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Entscheidung zu Dynamo-Million verschoben

Die Beteiligung der Stadt Dresden an den Mehrkosten für das Dynamo-Zentrum bleibt eine Hängepartie. Am Mittwoch sollte entschieden werden, es kam anders.

Ob Dresden sich an den Mehrkosten für das Dynamo-Zentrum im Ostragehege beteiligt, bleibt unklar.
Ob Dresden sich an den Mehrkosten für das Dynamo-Zentrum im Ostragehege beteiligt, bleibt unklar. © J. Loesel, loesel-photographie.d

Dresden. Es geht noch immer darum, ob Dresden sich mit einer weiteren Million Euro an den Kosten für das Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum im Ostragehege beteiligt.

Die SG Dynamo Dresden hat schon lange einen entsprechenden Antrag bei der Stadt gestellt. Im November wurde dies abgelehnt. Das wollen einige Politiker umkehren. Was nun passiert ist.

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Das Dynamo-Areal im Ostragehege hat rund 20 statt geplanter 15 Millionen Euro gekostet. Die Mehrkosten fallen vor allem wegen Altlasten an, die bei Bau im Boden entdeckt worden.

In der Stadtratssitzung am Mittwoch sagte Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) auf Anfrage von Jens Genschmar (Freie Wähler). "Die Mehrkosten sind unvorhersehbar, unvermeidbar und von Dynamo Dresden unverschuldet gewesen."

Deshalb sollte nach der Ablehnung der Million Euro für Dynamo vom November nun doch die Unterstützung des Vereins beschlossen werden. Darüber entbrannte neuer Streit, mit dem Plan, nun zu entscheiden.

Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU), der die Sitzung leitete, nahm den Punkt von der Tagesordnung. "Es gibt noch Klärungsbedarf", war die Begründung dafür. Das bedeutet, die Räte werden erneut in den Ausschüssen darüber diskutieren und wahrscheinlich in der nächsten Sitzung des Rates im Juni entscheiden.

Genschmar fragte nach, wollte wissen, ob die Stadt bei anderen Bauvorhaben, die teurer wurden, etwa beim Festspielhaus Hellerau auch das Geld vom Festspielhaus eingefordert habe.

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"Es ist nicht unbedingt der Regelfall, dass Mehrkosten in Rechnung gestellt werden", so Lames. Aber es sei auch ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Bei Hellerau handle es sich um ein "städtisches Vorhaben mit einer städtischen Nutzung". Das trainingszentrum sei ein Bau von Dynamo für Dynamo. "Aber auch in solchen Fällen haben wir als Stadt in der Regel eine zusätzliche Förderung ausgereicht. Aber die Stadt habe auch "nichts zu verschenken", betonte Lames. Die Entscheidung der Räte wird also spannend.

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