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Der beste Stollen kommt aus Dresden

Die köstlichsten Stollen werden in Dresden gebacken, sagt die Stiftung Warentest. Sie hat 18 Rosinenstollen aus ganz Deutschland getestet - darunter fünf Dresdner. Doch Geschmack hat seinen Preis.

Von Sandro Rahrisch
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Deutschlands bester Stollen kommt aus Dresden.
Deutschlands bester Stollen kommt aus Dresden. © dpa/Christin Klose

Dresden. Viele Sachsen schneiden ihren ersten Stollen nicht vorm ersten Advent an, bei Kerzenschein, Weihnachtsmusik und in Familie. Bevor das süße und buttrige Gebäck auf die Kaffeetafel kommt, hat die Stiftung Warentest 18 Rosinenstollen aus ganz Deutschland getestet - und herausgefunden, was die meisten Dresdner schon gewusst haben dürften.

Die erste gute Nachricht ist: Der beste Stollen kommt aus Dresden. Testsieger ist "Dr. Quendts Dresdner Christstollen", der die Note 1,7 erreicht. Er ist mit neun Euro pro Kilogramm auch der Günstigste unter den Guten. Die zweite gute Nachricht: Die restlichen vier getesteten Dresdner Stollen (Preis: 15,50 bis 30 Euro pro Kilo) bekommen von der Stiftung Warentest ebenfalls gute Noten, darunter der "Echte Dresdner Christstollen" aus der Bäckerei Eckert, der "Dresdner Stollen Edition Frauenkirche" von Emil Reimann, der "Dresdner Jahrgangsstollen" der Bäckerei Spiegelhauer in Pirna und der "Dresdner Christstollen" von der Stollenbäckerei Krause.

"Darin überzeugen die fünf Dresdner Stollen"

"Stollen sollte ausgewogen nach Rosinen, Orangeat und Zitronat schmecken", so die Tester. Noten von Rum, Mandel oder Vanille dürften das Ganze abrunden. Die Krume müsse kräftig locker und eher mürbe sein. "Darin überzeugen fünf Dresdner Stollen sowie ein Christstollen aus München. Alle sind handwerklich nach traditionellen Rezepten hergestellt."

"Dresdner Stollen" ist eine Marke, die vom Schutzverband Dresdner Stollen bewahrt wird. Nur reichlich 110 Bäckereien in und um Dresden dürfen ihren Stollen so nennen. Dafür müssen sie strenge Vorgaben erfüllen. Botschafterin ist das Dresdner Stollenmädchen.

Wer zu günstigeren Stollen aus dem Supermarkt greift, muss laut Testern geschmackliche Abstriche machen. "Einen eher mittelmäßig schmeckenden Adventsvesper bieten die Stollen für rund vier bis fünf Euro pro Kilogramm. Ihre Struktur ist leicht elastisch und erinnert eher an Brot." Sie würden auch keine Aromafülle mitbringen. Schadstoffe stellten bei allen getesteten Produkten kein größeres Problem dar.

Damit die Testergebnisse rechtzeitig im Dezemberausgabe feststehen, hat Stiftung Warentest bereits im Juli die ersten Exemplare der Weihnachtsleckerei eingekauft. Insgesamt kamen 18 Stollen zu Preisen von 4 bis 30 Euro pro Kilogramm ins Testlabor.