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Dresden bekommt einen Fernbusterminal

Nach langer Suche ist ein Investor für den Fernbusbahnhof am Dresdner Hauptbahnhof gefunden, der auch ein Fahrradparkhaus errichtet. Was er plant.

So soll der neue Komplex am Wiener Platz laut einer Machbarkeitsstudie von 2018 aussehen.
So soll der neue Komplex am Wiener Platz laut einer Machbarkeitsstudie von 2018 aussehen. © Visualisierung: Knerer und Lang/Landeshauptstadt D

Dresden. Seit 1994 plant Dresden einen Fernbusterminal am Hauptbahnhof. Später kam die Idee eines Fahrradparkhauses dazu. Nun gibt es einen Investor, der alles betreibt und noch mehr bauen will.

Es war eine der letzten Amtshandlungen, bevor der damalige Dresdner Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) im Herbst 2020 seine Amtszeit vorzeitig beendete und nach Heidelberg ging. In seinem Abschieds-Interview mit der SZ verkündete er, dass der Vertrag für den neuen Fernbusbahnhof kurz vor dem Abschluss sei.

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Nun ist es vollbracht und Nachfolger Stephan Kühn (ebenfalls Grüne) kann verkünden, dass ein neuer Komplex in Richtung Budapester Brücke entsteht.

Gebäudeensemble mit Fernbusterminal, Fahrradparkhaus und Büros

Der Fernbusverkehr soll in Dresden einen zentralen Anlaufpunkt mitten in der Innenstadt erhalten. Gebaut wird dieser von der Leipziger "S&G Development". Die hat bereits einen Fernbusterminal mit Parkhaus in Leipzig für rund 17 Millionen Euro errichtet oder auch den Leipziger Felsenkeller saniert und zum Ballhaus mit Supermarkt für rund sechs Millionen Euro umgebaut.

In Dresden will das Unternehmen laut eigenem Bekunden bis 2025 am Hauptbahnhof ein modernes Gebäudeensemble mit Fernbusterminal, Fahrradparkhaus und innovativer Büronutzung errichten. S&G sprechen von einem "multimodalen Mobilitätshub". Dieser soll durch einen "ansprechenden Bauwerkkomplex" die häufig kritisierte Situation der Fernbushaltestellen an der Bayrischen Straße beenden.

Ziel sei ein "umsteigefreundlicher Anschluss" des Fernbusangebotes an den sonstigen Regional- und Fernverkehr, die Dresdner Verkehrsbetriebe und das Radwegnetz. Den Entwurf für das Großprojekt an der Westseite des Wiener Platzes hat das Dresdner Architekturbüro Knerer und Lang entwickelt.

Die rund 4.800 Quadratmeter Fläche, auf denen die Bauten vorgesehen sind, muss das Unternehmen von der Stadt kaufen und das Fahrradparkhaus auch betreiben. Als Mindestgebot verlangte die Stadt in ihrer Suche nach einem Investor eine Million Euro.

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Nähere Details, was genau gebaut wird und wie viel G&S investieren wollen, soll es in der kommenden Woche geben.

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