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Verhaftungen wegen Schwarzarbeit in Dresden

In Dresden, Riesa, Zeithain und Elsterwerda wurden am Dienstag Räume durchsucht. Zwei Geschäftsführer einer Baugesellschaft sitzen nun in Haft.

Ein 27 und ein 50 Jahre alter Serbe wurden festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Sie sollen Arbeiter in vielen Fällen schwarz beschäftigt haben
Ein 27 und ein 50 Jahre alter Serbe wurden festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Sie sollen Arbeiter in vielen Fällen schwarz beschäftigt haben © Symbolbild: Rene Meinig

Dresden. Im Rahmen eines Verfahrens wegen Schwarzarbeit in einer Vielzahl von Fällen sind am Dienstag zwölf Wohn- und Geschäftsräume in Dresden, Riesa, Zeithain und Elsterwerda durchsucht worden. Dabei wurden umfangreiches Beweismaterial, darunter Dokumente, Speichermedien und Mobiltelefone, sowie Bargeld im Wert von rund 55.000 Euro sichergestellt.

Ein 27 und ein 50 Jahre alter Serbe wurden festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Die beiden Männer sitzen nun in Untersuchungshaft. Der jüngere hatte zuvor erfolglos versucht zu fliehen. Gegen die beiden Hauptbeschuldigten wird wegen Schwarzarbeit ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Hauptzollamt Dresden führen ein sogenanntes "Komplexverfahren" im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts gegen die Geschäftsführer einer Dresdner Baugesellschaft. Sie sollen in einer Vielzahl von Fällen Arbeitsentgelte vorenthalten und veruntreut haben. 

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Schaden von rund 1,7 Millionen

Ihnen wird konkret vorgeworfen, seit 1. Januar 2018 Arbeitnehmer beschäftigt und dies in vielen Fällen gar nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen Einzugsstellen der Sozialversicherung gemeldet zu haben. Die fälligen Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung und die Sozialkassenbeiträge wurden nicht gezahlt. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit von einem Schaden von etwa 1,7 Millionen Euro aus.

Auch beschuldigt werden ein 47-jähriger Bosnier und ein 29-jähriger Tscheche. Sie sollen an einem Teil der Taten mitgewirkt haben. 

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. An den Einsätzen waren 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und Spezialkräfte des Zollfahndungsamtes beteiligt. (SZ/dob)

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