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Dresden

Dresdner leblos aus See in Bayern geborgen

Badegäste entdecken im Walchensee einen leblosen Senior. Für den Dresdner kommt aber jede Hilfe zu spät.

Blick auf den Walchensee in Bayern.
Blick auf den Walchensee in Bayern. © Angelika Warmuth/dpa

Kochel am See. Ein 77 Jahre alter Mann aus Dresden ist am Dienstag leblos aus dem Walchensee in Bayern geborgen worden. Die vor Ort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben, teilte die Polizei mit.

Der tödliche Unfall ereignete sich gegen 14 Uhr. „Um diese Uhrzeit wurde die Integrierte Leitstelle darüber informiert, dass ein lebloser Mann durch Badegäste aus dem Walchensee gezogen wurde“, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd laut eines Berichts von Merkur.de mit. Zuvor sei ein Gast des dortigen Campingplatzes auf ein leeres Schlauchboot aufmerksam geworden, das auf dem See trieb.

Neben dem Boot habe sich ein Mann im Wasser befunden, mit dem Gesicht nach unten. „Am Anfang hat der Gast wohl noch kurz überlegt, ob die Person mit einer Taucherbrille etwas sucht“, schilderte Alois Grünwald von der Walchenseer Wasserwacht gegenüber Merkur.de. Dann aber sei der Helfer zu dem leblosen Mann geschwommen und habe ihn an Land gebracht. „Mit einem weiteren Gast am Campingplatz hat er mit der Reanimation begonnen“, so Grünwald weiter.

Auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Wasserwacht setzte die Wiederbelebungsmaßnahmen danach weitere 45 Minuten lang fort, allerdings erfolglos. „Man tut in solchen Moment immer sein Bestes. Aber das sind Einsätze, die einen schon mitnehmen“, zitiert Merkur.de Alois Grünwald von der Wasserwacht. Dieser habe großen Respekt vor den Ersthelfern: „Hut ab vor demjenigen, der den Mann aus dem Wasser gezogen hat.“ Im Einsatz waren neben der Wasserwacht Walchensee auch ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes, die Polizei sowie ein Rettungshubschrauber.

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Die weiteren Untersuchungen zur Klärung der Todesumstände des 77-jährigen Dresdners übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen den Ermittlern bislang nicht vor. (SZ, dpa)

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