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Dresden

Dresden bekommt Geld für Stadionumbau

Bauschutt und vielleicht sogar Müll müssen entsorgt werden. Sie wurden für den Bau von Wällen im Steyer-Stadion verwendet.

Das Heinz-Steyer-Stadion soll zu einer modernen Sport- und Veranstaltungsarena werden. Dafür bekommt Dresden Fördergeld.
Das Heinz-Steyer-Stadion soll zu einer modernen Sport- und Veranstaltungsarena werden. Dafür bekommt Dresden Fördergeld. ©  Archiv/René Meinig

Dresden. Bauschutt muss weg, sogar Müll könnte vergraben sein. Alles das kann nicht wiederverwendet und muss fachgerecht entsorgt werden. Für diese Arbeiten bekommt Dresden jetzt Geld von der Landesdirektion Sachsen (LD Sachsen). Knapp 770.000 Euro hat die Landesdirektion der Stadt dafür zugesagt.

Es wird ausgegeben für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions zu einer multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsstätte. "Das Stadion im Sportpark Ostra ist derzeit in einem baulich schlechten Zustand und kann deshalb nur eingeschränkt genutzt werden", sagt Regina Kraushaar, Präsidentin der LD Sachsen. Das Geld, das jetzt bewilligt worden ist, kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet rund um die Sportstätte im Zuge der Beräumung der Dresdner Innenstadt mit Trümmerschutt aufgeschüttet, erklären die Verantwortlichen der Landesdirektion. Dort wurden vor allem Bauschutt, Straßenaufbruch, Siedlungsabfälle und zum Teil sogar Hausmüll abgelagert. Derartige Materialien seien später auch zur Aufhöhung der Stadionwälle verwendet. Der während der Erdarbeiten an der Tribüne und an den Kurven entstehende Bodenaushub sie auf Grund der Schadstoffgehalte daher teilweise für einen Wiedereinbau auf dem Areal nicht geeignet und müsse fachgerecht entsorgt werden.

Die Gesamtkosten für die Entsorgung des nicht wiederverwendbaren Bodenaushubs sind laut der Behörde mit rund 960.000 Euro angesetzt. Im Rahmen einer Förderrichtlinie für die "Inwertsetzung von belasteten Flächen" werden für 80 Prozent dieser Kosten Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt. Die verbleibenden 20 Prozent bezahlt die Landeshauptstadt Dresden.

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