merken

345.000 Euro Kurtaxe im März

Die meisten Gäste zahlen den Zuschlag. Aber die Hotels sind verärgert und fordern mehr Tourismuswerbung fürs Geld.

© Jörn Haufe

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) kann hoffen, dass sich seine Erwartungen bei der Kurtaxe erfüllen. Im Monat März hatte die Stadt, so Pressesprecher Kai Schulz, rund 345.000 Euro für 265.400 Übernachtungen von Touristen in Hotels und Pensionen eingenommen. Im Februar waren es 230.600 Euro bei 177.400 Übernachtungen. Die Gäste müssen 1,30 Euro pro Nacht bezahlen, so hat es der Stadtrat beschlossen. Fünf Millionen Euro sollen so im Jahr zusammenkommen.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Zur Probefahrt das perfekte Fahrgefühl 

Das kompakte Design und die Ausstattung sind beeindruckend: Jetzt mit dem neuen City-SUV T-Cross von Volkswagen davondüsen.

„Wir können damit umgehen, aber eine Normalität wird es nie werden“, sagt Innside-Hoteldirektor Marco Bensen. Er ist zugleich Vorstand des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Der Verwaltungsaufwand für die Hotels sei hoch, auch der Erklärungsbedarf. Allerdings gebe es am Ende relativ wenig Widerstand. Auseinandersetzungen gebe es häufiger mit Firmen, die bei Kongressen im Vorfeld eine Befreiung von der Kurtaxe beantragen. Das müssen sie sechs Wochen zuvor tun. Dann überprüfe die Stadt das Programm und entscheide, ob den Teilnehmern etwa Zeit für den Besuch städtischer Museen bleibt.

Einzelne Geschäftsreisende können die Kurtaxe zurückfordern, wenn sie nachweisen können, dass sie keine Gelegenheit hatten, die Kultureinrichtungen der Stadt zu besuchen. Bei kürzeren Aufenthalten scheuen sie aber meistens die Mühe, wegen 1,30 Euro zwei Seiten Papier auszufüllen. So gab es im Februar und März nur knapp 800 Anträge auf Rückerstattung.

In kleineren Hotels und Pensionen schmerze die Kurtaxe mehr, schätzt Dehoga-Geschäftsführer Gerhard Schwabe ein. „Einige Pensionen, in denen beispielsweise Bauarbeiter absteigen, haben weniger Kundschaft, weil diese dann in die Nachbargemeinden wie Heidenau abwandern“, erklärt er. Auch Jugendlichen, die in Pensionen übernachten, fallen die Zusatzausgaben oft schwer. Im Sommer, so rechnet die Dehoga, werde das Oberverwaltungsgericht in Bautzen über die Klage gegen die Kurtaxe entscheiden. (SZ/kle)