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Neues Gewerbegebiet in Dresden am Start

Die Flächen für neue Firmenansiedlungen in der Stadt sind knapp. Doch sowohl im Dresdner Norden als auch im Osten gibt es jetzt neue Möglichkeiten.

An der Reicker Straße in Dresden entsteht bis zur Bahnlinie der Wissenschaftsstandort Südost, in dem sich auch Unternehmen ansiedeln können.
An der Reicker Straße in Dresden entsteht bis zur Bahnlinie der Wissenschaftsstandort Südost, in dem sich auch Unternehmen ansiedeln können. © Christian Juppe

Dresden. Die Landeshauptstadt ist weiterhin attraktiv für Firmen, die sich hier ansiedeln wollen. Vor allem im Norden der Stadt, wo mit Silicon Saxony Europas erfolgreichstes Technologiecluster zu finden ist, gibt es immer wieder neue Interessenten, die Synergien mit den bereits bestehenden Firmen herstellen wollen. Dazu kommt die Nähe zum Flughafen und zur Autobahn, Vorteile für international agierende Unternehmen.

So ist es kein Wunder, dass das Amt für Wirtschaftsförderung genau dort ein neues Gewerbegebiet eröffnet. Es ist rund fünf Hektar groß und befindet sich am Rähnitzsteig. "Die erste Fläche darauf ist gerade verkauft worden.

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Noch dieses Jahr will das Unternehmen aus dem Technologiebereich dort mit dem Bau beginnen", sagt Amtsleiter Robert Franke. Den Firmennamen will er noch nicht verraten, da man im Ansiedlungsprozess zur Verschwiegenheit verpflichtet sei.

Gespräche mit Investoren laufen bereits

Doch nicht nur im Norden schaffen die Wirtschaftsförderer neue Angebote für Investoren. Am Wissenschaftsstandort Südost, der Platz für Wohnen mit Gewerbeansiedlungen und Forschungsgebäuden sowie Erholungsflächen kombinieren soll, gehen die Planungsverfahren voran.

Die erste Fläche an der Reicker Straße wird bereits vermarktet, sagt Franke. "Es gibt bereits Gespräche mit einem Investor." Er rechnet damit, dass bereits zum Jahresende der nächste B-Plan bestätigt wird. Dann könnte die nächste Fläche an der Bahnlinie beworben werden.

Wie teuer die Grundstücke für die Unternehmen werden, hängt von Wertgutachten ab, anhand derer die Kaufpreise ermittelt und die Flächen ausgeschrieben werden. "Im Moment liegen die Quadratmeterpreise zwischen 60 und 100 Euro", erklärt der Amtsleiter. Damit habe man sehr gute Angebote im Vergleich zum privaten Markt.

Corona habe allerdings deutliche Auswirkungen auf die Ansiedlung von neuen Unternehmen. "Alles dauert deutlich länger, weil auch deutlich mehr Unsicherheiten bestehen. Aber ich will jetzt kein düsteres Bild zeichnen, denn es gibt weiterhin eine gute Nachfrage für Gewerbegrundstücke", sagt Franke. Ein Großteil käme wie bisher von hiesigen mittelständischen Unternehmen.

Konkurrenz um städtische Grundstücke

Die bestehenden kommunalen Gewerbegebiete seien zu rund 90 Prozent ausgelastet. Am erfolgreichsten ist dabei Coschütz/Gittersee oder Reick, wo es kaum noch freie Flächen gibt. Völlig ausgelastet ist der Technopark an der Heeresbäckerei.

Um auch in den kommenden Jahren Flächen anbieten zu können, müssen die Wirtschaftförderer pro Jahr rund drei Hektar finden und entwickeln. Nicht leicht in einer Stadt, in der es viele Begehrlichkeiten auch von anderen Ämtern und Einrichtungen gibt. Denn auch die städtische Wohnungsgesellschaft WiD braucht Grundstücke. Auch für Kindergärten und Schulen muss Platz sein.

Franke sieht jedoch Potential , so soll es im Süden weitere Möglichkeiten geben, weil es dort Nachfragen gibt. "Eine Gewerbeflächenentwicklung ist ein langer Prozess, der bis zu zehn Jahre dauern kann. Ich mache mir keine Sorgen, dass wir auch künftig neue erschließen. Immerhin leisten die Unternehmen einen großen finanziellen Beitrag zum Haushalt der Stadt", sagt Franke.

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