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Dresden

Städtisches Klinikum rechnet mit Verlust

Nach einem Minus von neun Millionen Euro sollen dieses Jahr erneut rote Zahlen geschrieben werden. Aber es gibt einen Plan.

Besserung ist in Sicht, sagt die Betriebsleitung des Städtischen Klinikums Dresden.
Besserung ist in Sicht, sagt die Betriebsleitung des Städtischen Klinikums Dresden. © Sven Ellger

Von Gewinnen ist das Städtische Klinikum weit entfernt. Das geht aus dem neuen Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs hervor. Für 2020 rechnet die Betriebsleitung mit einem Verlust von rund 7,5 Millionen Euro. Damit würde das Klinikum zwar immer noch rote Zahlen schreiben. Allerdings stünde es besser da als im vergangenen Jahr. Für 2019 wird ein Verlust von etwa neun Millionen Euro erwartet. Um über die Runden zu kommen, soll der Stadtrat den Kreditrahmen für das Klinikum auf 85 Millionen Euro erhöhen.

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„Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Klinikums sind erhebliche Sanierungsanstrengungen erforderlich, um die wirtschaftliche Situation wieder zu stabilisieren“, heißt es von der Betriebsleitung. Für 2020 sollen bereits Maßnahmen umgesetzt werden, die zusammen mit dem Unternehmensberater Ernest & Young erarbeitet wurden. Darüber hinaus erarbeite man derzeit einen Masterplan, der auch eine Finanzstrategie für die Zukunft der einzelnen Standorte beinhalte. 

Es gebe mehrere Varianten. Diese würden aktuell mit dem Sozialministerium und den Fachämtern in der Stadtverwaltung besprochen. Es gehe um die Umsetzbarkeit und die Finanzierung der vorgeschlagenen Zukunftsstrategien. Die Ergebnisse sollen anschließend dem Gesundheitsausschuss des Stadtrates vorgelegt werden.

Der Verlust soll in den kommenden Jahren weiter schmelzen. Für das nächste Jahr geht die Leitung des Klinikums von einem Minus in Höhe von 2,9 Millionen Euro aus, 2021 soll mit minus 1,2 Millionen Euro letztmalig ein Verlust geschrieben werden. Gelingen soll das auch mit einer moderaten Leistungssteigerung sowie einer besseren Bezahlung von Untersuchungen und Operationen, heißt es. Auf der anderen Seite gebe einige Unsicherheiten, darunter die Höhe der Pflegekosten sowie die Zahlungsmoral der Krankenkassen.

Mehr als 50.000 Patienten sind im vergangenen Jahr stationär im Friedrichstädter und Neustädter Krankenhaus behandelt worden. Damit liegt das Städtische Klinikum etwa gleichauf mit dem Dresdner Universitätsklinikum. „Die Arbeitsplätze sind sicher“, hatte Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) im November im Gespräch mit sächsische.de gesagt. „Die Stadt steht zu ihrem Klinikum.“

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