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Sport

Das Wunder mit Dresdner Hilfe?

Die deutschen Volleyball-Frauen haben bei der Qualifikation in China die erste Chance auf ein Olympia-Ticket. Zwei Spielerinnen des DSC gehören zum Team.

Lene Stigrot vom Dresdner SC kämpft mit um das Olympia-Ticket. © Foto: Matthias Rietschel

Von Martin Moravec

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Es ist eine schwierige Mission, manche halten sie für unmöglich. Für die deutschen Volleyballerinnen geht es in der interkontinentalen Qualifikation von Freitag an bis zum Sonntag um die Olympia-Teilnahme. Es ist die erste Chance für die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski, sich ein Ticket für die Spiele 2020 in Tokio zu sichern. Mit Lena Stigrot und Camilla Weitzel gehören zwei Spielerinnen des Dresdner SC bei dem Turnier im chinesischen Ningbo zum Aufgebot.

Doch bei Gegnern wie Olympiasieger China und dem EM-Dritten Türkei um den früheren Bundestrainer Giovanni Guidetti in der Vierergruppe sind die Aussichten extrem schlecht. Nur der Turniersieger ist im nächsten Jahr in Tokio sicher dabei. „Sicherlich sind wir nicht der Favorit in China. Mit den Gastgeberinnen, die zu den besten Mannschaften der Welt gehören, und der Türkei warten zwei starke Herausforderungen“, sagte Koslowski vor der Herkulesaufgabe in Fernost. „Wir glauben aber an unsere Chancen und werden so auch auftreten. Wir sind gut drauf und bereit.“

Laune und Einsatz werden aber nicht reichen. Auch nicht der Faktor Wohlbefinden, da die Deutschen im selben Hotel schlafen wie beim Nationenliga-Event in China im Juni. Denn allein die Gastgeberinnen sind übermächtig. In der Nationenliga traten sie allenfalls mit einer Zweitbesetzung auf, gegen die Deutschen gewannen sie bei ihrem Heimturnier ebenfalls in Ningbo dennoch mit 3:0. Koslowskis Mannschaft konnte dennoch in China Selbstvertrauen sammeln, als sie Weltmeister Serbien und schließlich auch Bulgarien bezwingen konnte.

Verzichten muss Koslowski allerdings auf die erfahrene Libera Lenka Dürr, die mit ihrem Wechsel nach Dresden ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Linda Bock vom USC Münster und Anna Pogany aus Schwerin bilden das neue Duo. Schwer trifft den Chefcoach in der Offensive der Ausfall von Außenangreiferin Hanna Orthmann, die in der Nationenliga für sich geworben hat. Die 20-Jährige fehlt wegen Oberschenkelproblemen. Sie soll bis zur Europameisterschaft in knapp drei Wochen wieder fit werden. Das Ergebnis dort hätte dann Einfluss auf das Ranking für die kontinentale Qualifikation, bei der im Januar die letzten Tokio-Tickets vergeben werden.

Vielleicht gelingt aber doch das Wunder. „Wir sind nicht nach China gereist, um auf dem dritten Platz zu landen, sondern die Olympia-Qualifikation zu schaffen“, betonte Sportdirektor Christian Dünnes. „Eine Chance ist immer da, und die wollen wir nutzen.“ Im Jahr 2004 in Athen schmetterten die deutschen Frauen letztmals im Zeichen der fünf Ringe. Für Peking 2008, London 2012 und Rio de Janeiro 2016 konnten sie sich danach nicht qualifizieren. (dpa)

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