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Dresden: Feuerwehr im Unwetter-Einsatz

Bäume sind umgestürzt, Äste abgebrochen, Straßen wurden geflutet. Bis nach Mitternacht hatten die Helfer zu tun.

Mit Blitz, Donner, Sturm und Starkregen entlud sich in der Nacht ein Gewitter über Dresden.
Mit Blitz, Donner, Sturm und Starkregen entlud sich in der Nacht ein Gewitter über Dresden. © René Meinig

Dresden. Die Gewitterfront, die in der Nacht wie vom Wetterdienst angesagt mit Starkregen, Hagel und Sturmböen über die Stadt zog, hat die Feuerwehr stundenlang beschäftigt. Die Männer und Frauen mussten deshalb 44 Mal ausrücken. Bei 22 Einsätzen ging es unmittelbar um Folgen des schweren Gewitters. Zwölfmal mussten umgestürzte Bäume beseitigt werden, in acht Fällen war Wasser in Häuser oder Wohnungen eingedrungen. Eine Straße und eine Brückendurchfahrt wurden überschwemmt.

Auf der Lilienthalstraße in Leuben brachen mehrere Äste von einer Eiche ab und stürzten auf geparkte Autos. Die Fahrzeuge wurden verbeult und zerkratzt, eine Fahrzeugscheibe ging zu Bruch. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und baute Scheinwerfer auf, um sie auszuleuchten. Dann wurden die etwa 15 Zentimeter dicken Äste zersägt und abtransportiert. Es gab keine Verletzten.

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Auf dem Dreyßigplatz in Mickten kippte ein etwa fünf Meter hoher Baum um und landete auf den Schienen der Straßenbahn. Damit die Bahnen wieder ungestört fahren konnten, musste die Feuerwehr den Baum zersägen. Auch in diesem Fall gab es keine Verletzten.

Auf der Langebrücker Straße, die am Rand der Heide entlang führt und Klotzsche mit Langebrück verbindet, hat der Regen die Unterführung unter der Eisenbahnbrücke geflutet. 15 Zentimeter hoch stand dort das Wasser, sagt Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Die Abflüsse waren verstopft. Die Feuerwehrleute öffneten die Schleusen und zogen die Körbe heraus, die dort den Schmutz auffangen. Danach konnte das Wasser abfließen. Kurz vor Mitternacht war die Unterführung wieder befahrbar.

Von einem Hang wurden Steine und Sand auf die Bautzner Straße gespült. Stadteinwärts war die Straße deshalb vorübergehend blockiert. Mit Schaufel und Besen reinigten Feuerwehrleute die Fahrbahn, dann spülten sie noch die Straße frei. Etwa eine Viertelstunde nach Mitternacht rollte der Verkehr wieder.

Außerdem lösten vier automatische Brandmeldeanlagen durch das Unwetter aus. Es handelte sich in allen vier Fällen um Fehlalarme.

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