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Dresden

Traktor-Demo: Hier wird es eng

Hunderte Trecker sind am Freitagmorgen in Dresden angekommen. Unsere Karte zeigt, wo mit Stau zu rechnen ist.

So wie im Jahr 2016 könnte es am Freitag wieder in Dresden aussehen. Hunderte Traktoren werden in der Stadt erwartet.
So wie im Jahr 2016 könnte es am Freitag wieder in Dresden aussehen. Hunderte Traktoren werden in der Stadt erwartet. © Ronald Bonß

Am Freitagmorgen wird der Berufsverkehr zu einer Geduldsprobe. Grund ist eine Bauern-Demonstration in der Stadt. Die Landwirte kommen mit ihren Traktoren nach Dresden. Anlass ist Protest gegen eine neue Düngeverordnung, über die der Bundesrat im April entscheidet.

Bauern-Demo in Dresden: Hier geht es zu unserem Liveblog.

Die Bauern kommen aus vier Richtungen nach Dresden gefahren. Sie brechen um 5 Uhr auf, um rechtzeitig in der Stadt zu sein. Die Demonstranten wollen bis etwa 11 Uhr bleiben und nutzen dabei verschiedene Straßen und Brücken. Das wird zu Behinderungen im Berufsverkehr führen. „Uns ist es wichtig, den morgendlichen Berufsverkehr nicht aktiv zu blockieren, daher auch die zeitige Anfahrt“, sagt Marc Bernhardt vom Presseteam der Organisation „Land schafft Verbindung“, die zu der Traktordemo aufgerufen hat und etwa 750 Fahrzeuge erwartet.

Die Bauern fahren auf der B6 von Osten und Westen kommend in die Stadt, außerdem auf der B170 von Norden und Süden. Das heißt, sie kommen auf der B6 durch Cossebaude, Stetzsch und die Friedrichstadt ins Zentrum, durch Weißig, Bühlau und die Neustadt. Auf der B170 fahren die Traktoren durch Räcknitz und die Südvorstadt in die Altstadt sowie durch Hellerau und die Leipziger Vorstadt.

Die Stadtverwaltung warnt vor Staus im Zentrum und rät, die Traktor-Routen weiträumig zu umfahren oder mehr Zeit einzuplanen. Das gilt vor allem für Autofahrer, die morgens über die Marienbrücke oder die Carolabrücke fahren. Denn dort wird es besonders eng. Die Flügelwegbrücke, das Blaue Wunder und die Waldschlößchenbrücke sind frei, auf den zwei innerstädtischen Brücken sind im Berufsverkehr dagegen die Trecker unterwegs.

Zwischen 5.30 Uhr und 6.30 Uhr ist die Carolabrücke voll gesperrt, danach soll dort Durchgangsverkehr möglich sein. Auf der Marienbrücke, der Albertbrücke und mehreren Straßen in der Neustadt steht zwischen 5.30 Uhr und 12 Uhr nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Den Rest brauchen die Bauern, um ihre Traktoren zu parken. Das betrifft die Robert-Blum-Straße, die Große Meißner Straße, die Köpckestraße und die Wigardstraße. Dazu kommt, dass die Wigardstraße zwischen dem Carolaplatz und der Archivstraße am Freitagvormittag zwei Stunden lang voll gesperrt ist.

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