigten eine ca. 15 mal zwei Meter große Stoffbahn an dem Kran. "Auf diesem wurde ein Schriftzug aufgebracht der in Verbindung mit dem Gedenktag zum 13. Februar steht", so die Polizei. Sie ermittle wegen Hausfriedensbruchs. 

13.30 Uhr: Auch auf dem Dresdner Altmarkt wird es langsam spannend. In der Nähe eines AfD-Infostandes haben sich Antifa-Anhänger versammelt. Ganz in pink gekleidet trommeln 20 Leute, die sich "Rhythm for Resistance" nennen, und zeigen Transparente mit Sprüchen gegen die Partei. Etwa zwei Dutzend Polizisten haben sich in Formation aufgestellt, berichtet ein Reporter vor Ort. Die Protestierer singen "Eure Kinder werden so wie wir". Nach Gesprächen mit der Polizei ziehen sie von der Fläche der AfD später auf die andere Seite des Denkmals um. 

Pinker Protest gegen die AfD auf dem Altmarkt. 
Pinker Protest gegen die AfD auf dem Altmarkt.  © SZ/Alexander Schneider

12.37 Uhr: Auf der Sporergasse wird ebenfalls gedacht, jedoch der Juden, die am 16. Februar 1945 eigentlich deportiert werden sollten. Ihre Namen stehen auf einer Tapetenrolle, die am Bürgersteig ausgerollt wurde. Diese Menschen lebten in einem sogenannten "Judenhaus" zusammen. 

Ende der 1930er Jahre gab es in Dresden 37 Judenhäuser. Anfang 1940 wurden 32  genannt. Durch die Deportationen der jüdischen Bewohner ab Januar 1942 wurden die Judenhäuser "leergewohnt". Im Januar 1945 bestanden noch acht Judenhäuser in Dresden. (Quelle: Stadtwiki Dresden)

Auf einer Tapetenrolle sind die Namen von Dresdner Juden zu lesen, die am 16. Februar 1945 hätten deportiert werden sollen. 
Auf einer Tapetenrolle sind die Namen von Dresdner Juden zu lesen, die am 16. Februar 1945 hätten deportiert werden sollen.  © SZ/Kristin Weber

12.24 Uhr: "Hier wurde die Schönheit erfunden", sagte der Kunsthistoriker Johann Joachim Winckelmann Mitte des 18. Jahrhunderts über Dresden. Seit damals erlebte die Stadt immer wieder Zerstörung und Aufbau. Warum die Dresdner darauf sensibler reagieren als andere, lesen Sie im Artikel Die Verteidigung der Schönheit.

11.35 Uhr: Die offizielle von der Stadt zum 13. Februar eingerichtete Website listet 38 Gedenkveranstaltungen auf. Seit Januar finden diese statt, die meisten davon heute. Auch andere deutsche Städte wurden im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, ein solch intensives Gedenken wie in Dresden gibt es jedoch nirgendwo sonst. Wie denken die Deutschen darüber? Sächsische.de ist dieser Frage in einer repräsentativen Studie nachgegangen. Zum Artikel: So gespalten ist Deutschland bei der Frage ums Gedenken.

11.24 Uhr: Die Namenslesung läuft inzwischen ohne Störung weiter. Holger Hase vom Veranstalter "Denk Mal Fort" sagt: "Wenn die Stadt nicht für die Sicherheit garantieren kann, mache ich das nicht noch mal." Inzwischen ist man beim Buchstaben H angekommen. 

Das Mahnmal für die Opfer der Luftangriffe auf Dresden im 2. Weltkrieg. 
Das Mahnmal für die Opfer der Luftangriffe auf Dresden im 2. Weltkrieg.  © René Meinig
Christian Piwarz bei der Verlesung der Opfernamen. 
Christian Piwarz bei der Verlesung der Opfernamen.  © René Meinig
Die Linksjugend protestierte mit Transparenten gegen die Verlesung der Opfernamen. 
Die Linksjugend protestierte mit Transparenten gegen die Verlesung der Opfernamen.  © René Meinig
Polizisten umstellten die Protestierer. 
Polizisten umstellten die Protestierer.  © René Meinig
Die Polizei beendete den Protest auf Wunsch des Veranstalters. 
Die Polizei beendete den Protest auf Wunsch des Veranstalters.  © René Meinig
Sächsische CDU-Politiker beim Gedenken im Heidefriedhof (v.l.): Christian Piwarz, Detlef Sittel, Matthias Rößler, Christian Hartmann und Barbara Klepsch. 
Sächsische CDU-Politiker beim Gedenken im Heidefriedhof (v.l.): Christian Piwarz, Detlef Sittel, Matthias Rößler, Christian Hartmann und Barbara Klepsch.  © René Meinig
Die AfD zelebrierte das gedenken mit Blumenschmuck, der die Opferzahl (6.865) repräsentieren soll. 
Die AfD zelebrierte das gedenken mit Blumenschmuck, der die Opferzahl (6.865) repräsentieren soll.  © René Meinig

10.45 Uhr: Bei der Verlesung der Opfernamen auf dem Heidefriedhof kam es zu einer Störung. Als Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel begann, die Namen vorzutragen, spielten Demonstranten über ihre Handys Sounddateien ab mit dem Text: "Täter_innen sind keine Opfer, wir fordern: Gedenken abschaffen. Wir gedenken der Opfer der deutschen Barbarei." Die Polizei hat den Protest beendet, Polizeisprecher Stefan Grohme sagt, man habe das "kommunikativ durchgesetzt". 

Landtagspräsident Matthias Rößler zeigt sich im Videointerview mit Sächsische.de "zutiefst empört" über die Störung: 

Auch Holger Hase von "Denk Mal Fort" äußert sich über die Störung der Namenlesung - und kritisiert die Landeshauptstadt scharf: 

09.45 Uhr: Auf dem Heidefriedhof beginnt um 10 Uhr die Gedenkveranstaltung für die Dresdner Opfer des Zweiten Weltkrieges. Dabei werden auch etwa 4.000 Namen verlesen. Man wolle den Toten, soweit wie möglich, Individualität zurückgeben, so die Initiatoren. Inzwischen ist auch Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) eingetroffen.

Gegen die Gedenkveranstaltung gibt es eine Protestaktion der Linksjugend. Verfolgte und gefolterte Opfer würden unkommentiert in einer Reihe mit Tätern, darunter Wehrmachtssoldaten, verlesen, so Linke-Stadtrat Christopher Colditz. Laut einem Gerichtsurteil von Mittwochabend darf die Linksjugend im Rondell auf dem Heidefriedhof demonstrieren, teilte die Polizei auf Anfrage von Sächsische.de mit. Inzwischen haben sich die ersten Demonstranten auf dem Heidefriedhof versammelt.

Die Veranstaltung wird von vielen Polizisten abgesichert, berichtet ein Reporter von Sächsische.de.

Die dezentralen Gedenkveranstaltungen waren eingeführt worden, um die Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof zu entlasten. Hier gab es früher immer  viele Diskussionen. Nun wird sie durch die Namenslesung von Denk Mal Fort wieder aufgeladen. Die Lesung der Namen dauert voraussichtlich mehrere Stunden.

Gegenprotest gegen die aus Sicht der Linksjugend unreflektierten Auswahl der verlesenen Namen auf dem Heidefriedhof.
Gegenprotest gegen die aus Sicht der Linksjugend unreflektierten Auswahl der verlesenen Namen auf dem Heidefriedhof. © SZ/Christoph Springer

9.10 Uhr: Auf dem Altmarkt haben am Morgen unter anderem Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie Joachim Klose, Moderator der Arbeitsgruppe 13. Februar, Blumen niedergelegt. Auf dem Altmarkt befindet sich ein Mahnmal an die Luftangriffe am 13. und 14. Februar 1945.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Joachim Klose von der AG 13. Februar legen am Donnerstagmorgen Blumen am Mahnmal auf dem Altmarkt nieder.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Joachim Klose von der AG 13. Februar legen am Donnerstagmorgen Blumen am Mahnmal auf dem Altmarkt nieder. © Tino Plunert

Für den Abend hat auch die AfD eine Gedenkveranstaltung an dieser Stelle angekündigt. Es wird mit Gegenprotesten gerechnet. Am Morgen sind bereits Metallgitter rund um das Mahnmal aufgestellt worden.

Rund um das Mahnmal auf dem Dresdner Altmarkt wurden Metallgitter aufgestellt. 
Rund um das Mahnmal auf dem Dresdner Altmarkt wurden Metallgitter aufgestellt.  © Tino Plunert

Hintergrund: Was am 13. Februar in Dresden passieren soll

Stilles Gedenken am Abend vor der Frauenkirche

Die Fördergesellschaft der Frauenkirche lädt auf den Neumarkt ein. Dort können Kerzen in einem eigens dafür hergerichteten „Kerzenbeet“ abgestellt werden. Diese Veranstaltung beginnt bereits vor der Menschenkette, deren Mittelpunkt in diesem Jahr erstmals ebenfalls der Neumarkt ist. Dort sprechen der Oberbürgermeister und noch einmal der Bundespräsident. Das stille Gedenken vor der Frauenkirche ist eigentlich jederzeit möglich. Am 13. Februar ist dafür aber speziell die Zeit von 15 bis 22 Uhr reserviert.

Erinnerung und Protest am Mahnmal auf dem Altmarkt

Metallguss zwischen den Pflastersteinen und eine Inschrift an einer Bank erinnern auf dem Altmarkt an die Opfer der Luftangriffe am 13. und 14. Februar 1945. Dieser Gedenkort war bereits mehrfach Schauplatz von lautstarkem Protest. So zum Beispiel im vergangenen Jahr, als sich dort Anhänger der AfD versammelten. Die Polizei will dieses Jahr mit Zäunen und Eingängen zum Mahnmal dafür sorgen, dass die gegnerischen Gruppen voneinander getrennt sind und dennoch jeder das Mahnmal erreichen kann.

Starke Polizeipräsenz soll das Gedenken nicht stören

Die Polizei wird auf dem Neumarkt im Einsatz sein, wenn der Bundespräsident auftritt, „um mögliche Störer in ihre Schranken zu weisen“. Außerdem sehen die Beamten ihre Aufgabe darin, alle Veranstaltungen zu begleiten, so dass sie ungestört stattfinden können. Polizeipräsident Jörg Kubiessa weiß, dass die Beamten unter Umständen eingreifen müssen, „weil es unterschiedliche Auffassungen zu ein- und demselben Thema gibt“.

Zweimal Protest gegen Neonazi-Demonstration

Am Sonnabend wollen Neonazis durch Dresden ziehen. 800 sollen es laut Demonstrationsanmeldung werden. Es könnten aber auch so viele wie im vergangenen Jahr sein, schließt die Polizei nicht aus. Damals waren es laut dem Verfassungsschutz etwa 1.500. Die Polizei hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Neonazis demonstrieren können. 

Mehrere Organisationen rufen zum Protest auf und machen dabei deutlich, dass sie einen Aufzug von Neonazis in Dresden verhindern oder zumindest stoppen wollen. Dazu gehören unter anderem das „Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz“ und Dresden-Nazifrei. Sie wollen „alte und neue Nazis blockieren“, kann man auf der Internetseite der Dresdner Organisation lesen. In einer Pressemitteilung von Dresden-Nazifrei heißt es, Ziel sei, „den Nazis keine Deutungshoheit über den 13. Februar zu überlassen, ihren Aktionsradius so weit wie möglich einzuschränken und sie nicht marschieren zu lassen“.

Eine offizielle Demoroute gibt es nicht. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass der rechte Aufmarsch wie schon im vergangenen Jahr an der Halfpipe auf der Lingnerallee beginnt. Die Polizei warnt vor Behinderungen am Sonnabend zwischen Hauptbahnhof und Elbe.

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