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Dresden

Bei Dresdner Forschern geht es um Suppe

Rund 130 Programmpunkte umfasst das Programm der Langen Nacht der Wissenschaften. Auch Fruchtsaftkaviar ist ein Thema.

Experimente wie hier eines vom Helmholtzzentrum Rossendorf mit dem schwebenden Block zum Thema Supraleiter sind bei der Wissenschaftsnacht besonders beliebt.
Experimente wie hier eines vom Helmholtzzentrum Rossendorf mit dem schwebenden Block zum Thema Supraleiter sind bei der Wissenschaftsnacht besonders beliebt. © Archiv/Karl-Ludwig Oberthür

Dresden. Rekonstruierte Tomatensuppe spielt eine Rolle. Fruchtsaftkaviar auch. Und der Feierabend von Robotern. Bei der 18. Langen Nacht der Wissenschaften wird am 9. Juli experimentiert, erklärt und es kann auch mitgemacht werden.

Möglich ist das trotz Corona und obwohl die Wissenschaftsnacht unter dem Motto "Jetzt dämmert‘s" erstmals digital stattfindet. "Die digitalen Formate sind so vielfältig wie die Wissenschaftslandschaft selbst", findet Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Vorträge, Mitmach-Experimente, Führungen, Präsentationen, Podcasts und Filme gehören zu den mehr als 130 Programmpunkten. "Sie machen erlebbar, wie Wissenschaft unseren Alltag positiv verändern kann", ist Hilbert überzeugt.

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Impfstoffe und Fruchtsaftkaviar

Vernetzte Kühlschränke, Verkehrssimulationen, Atomausstieg, Auseinandersetzung mit dem in Dresden geborenen Künstler Max Uhlig, Karriere-Chat, Chemie und Physik in der Küche mit rekonstruierter Tomatensuppe und Fruchtsaftkaviar – auch in der Digitalvariante ist die Themenvielfalt grenzenlos, so die Organisatoren. Das Leibniz-Institut für Polymerforschung erklärt in einem Live-Vortrag wie mit Polymeren die neuen mRNA-Impfstoffe von BioNTech, Moderna und Co auch außerhalb des Tiefkühlschranks gelagert und transportiert werden können. Die Technische Universität Dresden bietet an, am interaktiven Demonstrator ein fahrerloses Transportfahrzeug selbst über den Webrowser zu steuern. Wofür man Augmented Reality braucht und was Roboter eigentlich nach Feierabend machen, beantwortet die Hochschule für Technik und Wirtschaft durch Einblicke in ihre Industrie 4.0-Modellfabrik.

Musik und Handys

Neben den bekannten und langjährigen Partnern sind auch neue Institutionen dabei. Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) streamt via Zoom-App eine Live-Performance des Hochschulchores aus dem Heinz-Steyer-Stadion. Das Werk des japanischen Komponisten Chatori Shimizu konnte pandemiebedingt bisher nicht uraufgeführt werden. Dirigent Olaf Katzer befindet sich zeitgleich im Konzertsaal der HfM und wird auf die Smartphones der Sänger übertragen. Das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden zeigt in Kurzfilmen und Podcasts wie gefährlich Aerosole tatsächlich sind und wie sich saubere Energie aus Oberflächengewässern gewinnen lässt.

Spezielles Programm für Kinder

Auch die kleinen Gäste können bei der digitalen Wissenschaftsnacht staunen und entdecken. In der Online-Programmansicht lassen sich die Veranstaltungen entsprechend filtern. Visuell eindrucksvolle Experimente verspricht „Magic Andy’s Lichtshow – Lichterloh & Farbenfroh“ vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme. Im Workshop „Coole Schule“ der Evangelischen Hochschule Dresden wird gemeinsam diskutiert, wie eine coole Schule aussehen und gelebt werden kann.

Das gesamte Programm steht online unter www.wissenschaftsnacht-dresden.de. Dort findet die Fangemeinde auch den neuen Webshop, unter anderem mit den T-Shirts zur Wisssenschaftsnacht.

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