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So hilft Dresden jetzt Künstlern und Gastronomen

Mehr Platz für die Restaurants, Kunst in den Schaufenstern und Geld für einen Festivalsommer - wie Dresden den Weg aus der Krise schaffen will.

Die Stadt hat einige Pläne, um Gastronomen, Künstler und Touristikbetriebe im Corona-Sommer zu unterstützen.
Die Stadt hat einige Pläne, um Gastronomen, Künstler und Touristikbetriebe im Corona-Sommer zu unterstützen. © Ronald Bonß (Symbolbild)

Dresden. Die Stadt hat einige Pläne, um Gastronomen, Künstler und Touristikbetriebe im Corona-Sommer zu unterstützen. Wie das genau aussehen soll:

Erstens: Mehr Platz für Restaurants

Nicht immer reichen die Plätze aus, die Restaurants ihren Besuchern im Außenbereich zur Verfügung stellen. Das soll sich nun ändern. Bis Oktober kriegen die Gastronomen mehr Platz, heißt es in dem Stadtratsbeschluss vom Donnerstag. Gehwege, Plätze und PKW-Stellplätze dürfen mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden. Die Initiative war von Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Piraten) ausgegangen. Er fordert, den Restaurants im Sommer auch die "Beinfreiheit" zu geben, die sie benötigen, um durch die Krise zu kommen.

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Zweitens: Festivalsommer soll Touristen anlocken

Die Stadt plant einen großen Festivalsommer, um nicht nur die Dresdner wieder nach draußen zu locken, sondern Touristen aus anderen Regionen anzuziehen. Mit einem Budget von 345.000 Euro sollen Open-Air-Veranstaltungen unterstützt werden. Anträge auf Förderung von Großveranstaltungen, die im Sommer stattfinden, können bis Freitag, den 25. Juni eingereicht werden.

Drittens: Schaufenster-Aktion in der Innenstadt

Mit der Kampagne "Schaufenster Kunst & Kultur" werden im Rahmen des Dresdner Kultursommers leerstehende Ladenflächen durch Kreative neu bespielt. Die Schaufensteraktion soll gleich zwei Probleme auf einmal lösen: Die Innenstadt attraktiver machen sowie die Kunstszene retten. Demnach sollen lokale Künstler ihre Ideen und Werke in einem leerstehenden Laden präsentieren. Dafür können sich die Kulturschaffenden bei der Stadt bewerben. Eine Jury wird die Projekte auswählen und mit einem Budget von 110.000 Euro finanzieren.

Viertens: Crowdfunding-Kampagne "Kunst trotz Corona"

Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine Spendenkampagne unter dem Namen "Kunst trotzt Corona" gestartet, um der Kulturszene zu helfen. Die eingesetzte Fördersumme im vergangenen Jahr wurde durch private Crowdfunding-Gelder annähernd verdreifacht. Auch dieses Jahr werden 40.000 Euro in den Fond gesteckt.

Fünftens: Unternehmen helfen Unternehmen

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