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Vater und Sohn gründen Dresdens erstes Katzencafé

Schon im kommenden Jahr soll in Dresdens Altstadt der erste "Katzentempel" eröffnen. Nun hat der Gründer der Restaurant-Kette weitere Details verraten.

Das Prinzip Katzencafé expandiert: Das "Katzentempel"-Franchise plant weitere Lokale in Leipzig, Münster, Freiburg, Augsburg, Dortmund, Bonn, Düsseldorf und Köln.
Das Prinzip Katzencafé expandiert: Das "Katzentempel"-Franchise plant weitere Lokale in Leipzig, Münster, Freiburg, Augsburg, Dortmund, Bonn, Düsseldorf und Köln. © Symbolbild: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Dresden. Katerfrühstück mal anders: Im kommenden Jahr soll in Dresden das allererste Katzencafé der Stadt eröffnen. Mussten Fans des besonderen Gastrokonzepts bisher mindestens in den "Katzentempel" nach Leipzig fahren, um beim Essengehen die Tiere beobachten und streicheln zu können, soll das bald direkt in der Dresdner Innenstadt möglich sein.

Wie der Gründer des "Katzentempel"-Franchises, Thomas Leidner, nun bestätigt hat, laufen Verhandlungen für ein Objekt, das "schön zentral in der Altstadt" liege. Weitere Details zur Lage will der Münchner nicht nennen, solange der Mietvertrag noch nicht unterzeichnet ist. Nur so viel: Um genügend Platz für die mindestens sechs Katzen zu bieten, die permanent dort leben sollen, hat das Lokal eine Fläche von mindestens 200 Quadratmetern.

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50 bis 60 Kunden sollen darin so ebenfalls Platz haben. "Diese dürfen sich dann dort bei den Katzen als Gäste aufhalten", erklärt der ehemalige Börsenbroker, der zusammen mit der promovierten Biochemikerin Kathrin Karl den ersten Katzentempel in München gegründet hat. Mittlerweile gibt es sechs Standorte in Deutschland - vier in Bayern und je einen in Leipzig und Hamburg.

Für den Ableger in Dresden hat sich ein Vater-Sohn-Gespann bei den Münchnern beworben, einer von beiden sei Gastronom, verrät Leidner. "Aber unser Konzept ist so, dass es jeder lernen kann." Was nicht jeder lernen kann, ist große Katzenliebe. Die ist bei den Gründern auf jeden Fall da, versichert Leidner. Ein Startkapital von 10.000 bis 20.000 Euro muss ebenfalls vorhanden sein, dann ist eine Finanzierung über die Partnerbank des Unternehmens möglich.

Egal, welchen gastronomischen Hintergrund die zukünftigen Café-Besitzer mitbringen, das Speisenangebot in Dresdens Katzentempel wird vegan sein - "weil bei uns der Tierschutz nicht bei den Katzen aufhört", wie Leidner erklärt. Das vegane Konzept wird dabei nicht an die große Glocke gehängt, sondern soll die Gäste eher ein wenig überraschen, auch wenn sie sonst nichts mit dem Verzicht auf jegliche tierischen Lebensmittel am Hut haben mögen. "Wir wollen den Gästen einfach gute, selbstgemachte, leckere Speisen anbieten", so Leidner.

Wer nicht wegen der Gerichte in den zukünftigen Dresdner Katzentempel kommt, der tut es ganz sicher wegen der Tiere. Die mindestens sechs Vierbeiner, die einziehen werden, sollen aus dem Tierschutz stammen und im Katzentempel ein neues dauerhaftes Zuhause finden. Dafür will das Unternehmen zuerst Kontakt zum städtischen Tierheim aufnehmen.

Viele Dresdner fahren extra ins Katzencafé nach Leipzig

"Wenn wir dort keine Katzen finden, haben wir noch genug Optionen, wo wir welche adoptieren können", sagt Leidner. Tiere, die ein neues Zuhause suchen, gebe es ja leider genug. Die zukünftigen Tempelkatzen müssen dabei Wohnungskatzen sein, da sie das Café nicht verlassen dürfen, und sollten offen und neugierig sein sowie keine Angst vor Menschen haben. Auch behinderte Katzen werden adoptiert, in München gibt es beispielsweise ein Tier, dem ein Bein fehlt. "Es muss einfach Liebe auf den ersten Blick sein", sagt Leidner. Und das auch aus Sicht der Katze.

Um das Wohl der Tiere, aber auch der Gäste, werden sich 10 bis 15 Mitarbeiter kümmern. Sie achten auch darauf, dass die Katzen nicht versehentlich in die Küche gelangen - die Auflagen der Behörden sind hoch. "Wir müssen gewährleisten, dass alles sauber getrennt ist", erklärt Leidner. Die Tiere erhalten einen abgetrennten Rückzugsort, eine Schleuse sorgt dafür, dass sie nicht auf die Straße laufen können, wenn Gäste kommen, sie müssen außerdem genug Platz haben, um sich gegenseitig - und den Café-Besuchern - aus dem Weg gehen zu können. Und vor allem müssen Küche und Bar vom Gastraum getrennt sein, "damit kein Haar in der Suppe landet".

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Ob die Dresdner das alles wollen, diese Frage stellt sich für den Katzentempel-Gründer gar nicht. Schon jetzt würden viele extra für den Besuch des Katzencafés nach Leipzig fahren. "Wir sind felsenfest überzeugt, dass es in Dresden sehr gut angenommen werden wird", sagt Leidner. "Die Zeit ist reif."

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