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Nach Defekt: Dresdner Fähre "Johanna" fährt wieder

Das Schiff war am Sonntag mit Passagieren auf der Elbe liegen geblieben. Jetzt steht der Grund für den Defekt fest.

Die Fähre ankerte nach dem Motorschaden, die Feuerwehr holte die Passagiere ans Ufer.
Die Fähre ankerte nach dem Motorschaden, die Feuerwehr holte die Passagiere ans Ufer. © Roland Halkasch

Dresden, Update 5. Juli, 14.25 Uhr: Die Elbfähre zwischen der Johannstadt und der Neustadt ist seit Montagmittag wieder im Einsatz. Der Schaden, der das Schiff am Sonntag mitten auf dem Fluss mit sechs Passagieren an Bord gestoppt hat, ist repariert. Seit 12 Uhr fährt das Schiff wieder.

Grund für den Ausfall des Fährschiffes am Sonntag war ein schadhaftes Relais, teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit. Dieser Schalter regelt den Stromfluss für die Öffnung eines Kraftstoffsperrventils. Fällt die Stromversorgung aus, schließt das Sperrventil automatisch und der Motor geht aus. Das Relais wurde am Montagmorgen gegen ein kurzfristig beschafftes Ersatzteil getauscht. Die Reparatur erfolgte dabei durch die Mitarbeiter der DVB-Buswerkstatt.

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Das war am Sonntag passiert

Die Fähre "Johanna" ist am Sonntagmittag mit einem Motorschaden ausgefallen. Das Schiff der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) war zu dieser Zeit zwischen der Neustadt und der Johannstadt im Einsatz. Als die Fähre ausfiel, befand sie sich gerade auf der Elbe. Alle Passagiere wurden geborgen und die Fähre danach abgeschleppt.

Um 13.50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Fähre war seit dem Morgen im Einsatz, alles lief wie geplant. Der Fährmann brachte kurz vor 14 Uhr gerade sieben Fahrgäste über die Elbe, als plötzlich der Motor ausfiel. Damit das Schiff nicht abtreibt, warf er den Anker. Die "Johanna" lag dann etwa in der Mitte des Flusses, etwas näher am Johannstädter- als am Neustädter Ufer.

Die Leitstelle der Verkehrsbetriebe alarmierte die Feuerwehr, die in der Johannstadt anrückte und ein Boot zu Wasser ließ. Die Helfer holten damit alle Passagiere ans Ufer, niemand kam zu Schaden. Unterdessen organisierten die DVB Schlepphilfe. Das Schiff wurde an den Neustädter Anleger gezogen. Dort soll es am Montag untersucht werden. Vorübergehend könne ein Ersatzboot an der Fährstelle eingesetzt werden, überlegten die DVB-Verantwortlichen am Sonntagnachmittag. Das könne zum Beispiel die „Elbflorenz“ sein und ab Montagmittag fahren. Das bedeutet, Sonntagnachmittag und Montagvormittag fuhr keine Fähre zwischen der Neustadt und der Johannstadt. Doch der Reserve-Einsatz war nun nicht mehr nötig.

Der Dampferverkehr auf der Elbe ging am Sonntagnachmittag unterdessen weiter, unter anderem fuhr der Dampfer Dresden stromauf an der havarierten „Johanna“ vorbei. (SZ/csp)

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