Dresden
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Anklage: Brutale Raubüberfälle auf Dresdner Seniorinnen

Ein Tscheche soll zwei Seniorinnen beraubt haben. Dabei war er nicht zimperlich, so die Ermittler.

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Auf Geld war ein 57-Jähriger aus, der in Dresden Rentnerinnen überfallen hat, so die Staatsanwaltschaft.
Auf Geld war ein 57-Jähriger aus, der in Dresden Rentnerinnen überfallen hat, so die Staatsanwaltschaft. © Marion Doering

Dresdner. Dieser Mann soll Rentner ausgenommen haben und ist dabei brutal vorgegangen. Das legt die Staatsanwaltschaft einem 57-Jährigen zu Last, der aus Tschechien stammt. Der Mann ist angeklagt wegen schweren Raubes und Körperverletzung in zwei Fällen.

Den Ermittlern zufolge war der Tscheche nicht zimperlich. Am 17. Juli vormittags soll er an der Wohnungstür einer 70-jährigen Dresdnerin an der Comeniusstraße geklingelt haben. Die Frau öffnete, dann hat der Mann die Tür weiteraufgedrückt und ist in die Wohnung der Seniorin gegangen. Dort nahm er sich einen Gehstock, hielt diesen in Kopfhöhe in Richtung seines Opfers und hielt die Frau so auf Abstand. Aus ihrer Geldbörse erbeutete er zehn Euro.

Als der Ehemann der 70-Jährigen dazukam und den Kriminellen aufforderte, die Wohnung zu verlassen, soll er ihn erst mit dem Stock auf Abstand gehalten und dann mit den Händen zur Seite gestoßen haben. Der 73-Jährige stürzte und verletzte sich.

Wenige Minuten später soll der Tscheche auf ähnliche Art und Weise eine 95-Jährige bestohlen haben. Er traf sie nicht weit entfernt vom ersten Tatort, an der Ecke Bodenbacher Straße/Tetschener Straße. Der Mann schubste die Seniorin, die daraufhin stürzte, so die Staatsanwaltschaft. Dann nahm er sich ihre Geldbörse, in der sich rund 170 Euro befanden. Die Frau erlitt eine Prellung und eine Kopfplatzwunde.

Bei beiden Taten soll der Beschuldigte zwei messerähnliche Gegenstände bei sich geführt haben.

Bereits am Tattag gelang es der Polizei, den mutmaßlichen Täter zu stellen. Einen Tag später kam er hinter Gitter. Der 57-Jährige ist laut der Staatsanwaltschaft in Tschechien vielfach und auch einschlägig vorbestraft. Zu den Taten hat er sich nicht geäußert.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung wird ebenfalls vom Landgericht Dresden bestimmt. (SZ/csp)