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Dresden: So geht es weiter im Kurländer Palais

2019 zog Gerd Kastenmeier mit seinem Restaurant aus. Jetzt belebt der Promikoch die alte Heimat in Dresden neu.

Das Kurländer Palais in Dresden ist eine Top-Adresse. Der bleibt Gerd Kastenmeier treu.
Das Kurländer Palais in Dresden ist eine Top-Adresse. Der bleibt Gerd Kastenmeier treu. © SZ/Julia Vollmer

Dresden. Vor über einem Jahr zog Promikoch Gerd Kastenmeier mit seinem Restaurant "Kastenmeiers" in das Taschenbergpalais, um mit erweiterter Platzkapazität neu durchzustarten. Der Mietvertrag für die Räume im Kurländer Palais lief aber weiter. Jetzt ist die Entscheidung über die weitere Nutzung gefallen. 

Kastenmeier hat den Mietvertrag bis 2030 verlängert und betreibt sein ehemaliges Restaurant im Kurländer Palais weiter als "Kastenmeiers Eventlocation". "Als der Umzug bekannt wurde, meldeten sich viele Interessenten für das Kurländer Palais", erzählt Kastenmeier. "Die Verhandlungen kamen in der Corona-Zeit jedoch zum Erliegen – wer wollte schon das Risiko eingehen, etwas komplett Neues zu eröffnen?"

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Inzwischen nutzte Kastenmeier die Räumlichkeiten mit seinem Cateringteam für Veranstaltungen. "Im Taschenbergpalais müssen wir bei Veranstaltungen immer die Nachtruhe der Hotelgäste bedenken", sagt er. "Im Kurländer Palais kann eine Firmen- oder Hochzeitsfeier bis in die Morgenstunden gehen, ohne dass sich jemand von Lärm gestört fühlt. Wir hatten hier schon Hochzeiten von Paaren aus Frankfurt und Hamburg, die in ihren Innenstädten keine geeignete Open-Air-Location gefunden haben."

Alternative zum Pichmännel-Oktoberfest

Zusätzlich beobachtet der Gastronom derzeit die Vorliebe der Gäste, im Freien zu feiern und für schlechteres Wetter eine Rückzugsmöglichkeit zu haben. Das ist im Kurländer Palais durch die Arkaden und die angrenzenden Restauranträume gegeben. Insgesamt gibt es 240 Plätze, die Hälfte davon im Innenhof – bei vielen Veranstaltungen die gefragte Größe. 

Für alle Dresdner, die traurig sind, dass das Pichelmännel-Oktoberfest verschoben wurde, gibt es einen Alternative. Am 23. und 24. Oktober feiert Kastenmeier ein Oktoberfest. Dazu gehört ein bayrisches Festbier vom Hofbräuhaus Traunstein. Die Brauerei hat eine über 400-jährige Tradition und füllt das Festbier in Holzfässern ab. Das Besondere: Die Gäste können sich ihr Bier am Tisch zapfen, dafür werden urige 10-Liter-Fässchen geordert. Dazu gibt es typisch bayrische Brotzeit-Klassiker wie Hendl und Brezn, Haxn, Rettich und Obatzda. Bei "Hau den Lukas" und Büchsenwerfen kommt Jahrmarktstimmung auf, ebenso am Lebkuchen-Stand, wo man die Herzen auch selbst verzieren kann. 

Nicht zufällig im Bayern-Look: Bei Kastenmeier wird bald Oktoberfest gefeiert.
Nicht zufällig im Bayern-Look: Bei Kastenmeier wird bald Oktoberfest gefeiert. © SZ/Julia Vollmer

Für die beiden Oktoberfest-Tage gibt es jeweils 200 Karten, die im Vorfeld bestellt werden müssen, um die Anforderungen des Hygienekonzeptes zu erfüllen. Der Ticketpreis beträgt 149 Euro pro Person inklusive aller Getränke von Bier bis Wein oder Kaffee. Nur Champagner und Schnäpse sind ausgenommen. Beginn ist 19 Uhr. Mehr Informationen zum Ticketkauf unter [email protected] oder 0351 48484801.

Kastenmeier feiert Jubiläum in Dresden

Gerd Kastenmeier ist mittlerweile seit Jahrzehnten in der Stadt und feiert in diesem Jahr Jubiläum. 1995 eröffnete er sein erstes Lokal in Dresden. Koch zu werden und die weite Welt zu bereisen, war schon zeitig Kastenmeiers großes Ziel. Die Lehre absolvierte er im Hotel Wastlsäge, damals eines der renommiertesten Restaurants im Bayerischen Wald.

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Nach der Lehre folgten die Wanderjahre – Kastenmeier arbeitete im Schlosshotel in Ludwigsburg, in Reutlingen, Straubing und Bayreuth und übernahm dort 1988 die Position des stellvertretenden Küchenchefs im Fünf-Sterne-Haus Raffael, das heute zur Mandarin-Oriental-Gruppe zählt. Dann verschlug es ihn nach Hamburg: Zwei Jahre lang kochte Kastenmeier im Restaurant Amadeus, das während seines dortigen Wirkens mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. 

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