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Was macht ein Bagger auf der Elbe?

Im Dresdner Zentrum ist seit Tagen ein schwimmender Bagger unterwegs. Was er vom Grund der Elbe holt und warum.

Der Schwimmgreifer Meißen arbeitet derzeit in der Elbe vor der Dresdner Carolabrücke.
Der Schwimmgreifer Meißen arbeitet derzeit in der Elbe vor der Dresdner Carolabrücke. © Sven Ellger

Dresden. Vor allem Dampfer bestimmen das Bild am Terrassenufer. Doch schon seit zwei Wochen ist auch der Schwimmgreifer Meißen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden (WSA) zwischen der Augustus- und der Albertbrücke zu sehen. Mit seiner Baggerschaufel arbeitet er daran, dass die Fahrrinne in dem Bereich die nötige Tiefe erhält. „Wir haben die Sicherheit in der rund 50 Meter breiten Schifffahrtsrinne zu gewährleisten“, erklärt Grit Ernst. Das sei das oberste Gebot. Als Leiterin des Außenbezirks Dresden ist sie für den 70 Kilometer langen Elbe-Abschnitt zwischen der tschechischen Grenze und der Niederwarthaer Brücke zuständig.

Die Fahrrinne ist tiefer als der Elbgrund in den anderen Bereichen. Für die Schifffahrt müsse von der Oberkante der Fahrrinne eine zusätzliche Tiefe von 45 bis 49 Zentimetern gesichert werden. So hat sie selbst bei Niedrigwasser noch die nötige durchgängige Tiefe von 1,40 Metern. Und darauf müssten sich die Schiffsbesatzungen verlassen können. Zur Dresdner WSA-Flotte gehören noch der Schlepper Dresden und das Peilschiff Biela. Es leistet die Vorarbeit. Zweimal monatlich erfasst die Biela mit ihrem Peilgerät den Elbgrund. „Der Zustand der Fahrrinne interessiert uns dabei am meisten“, erklärt die WSA-Außenbezirkschefin.

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Dampfschiffe wirbeln Kies auf

Die Schallwellen des Echolots tasten den Elbgrund ab und erfassen alles elektronisch. Die GPS-basierten Dateien bekommen dann die Wasserbauer. Damit weiß der Baggerführer, was zu tun ist. An seinem Monitor sieht er die vorgegebenen Flächen, auf denen Kies abzubaggern ist.

Einmal jährlich wird auch das WSA-Peilschiff Rosslau eingesetzt, das über ein Flächenpeilgerät verfügt. „Damit kann der Elbgrund auf der gesamten Breite erfasst werden“, sagt Grit Ernst.

Die Untiefen entstehen in der Fahrrinne unter anderem wegen wechselnder Strömungen, die den Kies bewegen, erläutert sie. Außerdem fahren am Terrassenufer die großen Motorschiffe der Weißen Flotte, die auch das Wasser aufwirbeln.

Eingebaut wird der ausgebaggerte Kies an zu tiefen Stellen in der Elbe. Das geschieht derzeit vor dem Pieschener Hafen beiderseits der Fahrrinne. Die WSA-Schiffsbesatzung der Meißen hat mit ihrem Schwimmgreifer im Altstädter Abschnitt noch einiges zu tun, um die Untiefen in der Fahrrinne zu beseitigen. Die Außenbezirkschefin rechnet damit, dass dort noch etwa zwei Wochen Kies ausgebaggert werden muss.

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