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Dresden

Aufruf zum Gießen in der Neustadt

Grüne appellieren an Anwohner, den Bäumen im Viertel Wasser zu spenden. So könnten Schäden durch Hitze vermieden werden.

Die einst beeindruckende Rotbuche am Albertplatz hat den Sommer 2018 nicht überstanden. Sie ist eines von zahlreichen Baumopfern. © Sven Ellger

Wenig Regen, große Hitze: Beides setzt den Bäumen im Stadtgebiet zu. Das Grün zu erhalten und mehr Bäume zu pflanzen – das fordern unter anderem Dresdner Vertreter von Bündnis90/Die Grünen. Nun ruft die Partei auch zum gemeinsamen Wässern der Straßenbäume auf. 

Die Dresdner Neustadt-Grüne Ulla Wacker erklärt für ihren Stadtteil via Facebook: „In vielen Häusern in der Neustadt wohnen mehr als acht Parteien zusammen. Jedes Haus kann einen Baum in Patenschaft nehmen und jede Familie, jeder Single pro Woche einen Eimer Wasser spenden.“ Damit greift Wacker einen Aufruf der grünen Landespartei auf. Damit vor allem junge Bäume nicht der Hitze zum Opfer fallen und absterben, sollten mindestens einmal in der Woche acht Eimer Wasser gespendet werden, heißt es da. „Bei einem jungen Baum reichen zehn Liter Wasser, also ein Eimer.“ Gemeinsam könnten Trockenschäden verhindert werden, damit die Bäume ihrer wichtigen Kühlungsfunktion in aufgeheizten Stadtvierteln nachkommen.

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Im Sommer 2018 wurden viele der rund 54.200 Straßenbäume durch städtische Mitarbeiter, Feuerwehren sowie Bürger gewässert. Dennoch haben es 300 Bäume nicht geschafft. Das teilte kürzlich das Amt für Stadtgrün mit. Nicht bei allen Schäden könne geklärt werden, ob einzig die anhaltende Trockenheit dafür verantwortlich war. Doch es sei davon auszugehen, dass der größte Teil mit den extremen Witterungsereignissen im Jahr 2018 zusammenhänge. 

Bereits im Sommer 2017 hatte die Dürre begonnen. Die Stadtverwaltung teilte auch mit, dass es nicht die letzten Bäume sein werden, die Schäden davontragen oder ganz eingehen. Die Auswirkungen werde man erst in den kommenden Jahren sehen. Vor allem jüngere Exemplare bis 15 Jahre waren betroffen. Es handelt sich vor allem um einheimische Arten wie Linde, Buche, Esche und Ahorn. Sie haben es unter den Bedingungen des sich wandelnden Klimas offenbar schwerer, so die Analyse des Amtes für Stadtgrün.

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