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Preisgünstige Wärme für Dresdner Norden

Dank einer neuen Fernwärmeleitung können auch neue Wohngebiete ökologisch sinnvoll beheizt werden.

In diesem Senkkasten an der Marienbrücke wurden die Teile für den Tunnel ins Erdreich transportiert.
In diesem Senkkasten an der Marienbrücke wurden die Teile für den Tunnel ins Erdreich transportiert. © René Meinig

Dresden. Viele Monate wurde an ihr gebaut, sogar unter der Elbe, jetzt ist sie in Betrieb: die neue Fernwärmetrasse. Mit ihr will die Drewag weitere Kunden im Dresdner Norden versorgen, darunter die großen Neubauvorhaben in Mickten, wo rund 3.000 Wohnungen entstehen sollen.

So soll auch die Dresdner Luft sauberer werden. Fernwärme gilt als kostengünstiger und ökologischer Energieträger. "Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird die Fernwärme bei der Stromerzeugung mitgewonnen und direkt in die Haushalte transportiert – ein effizienter Weg, um Kohlendioxid einzusparen und die Dekarbonisierung in Sachsen voranzutreiben“, sagt Dr. Frank Brinkmann, Sprecher der Geschäftsführung der Drewag GmbH. Bisher wurden mit etwa 250 interessierten Gebäudeeigentümern Wärmelieferverträge abgeschlossen, sagt die Drewag.

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242 Meter lange Betonröhre läuft unter dem Elbwasser

Das besondere an der neuen Fernwärmeleitung ist, dass sie unter anderem in einem Tunnel unter der Elbe verläuft. Die 242 Meter lange unterirdische Betonröhre befindet sich nahe der Marienbrücke auf Altstädter und der Uferstraße auf der Neustädter Seite. Rechtzeitig vor dem Winter wurde die zweite Elbquerung jetzt fertig.

Mit der neuen Fernwärmetrasse erhöht sich auch die Sicherheit, dass viele Dresdner mit Fernwärme versorgt werden können. Denn der umfangreiche Ausbau des Fernwärmenetzes in den vergangenen Jahren nördlich der Elbe brachte die bisher einzige Elbquerung in der Carola-Brücke an die Kapazitätsgrenze.

Jetzt ist gesichert, dass geplante Neubauten an der Leipziger Straße gut beheizt werden können. Die Hafencity ist bereits weitgehend versorgt, und auch für Marina Garden erfolgten entsprechende Vorabstimmungen, informiert die Drewag.

Mehr als zehn Kilometer an Leitungen verlegt

Bereits im Sommer 2017 hatte die Drewag mit dem Fernwärmeausbau in Pieschen begonnen, insgesamt wurden mehr als zehn Kilometer Leitungen verlegt . Nachdem die Tunnelbohrung im August dieses Jahres abgeschlossen werden konnte, wurde die Ausrüstung durch die Firma Eiffage und ihren Rohrbau-Nachauftragnehmer Mennicke Rohrbau Dresden in kurzer Zeit erledigt.

Das Ziel, damit rund 3.200 Tonnen Kohlendioxid jährlich einzusparen, ist bereits überschritten. So konnte das Heizkraftwerk Mickten auf dem Gelände des Sachsenbades bereits weitgehend außer Betrieb genommen werden.

Sichtbar bleiben nur kleine Öffnungen

Komplett abgeschlossen werden soll das Vorhaben Elbdüker im Frühjahr 2021. Die jetzt noch sichtbaren Stahlbetonwände auf beiden Elbseiten waren für den Hochwasserschutz während der Bauarbeiten nötig, sie werden bald abgerissen. Sichtbar bleiben nur kleine Einstiegsdeckel und die Öffnungen für die Belüftung des Tunnels und Wartungsarbeiten.

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Die Drewag hat dafür rund 45 Millionen Euro investiert, davon kamen fast neun Millionen Euro aus Fördermitteln von der Europäischen Union und der Stadt. Weitere Fördermittel konnten für die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden. (mit SZ/phi)

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