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Dresden

1.100 Hinweise zu Juwelendieben

Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe sind die Täter noch immer auf freiem Fuß. Jetzt unterstützen auch die Verkehrsbetriebe die Fahndung.

Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband. Die Suche nach den Einbrechern läuft weiter auf Hochtouren.
Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband. Die Suche nach den Einbrechern läuft weiter auf Hochtouren. © Sebastian Kahnert/dpa

Die Suche nach den Juwelendieben vom Grünen Gewölbe läuft seit Wochen, doch die Täter sind immer noch nicht gefasst. Nun setzen die Ermittler der Sonderkommission „Epaulette“ auf Hilfe der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). 

Ab kommenden Montag soll bis zum Jahresende auf den Monitoren in den Fahrzeugen der DVB ein Video laufen, mit dem die Fahnder insbesondere Fahrgäste erreichen wollen, welche den Nahverkehr regelmäßig nachts und in den frühen Morgenstunden nutzen. Die Polizei erhofft sich dadurch weitere Zeugenhinweise vor allem zum Fluchtfahrzeug, einem später in einer Tiefgarage abgefackelten Audi A6.

Dieses Bild zeigt den Fluchtwagen am Ballhaus Watzke. Später wurde der Wagen in einer Tiefgarage abgefackelt. 
Dieses Bild zeigt den Fluchtwagen am Ballhaus Watzke. Später wurde der Wagen in einer Tiefgarage abgefackelt.  © Polizeidirektion Dresden

Bislang haben die Beamten bereits 1.100 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten und etwa 50 Zeugen vernommen. Bei ihnen handelt es sich vor allem um Anwohner an den Tatorten, Sicherheitsdienstmitarbeiter und andere Hinweisgeber. Kriminaltechniker haben seit dem spektakulären Einbruch an den Tatorten mehr als 700 Spuren gesichert. Die wurden im Rahmen einer Spurenkonferenz bewertet und werden aktuell nach unterschiedlichen Kriterien priorisiert ausgewertet.

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"Auch über die kommenden Feiertage werden Ermitller der Sonderkommission 'Epaulette' Hinweise entgegennehmen", teilte die Polizei am Freitag mit. Zudem würden über Weihnachten Vorkehrungen getroffen, sodass sofort auf neue  Ermittlungserkenntnisse reagiert werden könne.

Nach wie vor nimmt die Polizei Hinweise entgegen – entweder telefonisch unter (0351) 4832233 oder über das Hinweisportal.  (SZ/mja)