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Sport

Packender Kampf im Harbig-Stadion

Pech für Dresdens Footballer gegen Braunschweig: Beim 31:34 muss der Spielmacher ins Krankenhaus. Der Zuschauer-Rekord wird nur knapp verfehlt.

American Football im gut besetzten Rudolf-Harbig-Stadion: Dresden und Braunschweig bieten den 7.970 Zuschauern ein spannendes Spitzenspiel. ©  Christian Juppe

Dresden. Das war knapp, verdammt knapp. Die Dresden Monarchs haben ihr Heimspiel in der German Football League gegen Braunschweig mit 31:34 verloren. Das Team von Trainer Ulrich Däuber lieferte dem Spitzenreiter und Europapokalsieger einen großen Kampf vor 7.970 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2002, als 8.360 Fans und Interessierte im alten Rund waren, ebenfalls nur hauchdünn verfehlt. "Das wurmt überhaupt nicht", sagt Monarchs-Präsident Sören Glöckner. "Es war ein wirkliches Saison-Highlight: ein hochwertiges Spiel, eine tolle Kulisse, eine klasse Stimmung."

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Und trotzdem gibt es außer der Niederlage einen Wermutstropfen. Quarterback Zack Greenlee musste zur Pause mit Verdacht auf einen Rippenbruch raus. Der 24 Jahre alte Amerikaner wurde ins Krankenhaus gebracht. "Es ist die zentrale Position, mit der sich das Spiel verändert. Wie wir ihn ersetzen, darüber müssen wir uns jetzt Gedanken machen, besonders die Trainer", sagt Glöckner. "Das ist das Einzige, was im Moment wirklich schmerzt." Dem stimmte auch der Chefcoach zu. "Mit unserem Quarterback hätten wir das Spiel gewonnen", sagte Däuber, der trotz der Niederlage stolz auf sein Team ist. "Als Zack ins Krankenhaus gefahren wurde, war allen klar: Wir müssen für ihn spielen. Das haben wir gemacht."

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Anfangs schien es eine klare Angelegenheit zu werden, die Dresdner lagen schnell mit 0:17 hinten. Aber im American Football kann es schnell gehen, mit einem Kick und den ersten drei Punkten ließ Florian Finke die Gastgeber zum Ende des ersten Viertels hoffen. Im zweiten fing sich nicht nur die Defensive, offensiv holten die Monarchs auf und schafften den Ausgleich. Jetzt war es das erwartete Spiel auf Augenhöhe mit dem immer gleichen Ablauf: Braunschweig ging in Führung, Dresden kam heran. Erst im Schlussdrittel und ohne die Ideen von Spielmacher Greenlee spielten die Gäste ihre Routine aus und nach dem Kick zum 31:34 knapp sieben Minuten vor dem Ende die Zeit taktisch geschickt herunter.

"Natürlich bin ich auch ein bisschen wehmütig, weil wir nicht gewonnen haben", meint Glöckner, aber der Vereinschef tröstet sich mit der Aussicht auf eine ähnliche Atmosphäre nach dem Umbau des Heinz-Steyer-Stadions. "Dann hätten wir auch die Möglichkeit, mit 10.000 Zuschauern eine solche Stimmung zu erleben." Bis 2024 soll die eigentliche Heimspielstätte der Monarchs fertig saniert sein.