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Schäden am Dresdner Stallhof werden beseitigt

An der historischen Reitertreppe bröckelt der Putz. Warum jetzt schneller als geplant gehandelt werden muss.

Der Putz bröckelt an diesen Wänden am Dresdner Stallhof. Die Schäden sollen demnächst beseitigt werden.
Der Putz bröckelt an diesen Wänden am Dresdner Stallhof. Die Schäden sollen demnächst beseitigt werden. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Der Dresdner Stallhof zwischen Residenzschloss und Johanneum ist ein Anziehungspunkt in der Altstadt, durch den Dresdner und Gäste gern spazieren. Er war 1591 unter Kurfürst Christian I. fertiggestellt worden und ein Schauplatz für Turniere, Hetzjagden und Ringestechen. Ein besonderer Blickfang ist die Arkadengalerie im toskanischen Stil mit ihren 22 Säulen. Im Obergeschoss ist der kürzlich sanierte Lange Gang.

Der starke Frost hatte den Wänden kräftig zugesetzt.
Der starke Frost hatte den Wänden kräftig zugesetzt. © SZ/Peter Hilbert

Doch auf der anderen Stallhofseite bietet sich an der Rampe der historischen Reitertreppe kein schöner Anblick. Rings um den Durchgang zur Schössergasse bröckelt der Putz, blättert die graue Farbe ab. Der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) kennt das Problem. „Durch den starken Frost in den vergangenen Wochen ist der Putz leider abgefallen“, erklärt Sprecher Alwin-Reiner Zipfl.

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Eigentlich sollte die Wand erst im Frühsommer instandgesetzt werden. Doch wegen der starken Schäden geschieht das jetzt eher. „Die Abbruchkanten sind inzwischen begradigt und der Putz beräumt“, erläutert der Sprecher. Ist die Wand bei wärmeren Temperaturen ausgetrocknet, sollen die beschädigten Stellen frisch verputzt werden.

Das ist der Durchgang vom Stallhof zur Schössergasse. Sind die Wände bei wärmeren Wetter ausgetrocknet, beginnen die Instandsetzungsarbeiten.
Das ist der Durchgang vom Stallhof zur Schössergasse. Sind die Wände bei wärmeren Wetter ausgetrocknet, beginnen die Instandsetzungsarbeiten. © SZ/Peter Hilbert

Der Umfang der nötigen Arbeiten ist jedoch vergleichsweise gering. Viel stärker waren die Schäden nach einem Brand auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Dezember 2007. Damals musste der Freistaat eine Million Euro investieren, um die Schäden zu beseitigen. Durch die große Hitze waren Mauerwerks- und Gewölbeflächen abgeplatzt, die Sgraffito-Malereien waren verrußt. In dem Zuge hatte der Freistaat eine weitere Million Euro investiert, um den gesamten Stallhof neu zu gestalten. Die Arbeiten konnten 2009 abgeschlossen werden.

Ein Blickfang ist die Arkadengalerie mit ihren 22 Säulen.
Ein Blickfang ist die Arkadengalerie mit ihren 22 Säulen. © René Meinig

Im Sommer 2018 hatte die sogenannte Stechbahn im Hof noch einen neuen Belag bekommen. Diesen Namen trägt die Fläche, weil sie ab dem 17. Jahrhundert bis hinein in die 1930er-Jahre als Austragungsort für Turniere genutzt wurde. Die Stechbahn ist heute einer der ältesten erhaltenen Turnierplätze der Welt. Die beiden sechs Meter hohen Ringstechsäulen aus Bronze erinnern an jene Zeit, als sich hier Männer hoch zu Ross im Ringstechen maßen. Der Belag war verschlissen, da jährlich Tausende Besucher durch den Hof flanieren.

Das ist der frisch sanierte Lange Gang zwischen Residenzschloss und Johanneum. Dort werden künftig rund 500 prachtvolle Feuerwaffen aus dem Besitz der Wettiner präsentiert.
Das ist der frisch sanierte Lange Gang zwischen Residenzschloss und Johanneum. Dort werden künftig rund 500 prachtvolle Feuerwaffen aus dem Besitz der Wettiner präsentiert. © René Meinig

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Seit 2016 war der Lange Gang aufwendig restauriert worden. Der Verbindungsbau zwischen dem Residenzschloss und dem Johanneum war einst der Zuschauerraum für die höfischen Turniere und Hetzjagden im Stallhof. Später waren dort die Ahnengalerie der Wettiner und danach die Gewehrgalerie August des Starken und seines Sohnes August III. untergebracht. Nach der Zerstörung 1945 war er wiederaufgebaut und bis 2015 vom Verkehrsmuseum genutzt worden. Künftig werden dort rund 500 prachtvolle Waffen aus dem Besitz der Wettiner wieder präsentiert. Dabei handelt es sich um die größte Sammlung an königlichen Jagd- und Sportfeuerwaffen des Barocks in Europa.

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