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Löbtau bekommt neue Erholungsfläche

Die Weißeritz ist ein Teil der Identität des trubeligen Stadtteils. Bald sollen die Anwohner auch am Fluss entspannen können.

Die Weißeritz ist Grenze und Identität Löbtaus.
Die Weißeritz ist Grenze und Identität Löbtaus. © René Meinig

Dresden. Der Stadtteil Löbtau galt in Dresden lange als Anwärter für eine "neue Neustadt". Der Grund: Überdurchschnittlich viele Altbauten, verhältnismäßig günstige Mieten und eine schnelle Anbindung zur Technischen Universität haben in den letzten zehn Jahren immer mehr junge Menschen in das Viertel im Westen der Stadt gelockt. 

Keine Gentrifizierung in Löbtau

Doch statt einer Gentrifizierung mit hippen Bars und teuren Modeboutiquen ist Löbtau zum Viertel für junge Familien geworden. Sie schätzen die kurzen Wege zum Einkaufen und ein breites Betreuungsangebot für die Kinder. Nur an Grünflächen mangelt es abseits der zwei großen Parks noch immer. 

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Eine tolle Geschenkidee für die Kleinen: Hinter dem originellen Motiv verstecken sich Überraschungen aus feinster Lindt-Schokolade.

Vor allem die Weißeritz könnte hier Abhilfe schaffen. Der markante Fluss, den jeder überqueren muss, der nach Löbtau möchte, lädt aber bisher nur an wenigen Orten zum Verweilen und Entspannen ein.

So soll es ab kommendem Frühjahr an der Weißeritz ausssehen.
So soll es ab kommendem Frühjahr an der Weißeritz ausssehen. © Landeshauptstadt Dresden

Ab dem Frühjahr 2021 soll sich das ändern. Entlang der viel befahrenenTharandter Straße, die in Richtung stadtauswärts von Gewerbeflächen geprägt ist, befindet sich dann die "Weißeritz-Terrasse" , ein Ort, an dem die Löbtauer und Plauener "das Gewässer direkter erleben" können, wie die Stadt verspricht. 

Die Stadt bebaut dafür seit Anfang November ein bisher brachliegendes Grundstück an der Würzburger Straße gegenüber der Einfahrt zur Agnes-Smedly-Straße. Auf der gegenüberliegenden Weißeritz-Seite befinden sich zur Zeit ein Ärztehaus und eine Pension, südlich der geplanten Terrasse mehrere Autohändler. 

Direkter Blick auf den Fluss

Eine Freifläche auf dem neuen Grünzug soll den direkten Blick auf den Fluss ermöglichen. Diese ist über Treppen erreichbar. Dazu werden Sitzgelegenheiten entlang der Ufermauer und Spielelemente für Kinder errichtet. Hierzu zählen ein Kugellabyrinth und "Vier gewinnt". 

Landschaftsbauer legen nach Informationen aus der Stadtverwaltung Treppen, Wege und Hochbeete sowie eine "blühende Wiese" und Pflanzflächen an. Sträucher und bodendeckende Pflanzen sollen einen "grünen Rahmen" schaffen. Außerdem wird der Gehweg an der Würzburger Straße verbreitert. Das soll die neue Erholungsfläche einladender wirken lassen. 

Weil Löbtau ursprünglich ein Bauerndorf mit viel Viehzucht war, soll künftig die Skulptur einer Kuh die Besucher des Grünzugs begrüßen. Bereits im Februar 2020 seien auf dem Grundstück Bäume gerodet worden, teilt die Stadt mit. Als Ersatz werden jetzt sechs Laubbäume gepflanzt – drei Stück in der Grünfläche „Weißeritz-Terrasse“ und drei weitere im nahe gelegenen Pulvermühlenpark. 

Der Stadtteil wird immer grüner

Bei der Bepflanzung wurde auch an die Umweltbedingungen gedacht. Die verwendete „Europäische Hopfenbuche“ vertrage den Klimawandel gut, heißt es. Das anfallende Niederschlagswasser versickert in einer Rigole.

Die Pläne der Stadt basieren auf der Studie eines Planungsbüros zum Weißeritz-Grünzug aus dem Jahr 2013. Insgesamt kostet das Bauvorhaben rund 235.000 Euro. 

Auch an anderen Orten in Löbtau entstehen neue Erholungsflächen. Weiter nördlich gegenüber der Löbtau-Passage, neben der als "Huschhalle" berüchtigten Kneipe, entsteht momentan eine sogenannte Calisthenics-Anlage, eine Kombination aus Klettergerüst und Hangelstrecke. Für Kinder sollen auch hier verschiedene Spielgeräte, darunter Drehspiele und ein Trampolin, aufgestellt werden. 

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