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Dresdens verschärfte Corona-Regeln

Am dritten Tag in Folge hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag die Grenze von 100 Neuinfektionen überschritten. Welche Folgen das nun für die Dresdner hat.

Die Altmarktgalerie hatte vor einigen Wochen mit roter Beleuchtung auf die prekäre Situation der Händler hingewiesen. Nun will Oberbürgermeister Dirk Hilbert diese schützen.
Die Altmarktgalerie hatte vor einigen Wochen mit roter Beleuchtung auf die prekäre Situation der Händler hingewiesen. Nun will Oberbürgermeister Dirk Hilbert diese schützen. ©  Archiv: Rene Meinig

Dresden. Die Landeshauptstadt muss handeln. Am Samstag ist zum dritten Mal in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten worden. Damit greifen nach den Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ab Dienstag, 30. März 2021, erste Verschärfungen.

So gelten wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen. Zusammenkünfte sind nur von den Angehörigen eines Hausstandes und einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Kinder unter 15 Jahren werden dabei nicht berücksichtigt.

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Auch Ausgangsbeschränkungen sind vorgesehen. Das Verlassen der eigenen Unterkunft ist nur aus einem triftigen Grund erlaubt. Dazu zählen beispielsweise der Gang zur Arbeit oder Schule genauso wie Versorgungsgänge.

Ab Dienstag greift auch ein Alkoholverbot laut einer am Samstag veröffentlichten, städtischen Allgemeinverfügung. Neben einem definierten Bereich in der Innenstadt gilt dieses stadtweit beispielsweise auch für Parks und Gärten, Haltestellen, Parkplätze oder vor gastronomischen Einrichtungen, teilt die Stadt in einer Presseinformation mit.

Lockerungen für Handel: Kabinettsbeschluss abwarten

Mit Blick auf die aktuellen Neuerungen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung hebt die Landeshauptstadt Dresden die seit dem 8. März bzw. 15. März 2021 geltenden Öffnungen noch nicht auf.

"Ab dem 1. April 2021 wird in Sachsen eine neue Corona-Schutz-Verordnung gelten. Dem Konsens von Bund und Ländern folgend, sollen die Öffnungen voraussichtlich nicht mehr starr an Inzidenzen gebunden sein", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). "Die aktuelle Regelung führt aber dazu, dass wir am kommenden Dienstag alles schließen müssten, um es dann laut dem vorliegenden Entwurf der neuen Verordnung, ab dem 6. April wieder unabhängig der Inzidenz öffnen zu können."

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Dies würde insbesondere den Handel treffen, der sehr verantwortungsbewusst Click & Meet eingeführt habe, sagt Hilbert. Eine Schließung für wenige Tage sei weder pragmatisch noch erklärbar, sondern mit übertrieben Härten und Kosten verbunden.

"Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, die seit dem 8. März greifenden Lockerungen zunächst nicht zu widerrufen und stattdessen den Kabinettsbeschluss zur neuen Verordnung abzuwarten. Sollte uns die Möglichkeit eingeräumt werden, halten wir gegenwärtig bestehende Angebote und Geschäfte weiterhin offen."

Unter der Prämisse, dass die Einrichtungen ab dem 6. April nicht nur ein Hygiene-, sondern auch ein Testkonzept umsetzen müssen, ist das in Hilberts Augen ein vertretbarer Schritt. "Sollte die neue Corona-Schutz-Verordnung keine entsprechende Regelung enthalten, werden wir sofort handeln."

Wird die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Dresden an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, treten die verschärften Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen automatisch sowie das Alkoholverbot per Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt am übernächsten Werktag in Folge wieder außer Kraft.

Weitere Informationen: www.dresden.de/corona

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