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Dresden

Dresden: 15 Millionen weniger Steuern

Corona hat deutliche Spuren hinterlassen: weniger Einnahmen für die Stadt und weniger Touristen. Eine Branche spürte dagegen kaum Auswirkungen der Krise.

Corona hat deutliche Spuren hinterlassen. Weniger Einnahmen für die Stadt und weniger Touristen.
Corona hat deutliche Spuren hinterlassen. Weniger Einnahmen für die Stadt und weniger Touristen. © dpa

Dresden. Dresden hat im ersten Quartal 2020 über 15 Millionen Euro weniger an Steuergeldern eingenommen als noch im Vorjahr. Das ist seit dem ersten Quartal 2016 der niedrigste Wert, so die Stadt. Insbesondere bei der Gewerbesteuer ist hier wegen der Corona-Krise ein Rückgang um knapp 18 Prozent zu verzeichnen, wobei der Wert im dritten Quartal 2019 noch niedriger war. Leicht angestiegen sind die Einnahmen der sonstigen Gemeindesteuern. Es erhöhten sich zum Beispiel die Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer, da in Dresden wieder mehr Personen einen Nebenwohnsitz angemeldet hatten.

Im Tourismus sind die Auswirkungen des Lockdowns im März abzulesen. Während im Januar und Februar mehr Touristen Dresden besuchten als in den Vorjahresmonaten, sank die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen im März dramatisch. Vergleicht man das erste Quartal 2019 mit dem 2020er, so kamen knapp 65.000 Gäste weniger, darunter knapp 12.000 weniger ausländische Gäste. Reisten zum Beispiel im ersten Quartal 2019 noch über 5.000 Chinesen nach Dresden, waren es ein Jahr später gerade mal die Hälfte.

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In der Bauwirtschaft sind im ersten Quartal 2020 – gemessen an den Zahlen – kaum Auswirkungen der Corona-Pandemie zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal gab es im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe und 412 Beschäftigte mehr. Die 4.042 Beschäftigten erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von knapp 179 Millionen Euro und damit fünf Prozent mehr als 2019.

Die Stadt-Statistiker haben noch mehr Zahlen. Bei den Geburten und Sterbefällen ergab sich ein deutlich negatives Saldo von 259 Personen im ersten Quartal 2020. 1.358 Babys wurden geboren und 1.617 Personen starben. 

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