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Demo für mehr Geld in der Corona-Zeit

In Striesen demonstrierten Dresdner an diesem Sonntag gegen den Haushaltsentwurf der Stadt. Sie fühlen sich im Stich gelassen.

Auf der Löscherstraße demonstrieren einige Dutzend Dresdner. Sie fordern mehr Geld für die Jugendarbeit.
Auf der Löscherstraße demonstrieren einige Dutzend Dresdner. Sie fordern mehr Geld für die Jugendarbeit. © SZ/Christoph Springer

Dresden. Sie wollen mehr Geld und gingen dafür am Nikolaustag auf die Straße. In Striesen an der Ecke Augsburger Straße/Löscherstraße demonstrierten an diesem Sonntag Dresdner, weil ihnen die finanzielle Ausstattung der Jugendarbeit durch die Stadt nicht ausreicht. Hinter der Aktion steht eine Initiative mit dem Namen "Nicht auf unseren Schultern".

Die Organisatoren der Demonstration finden, für die Jugendarbeit werde in der Corona-Zeit mehr Geld benötigt. Deshalb kritisieren sie den Haushaltsvorschlag der Stadt für 2021. Es sei geplant, die Mittel für die Jugendarbeit nicht etwa zu erhöhen, sondern weiter zu kürzen, haben sie dem Entwurf entnommen. "Wir wollen das nicht akzeptieren", stellen sie fest, "in dieser Krise brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Gelder für soziale Projekte".

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Für die Demonstration haben sie die Straßenecke in Striesen ausgewählt, weil sich nur wenige Hausnummern entfernt früher das "Kinder- und Jugendhaus A19" befand. Das ehemaligen Jugendzentrum stehe seit vielen Jahren leer und sei deshalb ein Symbol dafür, wie der Staat die Jugend- und Sozialarbeit "seit Jahren im Stich lässt", heißt es in dem Demoaufruf.

Dieses geschlossene Jugendhaus Augsburger Straße 28 ist der Grund für die Wahl des Demo-Ortes.
Dieses geschlossene Jugendhaus Augsburger Straße 28 ist der Grund für die Wahl des Demo-Ortes. © SZ/Christoph Springer

Der Haushalt der Landeshauptstadt für die Jahre 2020 und 2021 soll im Stadtrat in diesem Monat beschlossen werden. Laut Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) muss wegen der Corona-Krise überall gespart werden. Bei der Jugendarbeit gebe es "leichte Abstriche", erklärte der OB in einem SZ-Interview. (SZ/csp)

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