merken
PLUS Dresden

Dresdner Polizei warnt Radfahrer

Die Beamten beenden ihre Kontrollaktion des Auto- und Fahrradverkehrs in Dresden. Regelverstöße können auch für Radfahrer teuer werden. Eine Übersicht.

Die Polizei hatte den Radverkehr wie hier an der Marienbrücke zwei Wochen lang besonders im Blick.
Die Polizei hatte den Radverkehr wie hier an der Marienbrücke zwei Wochen lang besonders im Blick. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. Radfahrer fuhren bei Rot, auf der Straße statt auf dem Radweg und wenn schon auf dem Radweg, dann immer wieder auch in die falsche Richtung. Die Polizei hat in den vergangenen zwei Wochen das Miteinander und Gegeneinander von Rad- und Autofahrern in Dresden besonders überwacht.

Am Montag endet die Aktionszeit, die unter der Überschrift "Respekt durch Rücksicht" lief. Dann berichten die Beamten, wie viele Auto- und Radfahrer sie stoppen mussten, wo und wann falsch gefahren oder gar während der Fahrt mit dem Handy telefoniert wurde.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

In den zwei vergangenen Wochen bekamen Radfahrer nicht nur die rote Kelle, sie mussten auch Ordnungsgelder zahlen oder müssen mit Post von der Stadt rechnen. Post gibt es zum Beispiel dann, wenn es um sogenannte Rotlichtverstöße geht. Die wurden von der Polizei per Kamera dokumentiert - für die Bemessung der Strafe musste aber danach noch geprüft werden, wie lange eine Ampel bereits auf Rot stand.

War es weniger als eine Sekunde Rot, handelt es sich um einen sogenannten einfachen Rotlichtverstoß, so die Polizei. Das kostet 60 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Wurde dabei jemand gefährdet, sind 100 Euro und ebenfalls ein Punkt fällig. Kommt es sogar zu einem Unfall oder einer Sachbeschädigung, kostet der Verstoß 120 Euro und einen Punkt.

Viele Rotlichtverstöße an Ecke Könneritzstraße/Ostra-Allee

Bei einem "qualifizierten Rotlichtverstoß" stand die Ampel bereits länger als eine Sekunde auf Rot. Dann muss ein Radfahrer 100 Euro zahlen und bekommt einen Punkt. Ist damit auch eine Gefährdung verbunden, werden es noch 60 Euro mehr. Bei einem Unfall oder einer Sachbeschädigung in einem solchen Fall sind 180 Euro fällig und es wird ein Punkt in die Verkehrssünderdatei eingetragen.

Ohr- oder Kopfhörer sind erlaubt, wie das Radiohören im Auto. Doch wenn die üblichen Verkehrsgeräusche dann nicht mehr gehört werden können, wird es gefährlich, warnt die Polizei. Bekommen Radfahrer also wegen zu lauter Musik oder eines zu lauten Telefonats nicht mehr akustisch mit, was rund um sie passiert, wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig.

Passiert dabei ein Unfall, kann der Radfahrer seinen Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld gegen den Unfallgegner verlieren. Ist er selbst der Unfallverursacher, könnte seine Haftpflichtversicherung versuchen, die Übernahme der Kosten wegen grober Fahrlässigkeit nicht komplett zu übernehmen.

Weiterführende Artikel

Dresden: Rücksicht allein reicht nicht!

Dresden: Rücksicht allein reicht nicht!

Die Polizei-Aktion "Respekt durch Rücksicht" auf Dresdens Straßen soll den Radverkehr sicherer machen. Warum die Kampagne nicht ausreicht.

Betrügerinnen legen 72-Jährigen rein

Betrügerinnen legen 72-Jährigen rein

Für ein Spielzeug bezahlte ein Pirnaer viel Geld.

Dresdner Radfahrer ignorieren Ampeln

Dresdner Radfahrer ignorieren Ampeln

Die Polizei kontrolliert den Verkehr auf dem Albertplatz und der Fetscherstraße. Die Ergebnisse sind Beleg dafür, dass die Einsätze nötig sind.

Dresdner Radfahrer im Blick der Polizei

Dresdner Radfahrer im Blick der Polizei

An vier Einsatzorten in Dresden wird am Dienstag kontrolliert, wie der Abstand zwischen Autos zu Radfahrern eingehalten wird. Es gibt mehrere Verstöße.

Von Unfällen, die bei den Kontrollen im Rahmen von "Respekt durch Rücksicht" beobachtet wurden, hat die Polizei bisher nicht berichtet. Auch nicht von Radfahrern, die zur Kasse gebeten werden mussten, weil sie im Dunkeln ohne Licht gefahren sind. Das kostet wenigstens 20 Euro. Wovon die Polizei aber bisher berichtet hat, sind unter anderem Rotlichtverstöße von Radfahrern an der Ecke Könneritzstraße/Ostra-Allee. 20 registrierten die Beamten dort, als sie etwa zweieinhalb Stunden den Verkehr kontrollierten.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden