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Filmnächte: "Noch so ein Jahr stehen wir nicht durch"

Das Wildwest-Drama „Nomadland“ ist der letzte Film im Open-Air-Kino 2021. Ähnlich herausfordernd verlief die Saison für den Veranstalter, was ihm Hoffnung macht.

Die Filmnächte Dresden sind ab Sonntagabend beendet, mit einer durchwachsenen Bilanz.
Die Filmnächte Dresden sind ab Sonntagabend beendet, mit einer durchwachsenen Bilanz. © kairospress

Dresden. Die Corona-Schutz-Vorgaben trüben die Bilanz der diesjährigen Filmnächte am Elbufer mächtig. Dazu kam aber noch ein anderer Negativ-Faktor, beklagt Filmnächte-Geschäftsführer Johannes Vittinghoff.

Doch er hat Pläne für 2022, will vieles nachholen. Wie es mit dem beliebten Open-Air-Kino und der Konzertbühne weitergehen soll.

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"Wir hätten eine bessere Saison als 2020 haben können", ist sich Vittinghoff sicher. "Aber das Wetter war für uns nicht gut, abends war es viel zu kalt." Trotz der angebotenen und gerne genutzten Decken, waren es am Ende mit 65.000 Gesamtbesuchern nochmal rund 1.000 zahlende Gäste weniger als im ersten Corona-Jahr 2020.

Mit Corona umzugehen, habe man gelernt, berichtet der Geschäftsführer. "Am Anfang wussten viele Besucher gar nicht, was die 3G-Regeln bedeuten", also geimpft, genesen oder getestet. So habe er aber 1.500 Gäste hereinlassen können, ohne diese Vorgabe lediglich 1.000. Trotzdem habe er noch kurzer Zeit entschieden, auf die Regel und damit einen Teil an zahlenden Besuchern zu verzichten. "Es war schon kompliziert genug, allen immer zu verdeutlichen, was gerade gilt, ob mit Maske oder ohne und so weiter."

60 Kinoabende, plus 41 Familienfilme, darunter sechs Premieren, erstmals Disney-Klassiker und 15 Veranstaltungen auf der Kulturbühne konnten dem Publikum präsentiert werden. Stars wie Schauspieler Tom Schilling, der Titel-Held aus "Fabian oder der Gang vor die Hunde" waren da.

Die Zahl der Konzerte war dagegen überschaubar. Die Dresdner Philharmonie wollte vier Konzerte geben, zwei davon fielen dem Wetter zum Opfer. Beim einzigen Rockkonzert der Berliner Band Milliarden wurde sogar getanzt.

Die Dresdner seien froh gewesen, dass überhaupt was möglich war, berichtet Vittinghoff. Aber wirtschaftlich sei es schon schwierig, nach Jahren mit 238.000 Zuschauern wie 2019, also vor Corona. "Wir haben wie alle Veranstalter Hilfen bekommen, aber nur mit Kino können wir das nicht tragen. Noch so ein Jahr stehen wir nicht durch."

Aber der Veranstalter blickt positiv in die Zukunft. Künftig soll die Dresdner Philharmonie fester Bestandteil der Filmnächte und 2022 endlich die ausgefallenen Konzerte nachgeholt werden. Dazu gehören Deichkind, die Broilers, Sarah Connor, Seed und Silbermond. "Ich wünsche mir für 2022 freie Fahrt. Stadt, Land und Veranstalter sollen alles ausschöpfen, was möglich ist", so Vittinghoff.

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