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Ein Wochenendtipp für die Corona-Pause

Es könnten langweilige freie Tage werden. Doch die Natur bietet Alternativen für Wochenend-Unternehmungen.

Ein Spankorb, halbvoll mit Pilzen. Schließlich wurde der Korb noch ganz voll.
Ein Spankorb, halbvoll mit Pilzen. Schließlich wurde der Korb noch ganz voll. © SZ/Christoph Springer

Dresden. Verlorene Zeit. Ein Wochenende steht bevor, an dem nix los ist. Das erste im "Lockdown light", in dem man wenigstens noch einkaufen gehen darf, nicht nur in Lebensmittelgeschäften. 

Aber macht das wirklich glücklich, fühlt sich das danach als sinnvoll genutzte Zeit an? Für mich nur, wenn es nicht einfach nur Shoppen war, sondern das Gekaufte auch wirklich gebraucht wurde. Was also stattdessen tun an diesen leeren Tagen?

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Ein Vorschlag, selbst getestet und für gut befunden. Pilze! Nicht Pilse! Die Dresdner Heide ist vor der Tür, für manche ist vielleicht der Tharandter Wald näher. 

Jedenfalls gibt's da Pilze. Das Wetter wird ganz nett, Sonnenschein kündigt der Wetterdienst für Sonnabend und Sonntag an. Das ist wichtig für Pilze. Man sieht sie besser und sie wachsen auch besser, wenn es nicht zu kalt ist. 

Feucht ist der Waldboden wohl noch, das ist für sie ebenso wichtig. Nun gut, nachts ist es ziemlich frisch, einstellig. Das mögen sie nicht. Aber vielleicht gibt's ja doch welche, den Versuch ist es wert. Am vergangenen Wochenende war das jedenfalls so.

Damit die Erfolgsaussichten größer sind, hier zwei Ratschläge: Man muss nicht weit fahren, um einen guten Pilzwald zu finden. Ich kenne einen zwischen der Neustadt und Klotzsche, recht dicht dran an der Bahnstrecke Richtung Görlitz. 

Ratschlag zwei: Ist der Boden moosbewachsen, nicht klatschnass, steht in der Nähe ein wenig Gras, kommt die Sonne gut durch bis ganz nach unten, dann ist das schon mal gut. Dort kann man Pilze erwarten. 

Nicht so gut: Viel Laub auf dem Boden. Da haben selbst geübte Pilzsammler Schwierigkeiten. Schon deshalb, weil man die braunen Kappen nur schwer vom Laub unterscheiden kann. 

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Und noch etwas: Wirklich nur die nehmen, die man kennt. Ich kenne nur Röhrenpilze. Die mit Lamellen unterm Hut lass´ ich lieber stehen, obwohl ich weiß, dass es auch darunter essbare gibt. 

Am vergangenen Wochenende kam trotz meiner eingeschränkten Kenntnisse recht zügig ein ganzer Spankorb voll zusammen und zum Schluss erwischte mich dann noch der Pilz-Flash. Wir haben eine Stelle gefunden, bei der wir uns nur drehen mussten, um immer neue schöne Schwammerl (so heißen sie anderswo) zu entdecken.

Dabei haben wir ganz vergessen, dass wir die Pilze später ja noch putzen müssen. Das macht noch einmal ordentlich Arbeit. Wir haben sie getrocknet, einen Teil davon wollen wir verschenken. 

Übrigens - zum Trocknen auf Zeitung auslegen funktioniert sehr gut. Eine ausgelesene SZ ist dafür bestens geeignet. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Viel Erfolg im Wald! 

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktionen aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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