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Busspur gegen Stauchaos auf Bautzner Straße

Die CDU in Dresden wollte einen Eilantrag für eine temporäre Busspur einbringen, was nicht gelang. Jetzt handelt der Oberbürgermeister von sich aus.

Der Stau rund um die Mordgrundbrücke ist lang. Die CDU hatte jetzt die Idee, eine temporäre Busspur einzurichten.
Der Stau rund um die Mordgrundbrücke ist lang. Die CDU hatte jetzt die Idee, eine temporäre Busspur einzurichten. © Christian Juppe

Dresden. Jeden Morgen und späteren Nachmittag bietet sich wochentags das gleiche Bild: Stau auf der Bautzner Straße und Landstraße. Die Arbeiten der Drewag in Höhe der Mordgrundbrücke sowie der Gleisbau der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) führen zu langen Wartezeiten für Autofahrer, aber auch die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Die Ersatzbusse der Linie 11 kommen deshalb selten pünktlich am Waldschlösschen an, was zu längeren Wartezeiten führt. 

Um diese Situation zu entschärfen, hatte die CDU-Fraktion zur Stadtratssitzung am  Donnerstag einen Eilantrag eingereicht, mit dem der Oberbürgermeister beauftragt werden sollte, zu prüfen, ob zur Beschleunigung des Ersatzverkehrs auf der Bautzner Straße/Bautzner Landstraße eine temporäre Busspur zwischen Waldschlösschen und Ullersdorfer Platz eingerichtet werden kann. Und falls nicht, welche Alternativen zur Minimierung des täglichen Staus möglich wären. Doch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat den Antrag formal als nicht eilbedürftig abgewiesen.

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Schnelle Lösungen gefordert

Gleichzeitig informierte Hilbert den Stadtrat jedoch darüber, dass er den Antrag zum Anlass genommen hat, die geforderte Prüfung von sich aus zu beauftragen.
Anke Wagner, Initiatorin des Antrags, freut sich über diese Entscheidung: 

"Ich danke dem Oberbürgermeister, dass er die Dringlichkeit und die Dimension dieses Problems erkennt und Bereitschaft zeigt, über mögliche Lösungen zumindest nachzudenken", sagt die CDU-Stadträtin. Jede Verbesserung werde all diejenigen freuen, die morgens stadteinwärts per Pkw oder Bus im Stau stehen, sich über nicht berechenbare ÖPNV-Ankunfts- und Abfahrtszeiten ärgern, am Wochenende stadtauswärts im Ersatzverkehr mehr als eine halbe Stunde vom Waldschlösschen zum Weißen Hirsch brauchen oder per Rad versuchen, sich irgendwie sicher durchzuschlängeln. "Ich hoffe, dass die städtischen Verkehrs- und Planungsexperten gemeinsam mit den DVB jetzt möglichst schnell zu Lösungsvorschlägen kommen!"

Zum Hintergrund: Die Baustelle der DVB an der Wilhelminenstraße dauert noch bis November kommenden Jahres. Und auch im Auftrag der Drewag wird noch bis zum Frühjahr 2021 gebaut. Staus sind also über viele Monate zu erwarten. 

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