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Petition: Stadion-Zuschuss für Dynamo Dresden

Das Problem ist Mitte Dezember hochgekocht. Jetzt wird eine dauerhafte Lösung für den Verein gefordert. Ein Mann soll sich erklären.

Für das Stadion muss Dynamo Dresden eine hohe Miete zahlen. Um den Zuschuss der Stadt gibt es Streit - und nun eine Petition.
Für das Stadion muss Dynamo Dresden eine hohe Miete zahlen. Um den Zuschuss der Stadt gibt es Streit - und nun eine Petition. © dpa/Robert Michael

Dresden. Es geht um rund 1,5 Millionen Euro, die Dresden der SG Dynamo Dresden seit Jahren jährlich zusätzlich zuschießt, damit der Verein eine konkurrenzfähige Miete für das Rudolf-Harbig-Stadion zahlen kann.

Für 2021 wurde diese Summe zunächst gestrichen. Politiker fanden dann doch noch eine Lösung. Dieses Hin und Her soll nun aufhören, fordern die Einreicher der Petition.

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"Weiterer Tiefschlag für Dynamo"

Angeführt werden die Initiatoren von dem ehemaligen Präsidiums-Mitglied bei Dynamo Dresden Michael Walter. Sie finden klare Worte in Richtung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und die Dresdner Stadträte.

"Mit Überraschung und Empörung haben wir, Bürger und Freunde der Landeshauptstadt Dresden und langjährige Anhänger der SG Dynamo Dresden, die Debatte in der Öffentlichkeit und im Stadtrat vom 17. Dezember 2020 über den bislang zur Verfügung gestellten Zuschuss der Landeshauptstadt Dresden zur Stadionmiete verfolgt", heißt es darin.

Es sei ein "weiterer Tiefschlag für Dynamo", nachdem der Stadtrat kurz zuvor einen Zuschuss von einer Million Euro für das neue Trainingszentrum abgelehnt hat. Für das Projekt waren die Baukosten gestiegen und die Stadt hatte eigentlich eine Beteiligung zugesagt.

Die jetzige Ablehnung sei "ausgelöst von einer Mehrheit der Stadträte und ursächlich verantwortet durch Herrn Bürgermeister Dr. Lames (SPD)". Dabei ginge es lediglich um die Fortsetzung einer seit Jahren geltenden Regelung. "Das haben wir mit Enttäuschung, ja mit einer gehörigen Portion Wut zur Kenntnis nehmen müssen", so Walter.

"Perfide Attacke auf Dynamo"

Der Beschluss von 2014 habe eine bis dato jährlich wiederkehrende, "quälende Debatte" über die Zuschüsse zum Betrieb des städtischen Stadions beendet. In diesem Beschluss wurde der Zuschuss zwar generell geregelt.

Der konkrete Vertrag darüber läuft aber immer nur befristet und muss neu verhandelt und unterschrieben werden. Das ist in diesem Jahr sowohl von der Stadt als auch von der Dynamo-Führung zunächst nicht erfolgt.

Die Petenten führen aber an, dass dieser Zuschuss bisher bewirkte, dass Dynamo Dresden weniger "Wettbewerbsnachteile" zu anderen Vereinen habe und nur so die "sportliche Aufwärtsentwicklung", die zur "wirtschaftlichen Gesundung" geführt habe, möglich war.

"Diese Erfolge werden durch das Vorgehen des Sportbürgermeisters und den Beschluss der Ratsmehrheit nun in Frage gestellt. Insbesondere der Zeitpunkt dieser Attacke auf die SG Dynamo Dresden ist perfide." Denn das Eigenkapital des Vereins sei größtenteils wegen der Auswirkungen der Corona-Krise und des Abstiegs aufgebraucht. Nun sei ein "Vertrauensverlust" gegenüber den Vertretern der Stadt und den gewählten Stadträten eingetreten.

Das fordern die Petenten

Die Einreicher fordern von OB Hilbert, dass er im Januar eine Vorlage vorlegt, die den Zuschuss zur Miete wie seit 2014 geregelt festschreibt - ohne zeitliche Befristung. Dieser sollen dann alle Fraktionen zustimmen.

Außerdem soll sich der für Sport zuständige Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) bei der nächsten Mitgliederversammlung der SG Dynamo Dresden einer Diskussion zu dem Thema stellen.

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Die Petition hatte Dienstagmittag bereits mehr als 2.200 Mitzeichnungen. Sobald die Zeit zum Sammeln von Unterschriften abgelaufen ist, wird sie dem Petitionsausschuss des Stadtrates vorgelegt. Die Stadträte entscheiden dann, wie damit weiter verfahren wird.

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