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Dresdner erkunden die Stadtforum-Baustelle

Am Ferdinandplatz entsteht das neue Verwaltungszentrum. Die Baustelle konnte nun zum ersten Mal begangen werden - inklusive virtuellem Rundgang im fertigen Bau. Das nutzte beispielsweise Gloria Ziller.

Von Andreas Weller
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Gloria Ziller hat sich extra Zeit genommen, um sich die Baustelle des neuen Verwaltungszentrums und virtuell den Neubau anzuschauen - sie war begeistert.
Gloria Ziller hat sich extra Zeit genommen, um sich die Baustelle des neuen Verwaltungszentrums und virtuell den Neubau anzuschauen - sie war begeistert. © Christian Juppe

Dresden. Schon mal durch die Büros und anderen Räume der Dresdner Stadtverwaltung laufen. Diese sind selbstverständlich noch nicht fertig. Auf dem Ferdinandplatz entsteht derzeit der Rohbau für das neue Verwaltungszentrum.

Aber am Wochenende konnten sich die Dresdner ein Bild von der Baustelle machen und zumindest virtuell durch die künftigen Räume laufen. Das nutzten gut 100 Interessierte. Darunter auch Gloria Ziller. Was sie von dem Bau hält.

Seit Februar werkeln die Experten der Arbeitsgemeinschaft aus Ed. Züblin und Dreßler Bau an dem Neubau. Als sich die Gelegenheit bot, zum ersten Mal auf die Baustelle zu schauen, hat sich Gloria Ziller diesen Tag fest eingeplant, um diese zu nutzen. "Mich interessiert das einfach, ich habe online für diesen Entwurf gestimmt", erzählt die Dresdnerin. Dass sich später auch die Jury dafür entschied, freut die.

Doch bevor es in den Rohbau zur Führung ging, machte Ziller ihren eigenen Rundgang - mittels einer VR-Brille. So konnten die Dresdnerinnen und Dresdner erstmals virtuell sehen und fast erleben, wie es in den künftigen Räumen aussieht. Das bezeichnete sie als "sehr informativ". "Ich finde es total spannend, weil da viel künstliche Intelligenz einzieht."

Die Rundgänge wurden von Christine Spielvogel, der Leiterin der Stabsstelle Stadtforum, geführt, die den Besuchern die Baustelle und die künftige Nutzung erklärte. "Die VR-Brillen werden wir künftig auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellen." Damit auch, diejenigen, die künftig in dem Gebäude arbeiten, sich ein Bild von ihren neuen Arbeitsplätzen machen können. "Das ergänzt die Arbeitslabore an der Kreuzstraße, wo ein Eindruck der künftigen Arbeitsplätze mit acht Quadratmetern pro Person vermittelt wird", so Spielvogel. "Außerdem haben wir einen Arbeitspsychologen, um Bedenken abzubauen."

Immerhin sollen dort rund 1.350 Bedienstete der Dresdner Stadtverwaltung arbeiten. Die Software für die VR-Brillen haben übrigens Studierende der Fachhochschule Dresden entwickelt, die bei Professor Marius Brade Medieninformatik mit Schwerpunkt interaktive Programmierung/Game Entwicklung studieren. Über die Brille erleben die Nutzer auch die Akustik in den Räumen, weil diese sehr unterschiedlich sind. Es wird beispielsweise Bereiche mit klassischen Arbeitsplätzen in Gemeinschaftsbüros geben, Besprechungsräume und auch Telefon-Räume, die akustisch abgeschottet sind. Laut Stadtverwaltung wird der Bau so modern, dass andere deutsche Städte die Entwicklung gespannt verfolgen, um sich etwas abzugucken.

Projekt-Chefin Christine Spielvogel zeigt Besuchern die Baustelle des Stadtforums.
Projekt-Chefin Christine Spielvogel zeigt Besuchern die Baustelle des Stadtforums. © Christian Juppe
Der Rohbau des Stadtforum von außen.
Der Rohbau des Stadtforum von außen. © Christian Juppe
Gloria Ziller geht virtuell durch das neue Verwaltungszentrum.
Gloria Ziller geht virtuell durch das neue Verwaltungszentrum. © Christian Juppe

"Es ist toll, dass wir hier führend sind bei neuen Ideen", sagt Besucherin Ziller. "Der Rundgang und das Erlebnis mit der VR-Brille waren ein wunderbarer Blick in die Zukunft.

Die nächste Gelegenheit, sich den Baufortschritt am Ferdinandplatz auch von innen anzuschauen und virtuell durch fertige Gebäude zu laufen, haben die Dresdner am 17. Juni, zum "offenen Rathaus". Dieser Tag betraf bisher nur das Neue Rathaus am Dr.-Külz-Ring. In diesem Jahr gibt es auch Führungen am Ferdinandplatz.

Der 116 Millionen Euro teure Bau soll im September 2025 fertig und bezogen werden. Dann steht aber nur etwa die Hälfte des ursprünglich geplanten neuen Verwaltungsgebäudes. Auf den anderen Teil wurde zunächst aus Kostengründen verzichtet. Weitere Informationen rund um den Bau des Stadtforums.