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Dresdens Grüne mit neuer Chefin

Nach gut fünf Jahren hört Susanne Krause als Sprecherin der Dresdner Grünen auf. Einer bleibt, eine neue kommt und die Grünen haben noch mehr gewählt.

Henriette Mehn, ist neue Sprecherin der Dresdner Grünen, die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder haben.
Henriette Mehn, ist neue Sprecherin der Dresdner Grünen, die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder haben. © Elenor Breusing

Dresden. Die Dresdner Grünen mussten trotz Corona-Zeiten ihren Parteitag durchführen, weil wichtige Wahlen anstanden.

Am Wochenende trafen sie sich in der Sommerwirtschaft Saloppe. Was die Partei, die bereits mehr als 1.000 Mitglieder in Dresden vereint, entschieden hat.

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Die bisherige Sprecherin Susanne Krause trat nicht erneut an, sie wolle Amt und Mandat trennen. Da sie 2019 in den Stadtrat gewählt wurde, wollte sie nicht mehr Parteichefin sein.

Co-Sprecher Klemens Schneider kandidierte erneut und mit ihm Henriette Mehn.

Klemens Schneider bleibt Chef der Dresdner Grünen, hat nun eine neue Co-Sprecherin an seiner Seite.
Klemens Schneider bleibt Chef der Dresdner Grünen, hat nun eine neue Co-Sprecherin an seiner Seite. © René Meinig

Die 24-jährige Mehn erhielt 94,7 Prozent der Stimmen. Sie ist Volontärin an einer Dresdner Wissenschaftseinrichtung. „Wir wollen zeigen, dass es einen Unterschied macht, wenn Grüne an der Spitze der Stadt stehen, fürs soziale und fürs ökologische Klima", so Mehn mit Blick auf die Oberbürgermeisterwahl 2020. "Deshalb werden wir nach einem erfolgreichen Bundestagswahlkampf die Weichen für einen genauso erfolgreichen OB-Wahlkampf im kommenden Jahr stellen.“

Schneider erhielt 92 Prozent der Stimmen. Der 30-Jährige ist Koordinator in einem Dresdner Sozialprojekt. „Rechtspopulismus und Klimawandel bedrohen unsere Zukunft und Freiheit", so Schneider. "Für mehr Menschen denn je ist klar, dass nur Grüne Politik für uns und unsere Kinder und Enkel die Chance auf ein gutes Leben sichert."

Bundestagskandidaten gewählt

Die Grünen-Mitglieder entschieden zudem, wer für sie als Direktkandidaten in den beiden Dresdner Wahlkreisen zur Bundestagswahl antritt. Im Dresdner Süden (Wahlkreis 159) wurde der 28-jährige Bauingenieur Kassem Taher Saleh mit 91,2 Prozent gewählt.

"Bezahlbarer Wohnraum ist ein Menschenrecht", sagt Taher Saleh. "Als Bauingenieur habe ich den Anspruch, dass Menschen zu fairen Mieten attraktiv, bezahlbar und ökologisch wohnen und leben können. Doch das ist heute leider kaum der Fall." In allen Großstädten würden die Mietpreise "explodieren", auch in Dresden.

Merle Spellerberg und Kassem Taher Saleh sind die beiden Direktkandidaten der Dresdner Grünen für die Bundestagswahl im September.
Merle Spellerberg und Kassem Taher Saleh sind die beiden Direktkandidaten der Dresdner Grünen für die Bundestagswahl im September. © Sven Ellger

Der Wahlkreis 160 umfasst den Dresdner Norden und Teile des Landkreises Bautzen. Dort geht für die Grünen Merle Spellerberg ins Rennen. Die 24-jährige Studentin erhielt 85,2 Prozent der Stimmen. Zu ihren Schwerpunkten erklärte sie: Außen- und Wirtschaftspolitik sowie Feminismus und Antifaschismus.

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„Ich trete auch aus antifaschistischer Überzeugung für den Bundestag an, mit progressiven Inhalten und klarer Kante", sagt Spellerberg. "Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, dass demokratische Teilhabe für alle möglich ist und rechtsextreme Demokratiefeinde konsequent verfolgt werden." In Berlin wolle sie Rahmenbedingungen für Klimaschutz setzen. "Doch den Strukturwandel in der Lausitz und die Veränderungen in Dresdner Unternehmen gestalten wir hier vor Ort“, erklärt Spellerberg.

Beide hatten bereits vor ihrer Wahl erklärt, sie wollen die Direktmandate für die Grünen gewinnen.

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