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Dresden

Dresdner Hotel-Fenster werden zur Galerie

Statt im Museum können Dresdner Kunst jetzt coronakonform von der Straße aus erleben. Das Parkhotel zeigt Werke von A.R. Penck.

Parkhotel-Geschäftsführerin Mandy Hewald zeigt die neue Fenster-Galerie im Parkhotel.
Parkhotel-Geschäftsführerin Mandy Hewald zeigt die neue Fenster-Galerie im Parkhotel. © Marion Doering

Dresden. Es ist eine Win-win-Situation. Galeristin Margareta Friesen muss seit Monaten ihre Galerie geschlossen halten. Niemand hat die Gelegenheit sich bei Kunstausstellungen in ihrem Haus zu erholen oder sich an der Kunst zu erfreuen. Dagegen wollte Mandy Hewald, die Geschäftsführerin vom Parkhotel, schon lange ein künstlerische Projekt im Veranstaltungshaus starten.

Beide Interessen haben nun zur Fenster-Galerie geführt. Die große Fensterfront zur Bautzner Landstraße wird seit Mittwoch als Ausstellungsfläche genutzt. Zu sehen sind dort ausgewählte Originalgrafiken vom Dresdner Künstler A.R. Penck.

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"Ost-Zonen-Rembrandt" genannt

Er war einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Künstler, der Naivität, Abstraktion und Gestaltungswille als die drei Hauptfaktoren bezeichnete, die seine Kunst bestimmen. Penck, der eigentlich Ralf Winkler hieß, wurde 1980 aus der DDR ausgebürgert und starb 2017 in Zürich. Viele Dresdner kennen seine Bornzeplastik auf dem Dach des Peck-Hotels auf der Ostra-Allee, die im Volksmund auch Pimmelmann genannt wird.

In Anspielung auf seine Zeichnungen im Westen wurde der Dresdner Künstler auch der "Ost-Zonen-Rembrandt" genannt. Er liebte das Experimentieren mit Strichfiguren und suchte nach sogenannten System- und Weltbildern.

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Den gesamten April können Passanten nun die Kunstwerke in den Schaufenstern vom Parkhotel bewundern. Galeristin Friesen sagt, dass sie sofort begeistert von der Idee Mandy Hewalds war, dort auszustellen, und hat ausgewählte Originalgrafiken bereitgestellt. "So kann jetzt ein jeder die tollen Kunstwerke eines berühmten Dresdner Künstlers anschauen."

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