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Dresden

Corona: Sie wollen die Stadtkultur retten

Zwei Dresdner Initiativen schließen sich zusammen, um von der Corona-Krise bedrohten Freiberuflern noch besser helfen zu können. Was Sie tun können.

V.l.: Stephan Tautz (Klubnetz & TanzNetzDresden), Juliane Horn und Nils Burchartz (Wir gestalten Dresden), Friederike Wachtel (City Management Dresden e.V.), Claudia Hoffmann (Dresden Information GmbH) und Wieland Stumpf (Yawima GmbH).
V.l.: Stephan Tautz (Klubnetz & TanzNetzDresden), Juliane Horn und Nils Burchartz (Wir gestalten Dresden), Friederike Wachtel (City Management Dresden e.V.), Claudia Hoffmann (Dresden Information GmbH) und Wieland Stumpf (Yawima GmbH). © PR/Erik Menz

Dresden. Die Corona-Pandemie verlangt allen Menschen seit Wochen einiges ab, aber vor allem für jene, die in der Kreativwirtschaft, der Kultur- und Tourismusbranche tätig sind, kann die Krise sogar existenzbedrohend sein. Es seien vor allem Solo-Selbstständige und Freiberufler sowie kreativ-tätige Einzelunternehmer und freie Spielstätten, die im höchsten Maße von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen seien: Künstler auf und hinter den Bühnen, Stadtführer, Musiker und Veranstalter. "Kurz gesagt: Menschen, die mit ihrer Tätigkeit unsere Stadtkultur prägen." Darauf weist nun "Wir gestalten Dresden" hin, der Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft. 

Um diesen Menschen zu helfen, haben sich bereits mehrere Spendeninitiativen in der Stadt gegründet. Nun schließen sich zwei von ihnen zusammen: Die Initiativen #supportyourlocalartists (dahinter stehen "Wir gestalten Dresden", das Klubnetz Dresden und das TanzNetzDresden) und SOS for Culture (Stiftung Lichtblick, City Management Dresden e.V., Dresden Information GmbH und Yawima GmbH) rufen nun gemeinsam zum Spenden auf.

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Ziel sei es, Unterstützung für diejenigen Soloselbstständigen und Freiberufler zu bieten, die im Rahmen der Corona-Krise wirtschaftliche Einbußen erlitten hätten, aber häufig aus den bisher auf den Weg gebrachten Förderprogrammen und Soforthilfen herausfielen. "Kulturschaffende sind das Elixier unserer Heimatstadt Dresden, die ihre Lebensqualität weltweit über genau diese Kultur definiert! In Zeiten wie diesen dürfen wir diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die tagtäglich genau dafür sorgen", sagt Friederike Wachtel, Geschäftsführerin vom City Management Dresden e.V.  

Gemeinsam mit Claudia Hoffmann von der Dresden Information GmbH und Wieland Stumpf von Yawima sowie der Stiftung Lichtblick, einer Initiative der Sächsischen Zeitung, initiierte Wachtel im April die Initiative SOS for Culture. "Als Initiative werben wir für Spenden für den Corona-Fonds der Stiftung Lichtblick, die existentiell bedrohten Solo-Selbstständigen und Freischaffenden bis zu 500 Euro Hilfe pro Person in Aussicht stellt", ergänzt Claudia Hoffmann. "Durch den Zusammenschluss mit #supportyourlocalartists erhoffen wir uns, die Betroffenen noch intensiver unterstützen zu können, aber auch noch deutlicher auf die aktuelle Lage vieler Einzelunternehmer*innen hinzuweisen, denn die ist noch immer oft prekär."

Trotz Lockerungen ist es wichtig, Betroffene weiter zu unterstützen

Auch "Wir gestalten Dresden" hatte schon im März mit #supportyourlocalartists dazu aufgerufen, für Soloselbstständige, Einzel- und Kleinstunternehmen zu spenden. Der Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft erhält dabei nicht nur Unterstützung vom Klubnetz Dresden und dem TanzNetzDresden, sondern auch durch die Branche selbst. "Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft sind massiv und vor allem langfristig von den Folgen der Corona-Krise betroffen", sagt Juliane Horn, Geschäftsleiterin von "Wir gestalten Dresden". Das belege auch eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes der Kultur- und Kreativwirtschaft "Kreative Deutschland". 

"Wir wollen daher nicht nur Spenden sammeln, sondern auch Sichtbarkeit für die Kreativschaffenden leisten; für ihre Arbeit und ihre aktuelle Situation sensibilisieren", so Horn. Kultur und Kreativdienstleistungen dürften jetzt nicht als "Nice-to-have" bewertet werden, "für den Zeitpunkt, wenn die Wirtschaft wieder in Gang gekommen ist". 

Man werde noch lange die Auswirkungen der Pandemie spüren, ist sich auch Nils Burchartz, Vorstandsmitglied von "Wir gestalten Dresden", sicher. "Daher ist es trotz der derzeitigen Lockerungen und den Möglichkeiten, wieder Kulturveranstaltungen durchführen zu können, enorm wichtig, Betroffene zu unterstützen – und dies gemeinsam zu tun."

Mit der Verbündung der Initiativen #supportyourlocalartists und SOS for Culture soll dazu ein erster Schritt getan werden. "Wir haben uns dazu entschieden, betroffenen Einzelunternehmer*innen in dieser Situation gemeinsam mit einer Stimme zu helfen und damit ein Zeichen zu setzen. Insbesondere jetzt ist es wichtig zu zeigen, dass auch unsere Stadtkultur nicht vergessen werden darf", so Burchartz weiter, der selbst Musiker und Betreiber des Bandprobenhauses Volume 11 ist. 

Seit dem 1. Juni werden alle über #supportyourlocalartists eingehenden Spenden an die Stiftung Lichtblick weitergeleitet. Damit bleibt das Spendenkonto von #supportyourlocalartists weiterhin geöffnet. Einzelunternehmer könnten sich dann für eine Spende über das Antragsformular der Stiftung Lichtblick bewerben. (SZ)

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