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Dresden: Eichen für den Brühlschen Garten

Auf der Brühlschen Terrasse und im Zwingerpark mussten 2020 mehrere Bäume fallen. Was der Schlösserbetrieb unternimmt, damit es dort wieder grünt.

Gärtner Sebastian Fränzel von Schlösserland Sachsen pflanzt mit seinen Kollegen diese Schindeleiche und zwei weitere Bäume im Brühlschen Garten.
Gärtner Sebastian Fränzel von Schlösserland Sachsen pflanzt mit seinen Kollegen diese Schindeleiche und zwei weitere Bäume im Brühlschen Garten. © Sven Ellger

Dresden. Die Gärtner von Schlösserland Sachsen unternehmen viel, damit Besucher an besonderen Sehenswürdigkeiten im Dresdner Zentrum auch künftig inmitten schöner Bäume gefahrlos flanieren können. Das ist nicht einfach. Einerseits hatte die Trockenheit der vergangenen Jahre den Bäumen kräftig zugesetzt. Außerdem waren vor allem Ahornbäume von der Rußrindenkrankheit betroffen, die auch für Menschen gefährlich ist.

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Die Gärtner ersetzen derzeit alte Bäume durch neue. Außerdem kümmert sich eine Dresdner Baumpflegefirma am Zwinger noch bis Mitte April darum, Kronen und Äste zu beschneiden, um so die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, erläutert Axel Simon von Schlösserland. Er ist der verantwortliche Gärtner, der sich um den Zwinger, die Brühlsche Terrasse und den Stallhof kümmert.

"Bäume, die sich dem Stadtklima besser anpassen"

Auf der Brühlschen Terrasse mussten seit vergangenem Jahr zwei Bergahorn gefällt werden, die von der Rußrindenkrankheit befallen waren. Hinzu kam ein Spitzahorn, der sein Lebensende erreicht hatte und an den außerdem auch schon Rußrindenpilze waren, erklärt Simon.

Die Kettensägen mussten in der vergangenen Fällsaison ab Oktober vergangenen Jahres auch im Zwingerpark und auf dem Wall kreischen. Dort fielen zwei ebenfalls von der Rußrindenkrankheit betroffene Bergahorn und ein Spitzahorn. Außerdem musste ein amerikanischer Zürgelbaum und zwei Linden, die als Formbäume die Gestaltung von Bienenkörben hatten, gefällt werden.

An diesem Montag pflanzten drei Schlösserland-Gärtner im Brühlschen Garten eine Schindeleiche. Der deutschlandweit stattlichste Vertreter dieser Art steht mit der Meschwitz-Eiche auf dem Dresdner St.-Pauli-Friedhof. Ihr Stamm hat einen Umfang von 3,7 Metern, ihre Krone einen Durchmesser von 33 Metern. Gepflanzt wurden dort außerdem eine ungarische Eiche und ein Dreispitzahorn. „Wir haben Bäume gepflanzt, die sich dem Stadtklima besser anpassen und nicht so anfällig für die Rußrindenkrankheit sind“, erläutert Gärtner Simon.

"Wir machen das nicht, um die Leute zu ärgern"

Ähnlich ist das Vorgehen im Zwingerpark. Dort wurden eine Flaum- und eine Scharlacheiche sowie eine Esskastanie gepflanzt, zudem auf dem Zwingerwall wieder die bienenkorbförmigen Linden.

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Bereits seit Wochen arbeitet die beauftragte Baumpflegefirma beim Ausästen am Zwinger. „Wir machen das nicht, um die Leute zu ärgern, sondern weil wir Gefahren beseitigen müssen“, sagt Simon. Das sei im Interesse der Dresdner und ihrer Besucher. Dafür investiere Schlösserland enorme Summen. Sowohl für das Fällen als auch für das Pflanzen sowie für die Baumpflege werden jeweils rund 10.000 Euro investiert.

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