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Dresdner Carolabrücke im Juni komplett frei

Die Sanierung des ersten Brückenzuges ist zwar weit fortgeschritten, trotzdem stehen noch einige Arbeiten an.

Das nächste Stück an der Randbegrenzung der Carolabrücke wurde am Mittwoch betoniert. Diese sogenannte Kappe soll noch diesen Monat fertig werden.
Das nächste Stück an der Randbegrenzung der Carolabrücke wurde am Mittwoch betoniert. Diese sogenannte Kappe soll noch diesen Monat fertig werden. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Trotz des erneuten Wintereinbruchs bemühen sich die Bauleute von Hentschke Bau auf der Carolabrücke um Geschwindigkeit. Das ist nötig, um am elbaufwärts liegenden Brückenzug voran zu kommen. Denn nach wie vor ist es das Ziel, dass dieser im Juni wieder für den Verkehr freigegeben wird, teilt das Straßenbauamt mit. Weit fortgeschritten ist die derzeitige Bauphase. Dabei wird die Begrenzung neben der Fahrbahn in Richtung des benachbarten Brückenzuges, die sogenannte Stahlbetonkappe, neu gebaut.

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Zuerst hatten die Bauleute dort eine Epoxidharzschicht und zwei Bitumen-Schweißbahnen aufgebracht. Dabei hatten sie im Winter zeitweise unter einem gewaltigen Zelt gearbeitet, um den Bau nicht zu lange unterbrechen zu müssen. Das erste, etwa 125 Meter lange Drittel der Kappe war im März betoniert worden. Am Dienstag wurde der nächste Abschnitt betoniert. Damit ist die knappe Hälfte der insgesamt 400 Meter langen Brücke geschafft. Noch in diesem Monat soll die gesamte Kappe fertig werden, erklärt das Straßenbauamt. Das ist auch nötig, um den Zeitplan zu halten.

Die Arbeiten auf der Carolabrücke sind weit fortgeschritten. Im Juni soll der Verkehr wieder darüber fahren.
Die Arbeiten auf der Carolabrücke sind weit fortgeschritten. Im Juni soll der Verkehr wieder darüber fahren. © René Meinig

Danach kommt die Straße an die Reihe. Zuerst wird die Fahrbahndichtung hergestellt, auf die die Straßenbauer zwei neue Asphaltschichten aufbringen. Geplant ist, dass Ende Mai der Deckenfertiger anrollt und frischen Asphalt aufbringt, sodass ab Juni wieder Autos über den Brückenzug rollen können.

Der neue Geh- und Radweg wurde bereits im November vergangenen Jahres freigegeben. Er bietet für Passanten wesentlich bessere Bedingungen, da von 3,6 auf 4,25 Meter verbreitert wurde. Möglich war das, da erstmals beim Großbrückenbau leichterer Carbon- beziehungsweise Basaltbeton eingesetzt wird. Damit beschreitet die Stadt gemeinsam mit dem Institut für Massivbau der TU Dresden neue Wege. Über den eingehobenen Fertigteilen des Fußwegs ist zuerst eine Lage Stahlbewehrung eingebaut worden. Auf der Neustädter Seite haben die Brückenbauer Basaltmatten verlegt.

Das ist der betonierte Streifen der Kappe neben der Straße.
Das ist der betonierte Streifen der Kappe neben der Straße. © SZ/Peter Hilbert

Die Basaltstäbe sind von einer geriffelten Epoxidharzhülle umschlossen, damit sie im Beton gut halten. Das leichtere und flexiblere Material ist umfassend getestet und zugelassen worden. Es rostet nicht und ist gegen Streusalze resistent. Zwar ist das Material teurer als Stahl. Doch es ist deutlich fester, sodass weniger Beton für die insgesamt nur zehn Zentimeter starke Platte benötigt wird. Auf der Altstädter Brückenhälfte wurden Carbonmatten eingebaut.

Nur beim letzten Fußweg-Abschnitt am Altstädter Brückenende wird keine Lage von Stahlmatten verwendet, sondern ausschließlich Basaltbewehrung, erklärt das Straßenbauamt. So kann getestet werden, wie gut der Fußweg hält, wenn nur dieses neuartige Material eingebaut wird.

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Die Sanierung der Carolabrücke ist dringend nötig. Schließlich gibt es an der 1971 fertiggestellten Spannbetonbrücke erhebliche Schäden. Geplant ist, 2022 den mittleren Brückenzug zu sanieren. Die Stadt hofft dafür auf Fördermittel. Bei der jetzigen Sanierung, die im November 2019 begann, hatte das nicht geklappt. Da der Zuschuss vom Freistaat nicht bestätigt wurden, muss die Stadt die 5,5 Millionen Euro teure Sanierung komplett selbst bezahlen. Noch unklar ist, wann der dritte, elbabwärts liegende Teil der Carolabrücke mit der Straßenbahntrasse saniert wird.

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