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Dresdner Radfahrer ignorieren Ampeln

Die Polizei kontrolliert den Verkehr auf dem Albertplatz und der Fetscherstraße. Die Ergebnisse sind Beleg dafür, dass die Einsätze nötig sind.

Zwei Wochen lang nimmt die Polizei Auto- und Radfahrer in Dresden verstärkt in den Blick.
Zwei Wochen lang nimmt die Polizei Auto- und Radfahrer in Dresden verstärkt in den Blick. © Archiv/Rene Meinig

Dresden. Im Rahmen ihrer knapp zweiwöchigen Kontrollaktion hat die Verkehrspolizei Rad- und Autofahrer auf dem Dresdner Albertplatz in den Blick genommen. Der Schwerpunkt war dabei die Akzeptanz der Ampelschaltungen. Reichlich zwei Stunden lang waren die Beamten am Montag vor Ort. Sie registrierten 22 Regelverstöße.

13 Mal ignorierten Rad- und Autofahrer rote Ampelsignale. Zehn Radfahrer wurden nach solchen Vergehen gestoppt, außerdem drei Autofahrer. Sieben Radfahrer waren auf der Straße unterwegs, obwohl die Benutzung des Radwegs vorgeschrieben ist. Außerdem ahndeten die Beamten einen Verstoß gegen die Gurtpflicht und einen gegen das Handyverbot beim Fahren.

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Im Beteiligungsportal des Freistaats, in dem die Polizei Hinweise zu kritischen Stellen im Dresdner Stadtverkehr sammelt, ist der Albertplatz ein Schwerpunkt. Insgesamt gingen in dem Portal während der aktuellen Polizeiaktion mehr als 1.300 Hinweise ein. Noch bis zum 12. Juni sammeln die Beamten dort solche Problembeschreibungen.

Auch Ecke Fetscherstraße/Dürerstraße überwacht

Am Dienstag überwachte die Polizei unter anderem den Verkehr an der Ecke Fetscherstraße/Dürerstraße. Dazu sind sieben Hinweise im Beteiligungsportal eingegangen. Innerhalb von knapp zwei Stunden kontrollierten die Beamten elf Fahrzeuge, darunter fünf Fahrräder.

Festgestellt wurden unter anderem vier sogenannte Rotlichtverstöße, vier Auto- und ein Radfahrer missachteten das Ampelsignal. Außerdem registrierten die Beamten einen Verstoß gegen die Gurtpflicht und ein Fahrer telefonierte mit dem Handy während der Fahrt. In drei Fällen nutzten Radfahrer verbotenerweise den Gehweg.

Am Mittwochmorgen kann man die Beamten am Carolaplatz treffen, zu dem sich im Beteiligungsportal zehn Personen geäußert haben.

Die Kontrollaktion der Verkehrspolizei steht unter der Überschrift "Respekt durch Rücksicht". Es geht den Beamten dabei vor allem um das Miteinander von Auto- und Radfahrern. Die zweiwöchige Aktion ist die zweite dieser Art.

Die Polizei belässt es bei den Kontrollen nicht bei Hinweisen zu Regelverstößen, sie ahndet die Verkehrsvergehen auch. Bei einem sogenannten einfachen Rotlichtverstoß hält der Verkehrsteilnehmer an einer Ampel nicht an, die noch keine Sekunde rot zeigt. Laut Bußgeldkatalog drohen 90 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg, erklärt Polizeisprecher Rocco Reichel.

Bei einem "qualifizierten Rotlichtverstoß" fährt das Fahrzeug weiter, obwohl diese schon länger als eine Sekunde auf Rot steht. Das kostet mindestens 200 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. ei Gefährdung oder Unfall drohen wesentlich höhere Bußgelder.

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Radfahrer zahlen bei einem einfachen Verstoß mindestens 60 Euro und 100 Euro bei einem qualifizierten Verstoß. Auch sie bekommen Punkte in Flensburg.

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