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Dresden

Stauwagen erreicht sein Ziel

Nach einem halben Jahr durch Dresdens Unterwelt kommt die bewährte Technik an der Yenidze an. Sie holt den Dreck aus Dresdens längstem Hauptkanal.

Vorarbeiter Sebastian Härtel ist am Stauwagen unter der Tolkewitzer Straße aktiv. Der Wagen schiebt den Dreck im Altstädter Hauptkanal vor sich her.
Vorarbeiter Sebastian Härtel ist am Stauwagen unter der Tolkewitzer Straße aktiv. Der Wagen schiebt den Dreck im Altstädter Hauptkanal vor sich her. © Sven Ellger

Dresden. Erstmals seit über zehn Jahren kann Dresdens größter Hauptkanal wieder grundlegend gereinigt werden. Der Altstädter Abfangkanal verläuft unter den Straßen am linken Elbufer. Dieses Jahr war es wieder möglich, einen selbstfahrenden Stauwagen durch den Altstädter Abfangkanal rollen zu lassen, der die Röhre reinigt. Denn der größte Teil zwischen Kleinzschachwitz und dem Kanalnetzstützpunkt an der Yenidze ist jetzt durchgängig saniert. Zuletzt wurde bis Januar ein Tunnel für den Kanal auf der Kreuzung Tolkewitzer/Wehlener Straße vor dem Wasserwerk saniert. Danach startete der Stauwagen in Laubegast.

Den größten Teil der insgesamt 13 Kilometer langen Strecke hat er geschafft, teilt Abwassermeister Frank Lieber von der Stadtentwässerung mit. Der Wagen ist jetzt im Kanal hinter der Semperoper. Nun liegen noch 550 Meter bis zum Kanalnetzstützpunkt an der Yenidze vor ihm. Lieber rechnet damit, dass der Stauwagen am Montagmorgen sein Ziel erreicht und mit dem Kran ausgehoben werden kann.

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Die besonderen Geräte werden seit Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt. Die Wagen haben ein Schild, das sich dem Kanal anpasst. Zwischen Schild und Sohle bleibt nur ein zehn Zentimeter großer Spalt. Dadurch kann die Energie des Wassers zur Kanalreinigung genutzt werden. Und dies ganz umweltfreundlich. Das Abwasser staut sich dahinter und schiebt den Wagen nach vorn. Es fließt nur durch den kleinen Spalt darunter, wirbelt die Schmutz-Ablagerungen vorm Wagen auf und schwemmt sie fort. Der Stauwagen spült den Dreck sozusagen vor sich her. 

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