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Rocker stürmen Porzellanladen

Eine überraschende Aktion hat jetzt im Meißner Triebischtal für Aufsehen gesorgt.

Harter Job für die Dresdner Band. Die Arbeit in der Porzellanmanufaktur Meißen. Beim Konzert in der Ofenhalle wurde es ziemlich warm.
Harter Job für die Dresdner Band. Die Arbeit in der Porzellanmanufaktur Meißen. Beim Konzert in der Ofenhalle wurde es ziemlich warm. © Screenshot Saechsische.de

Meißen. Da begannen die Tassen und Teller in der Brennhalle der Porzellanmanufaktur Meissen zu klirren. Bass, Gitarre und Schlagzeug schepperten plötzlich durch den großen Produktionsraum. Dazu erklang Sänger Maik Wieden mit den nicht gerade fröhlich stimmenden Textzeilen: "In der Ausgangszone liegt ein Gewehr, im Spiegel ein Kopf aus Teer".

Die aus Dresden stammende Band Die Arbeit hat der Porzellanmanufaktur jetzt einen vorher nicht angekündigten Besuch abgestattet. Das halbstünde Konzert war eine Show in der Reihe der Sommerkonzertwochen, welche, die auch für das Elbland arbeitende Dresden Marketing Gesellschaft (DMG), live auf ihrem Youtube-Kanal überträgt. Ziel ist es, mithilfe von jungen Bands und Musikern aus der Region deren Fans für einen Besuch im Elbland und Dresden zu interessieren.

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Die Vielseitigkeit der Dresdner Musikszene hat die DMG schon im letzten Jahr bei Sommerkonzerten gezeigt. Nach dem Auftakt 2019 mit Bands wie Alice Roger oder DJ Mike Golding wurde 2020 noch eine Schippe draufgelegt. Mit einer bunten Mischung aus Rock, Elektro, Klassik und Brass konnten die Marketing-Fachleute tausende Zuhörer und Zuschauer erreichen.

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Wichtig dürfte der Auftritt auch für die aufgrund der Corona-Pandemie von Konzerten entwöhnten Musiker sein. Die Arbeit zählt laut Online-Lexikon Wikipedia in verschiedenen Zusammensetzungen seit 2011 als fester Bestandteil zur deutschen Post-Punk-Szene. "Wow, was für ein geiles Setting für ein Online-Konzert! Mitten im Arbeitsprozess! Genial!" So fiel zum Beispiel das Lob von Fan Sebastian Schindler für den jüngsten Clip der Band aus. Wie sich die Musik auf die Produktivität der Manufaktur-Mitarbeiter in der Ofenhalle auswirkte, ist nicht bekannt.

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