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Weniger Busse und Bahnen in Dresden unterwegs

Die Verkehrsbetriebe schränken ihr Angebot wegen der Pandemie weiter ein. Warum das aus Sicht der DVB nicht anders geht.

Vier Bahnen pro Stunde und Richtung planen die DVB ab Montag für alle Linien.
Vier Bahnen pro Stunde und Richtung planen die DVB ab Montag für alle Linien. © Archivbild/René Meinig

Dresden. Weniger Busse und Bahnen, kein Sonderverkehr in der Silvesternacht: Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) dampfen ihr Angebot weiter ein. Die geplanten Änderungen greifen ab dem 28. Dezember, dem Montag nach Weihnachten. Die Verantwortlichen des Unternehmens begründen das mit den niedrigeren Fahrgastzahlen im Lockdown. Im Frühjahr, als Dresden schon einmal solche Einschränkungen erlebte, registrierten die DVB zeitweise nur noch 25 Prozent der üblichen Fahrgäste. Anfang Dezember waren es 60 Prozent. Zu dieser Zeit hatte der jetzt aktuelle harte Lockdown aber noch nicht gegriffen.

"Was für die Bekämpfung der Pandemie gut und richtig ist, führt bei den DVB zu leeren Fahrzeugen", sagt Verkehrsbetriebe-Sprecher Falk Lösch. Viele Dresdner hielten sich an das Gebot des Freistaates und legten nur notwendige Wege zurück. Deshalb seien trotz des bereits geltenden Ferienfahrplans mit den meisten Bussen und Bahnen kaum mehr als eine Handvoll Fahrgäste unterwegs. Der Aufwand ist also zu groß, die Verkehrsbetriebe zahlen drauf. Deshalb wird das Angebot am dem 28. Dezember eingeschränkt.

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Vier Straßenbahnen pro Stunde und Richtung

Und das planen die Verantwortlichen: Auch am Montag nach Weihnachten bleibt es für die Straßenbahnen beim 15-Minuten-Takt, der eigentlich nur an Feiertagen und auf manchen Strecken auch am Wochenende gilt. Das sei eine "ausreichende Grundversorgung", hat die DVB-Spitze entschieden. Alle Straßenbahnlinien fahren dann vier Mal pro Stunde und Richtung ab. Abends wechselt der Takt auf 30 Minuten, nachts wird im Stundentakt weitergefahren.

Die Busse mit den 60er-Nummern und die "75" fahren auf ihren Hauptachsen alle 15 Minuten. Für die Linien 72, 72, 76, 78, 81, 83. 84 und 89 bleibt es beim Vorweihnachtsangebot. Alle anderen Linien fahren ab Montag im Halbstundentakt.

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Für die Elbfähren und die Schwebebahn gilt der Winterfahrplan. Das heißt für die Personenfähren Niederpoyritz-Laubegast und Neustadt-Johannstadt, dass sie werktags ab 6 Uhr und bis 18.30 Uhr im Einsatz sind, an Wochenenden und Feiertagen ab 9.30 Uhr. Zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz holt die Personenfähre zwischen 5.30 Uhr und Mitternacht über, die Autofähre ist derzeit wegen eines technischen Schadens auf der Werft. Die Schwebebahn fährt täglich ab 9.30 Uhr und bis 20 Uhr. Die Standseilbahn ist noch bis Ende Februar wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. Sie wird durch Kleinbusse ersetzt.

Kein Zusatzverkehr in der Silvesternacht

In der Silvesternacht sind in diesem Jahr keine Verstärkungsfahrten geplant. Die Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe gehen davon aus, dass wegen der Corona-Regeln nur so viele Menschen unterwegs sind, dass das normale Sonnabendangebot ausreicht. Die kurze Betriebspause um Mitternacht, die stets eingelegt wurde, um den Gefahren durch das Silvesterfeuerwerk zu entgehen, entfällt in diesem Jahr. Der Grund: Feuerwerk ist nicht erlaubt. Die Elbfähren und die Schwebebahn fahren entsprechend dem Winterfahrplan, also wie bereits geschrieben maximal bis Mitternacht.

Alle diese Fahrplanregeln gelten auch ab Neujahr. Änderungen soll es erst dann wieder geben, wenn die Einschränkungen des öffentlichen Lebens ganz oder teilweise aufgehoben werden, teilen die DVB mit. Die Straßenbahnen halten ab dem 4. Januar vorübergehend nicht mehr an der Station "Mügelner Straße" in Reick, dort sei zu wenig Betrieb dafür, so die Verkehrsbetriebe weiter. Wegen Bauarbeiten können die Busse der Linie 75 außerdem nicht an der Haltestelle "Rohrbahn" in Höhe des Pumpspeicherwerks Niederwartha stoppen.

Das Wichtigste zum Coronavirus in Dresden:

Weitere Infos zum Fahrplan und den Haltestellen gibt es im Internet unter www.dvb.de. Die Servicepunkte, zum Beispiel am Postplatz und am Albertplatz, bleiben vorübergehend geschlossen. Fragen beantworten die DVB auch am Telefon unter der Rufnummer 0351 857 1011.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

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