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Dresden: Neues Ärztehaus für Striesen

Viele Nutzungen hat die Ecke schon gehabt, nun soll die Brache endlich verschwinden.

Es gab nur wenige Änderungswünsche für den Entwurf des Ärztehauses Bärensteiner Straße.
Es gab nur wenige Änderungswünsche für den Entwurf des Ärztehauses Bärensteiner Straße. © Visualisierung: IIG Projekt Neustadt GmbH & Co. KG

Dresden. Erst stand eine Eisdiele dort, dann zog in den runden Flachbau ein Asia-Imbiss ein, der 2012 abbrannte. Seitdem ist der Platz an der Kreuzung von Altenberger, Bärensteiner und Schandauer Straße eine unansehnliche Brache, abgesperrt von Bauzäunen. Dabei ist die Stelle recht prominent gelegen, schräg gegenüber dem Programmkino Ost. Das hat wohl auch Uwe Werwach erkannt, der Geschäftsführer der IIG Projekt Neustadt GmbH & Co. KG. Er will hier ein Ärztehaus errichten, in dem im Dachgeschoss auch gewohnt werden soll. Die Pläne dafür stellte Nadin Hahn vom Büro Mein Markenhaus GmbH nun zum zweiten Mal in der Gestaltungskommission vor.

In der ersten Runde hatten die Architektur-Hüter zahlreiche Anmerkungen, was verbessert werden soll. Darunter die fehlende Orientierung des Neubaus an der umgebenden Bebauung. Die zeigt sich an der Stelle allerdings sehr unterschiedlich mit dem modernen Eckhaus, in dem unter anderem Edeka untergebracht ist, oder Mehrfamilienhäusern aus unterschiedlichen Epochen. "Wir haben allerdings analysiert, dass die meisten Gebäude der Umgebung klar gegliedert sind mit Sockelzone, Putzfassade, stehenden Fensterfronten und Walm- oder Mansarddächern", sagte Hahn. Daran habe man sich nun orientiert.

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Die zuletzt asymmetrische Kopffassade wurde nun in eine symmetrische Form gebracht mit Loggien an den Seiten. Diese sollen später als Wartebereiche genutzt werden können. Zudem wird die Horizontale des Gebäudes mit Gesimsen betont.

So präsentiert sich das Dreieck von Schandauer, Altenberger und Bärensteiner Straße derzeit.
So präsentiert sich das Dreieck von Schandauer, Altenberger und Bärensteiner Straße derzeit. © Marion Doering

Das Ärztehaus soll eine Putzfassade in einem hellen Erdton bekommen, der Sockel soll dunkler abgesetzt werden. Neben verschiedenen Arztpraxen, die in das erste bis dritte Geschoss ziehen sollen, könnte im Erdgeschoss ein Café einziehen. Geplant war eigentlich eine Apotheke, aber davon gibt es bereits drei in unmittelbarer Nähe. Zwei Wohnungen mit Dachterrassen sind für das Dachgeschoss vorgesehen.

An der Bushaltestelle Altenberger Straße wird es einen Vorgartenbereich geben, die Tiefgarageneinfahrt ist an der Bärensteiner Straße geplant. Der Platz an der Kreuzung soll mit Steinplatten gestaltet werden.

Bei den Mitgliedern der Gestaltungskommission kam der überarbeitete Entwurf gut an. "Sie sind einen großen Schritt vorangekommen", bescheinigte der Vorsitzende Jürg Sulzer den Planern. Anregungen kamen noch zu den vielen geplanten Geländern und der Farbgebung. Die könnte sich durchaus den umstehenden Gebäuden in Gelb, Orange, Puder oder Grün orientieren, schlug Mikala Holme Samsoe vor. Darüber und über andere offene Themen will die Planerin jetzt noch einmal mit dem Stadtplanungsamt sprechen, um eine Lösung zu finden.

Investor Werwach steht bereits in den Startlöchern. "Durch Corona verzögert sich bei der Stadt alles noch mehr, wir arbeiten bereits anderthalb Jahre an dem Projekt", sagt er. Nach den Änderungen will er die Planung einreichen und hofft dann, schnell eine Baugenehmigung zu bekommen. Sein Ziel ist es, dass das Ärztehaus Ende 2022 fertiggestellt ist. Er rechnet mit 14 Monaten Bauzeit.

Mieteranfragen gebe es bereits. Die will er noch vor Baubeginn vertraglich regeln. "Denn eine Radiologiepraxis braucht andere Standards für die Decken als ein Frauenarzt", sagt Werwach. Im Erdgeschoss will er sich die Nutzung noch offenhalten, dort wäre auch eine Physiotherapie vorstellbar.

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