merken
PLUS Dresden

Eine Schnaps-Idee für Dresden

In der alten Lachsräucherei des Alberthafens entsteht eine riesige Whisky-Manufaktur. Eine Million Flaschen sollen dort im Jahr gebrannt werden.

Thomas Michalski und Frank Leichsenring machen mit Whisky ihren eigenen Hochgenuss zum Geschäft.
Thomas Michalski und Frank Leichsenring machen mit Whisky ihren eigenen Hochgenuss zum Geschäft. © Georg Rennert / PR

Dresden. Sachsen ist für Wein und Obstbrände bekannt. Nun erweitern zwei passionierte Whisky-Trinker das mehr oder minder hochprozentige Angebot um ihre eigenen Kreationen. Im Alberthafen laufen seit September dieses Jahres Baumaßnahmen für die "größte Whisky-Manufaktur Deutschlands", wie ihre Initiatoren, Frank Leichsenring und Thomas Michalski ankündigen.

Wo früher Elblachse geräuchert wurden, entsteht nun auf 1.200 Quadratmetern eine Destille. Seit 2017 stand das Gebäude der alten Räucherei leer. Ab September nächsten Jahres sollen hier jährlich eine Million Flaschen Whisky gebrannt werden. Ein Besucherzentrum, in dem Whisky-Freunde sich über den ersten Hellinger-Whisky aus Dresden informieren und ihn natürlich auch kaufen können, eröffnet bereits im Dezember.

PPS Medical Fitness GmbH
Das Gesundheitszentrum für die ganze Familie
Das Gesundheitszentrum für die ganze Familie

Sie wollen mehr Fitness und Gesundheit in Ihr Leben bringen? Lernen Sie die vielen Gesundheitskurse und Angebote kennen und lassen Sie sich von den umfangreichen Angeboten von PPS Medical Fitness begeistern!

Frank Leichsenring und Thomas Michalski planen den Einbau einer Brennanlage, die pro Tag 15 Fässer zu jeweils 195 Liter füllen kann. Mit der Manufaktur sollen mindestens zwölf Arbeitsplätze in Festanstellung entstehen - darunter mehrere Brennmeister, Lagerarbeiter und Verkaufsangestellte. Das Investitionsvolumen für das Projekt Dresdner Whisky Manufaktur liegt nach Angaben der Firmengründer bei mehr als drei Millionen Euro. 

Keine Kopie der schottischen Tradition, sondern mit eigenen Akzenten: die Dresdner Whisky-Marke Hellinger. Fünf Sorten soll es geben.
Keine Kopie der schottischen Tradition, sondern mit eigenen Akzenten: die Dresdner Whisky-Marke Hellinger. Fünf Sorten soll es geben. © Georg Rennert / PR

Der Name der entstehenden Dresdner Whisky-Marke Hellinger sei angelehnt an den Mädchen-Namen der Mutter des Initiators Frank Leichsenring, verrät er. Insgesamt fünf verschiedene Whisky-Sorten werde er zusammen mit seinem Partner unter dem Label anbieten: "Sie sind nach schottischem Vorbild gebrannt und mit sächsischer Perfektion vollendet." Das bedeute, die Dresdner Whisky Manufaktur kopiere nicht einfach schottische Traditionen der Produktion, sondern setzt einen ganz eigenen Akzent. Das soll durch die Verbindung von traditionellem Handwerk und modernsten Fertigungsmethoden gelingen. 

Alle Zutaten dafür beziehen die Unternehmer aus dem sächsischen Umland und lassen sie in der Dresdner Manufaktur verarbeiten. Nach dem schonenden Brennvorgang wird der Whisky in amerikanische Eichenfässer gefüllt, in denen zuvor Bourbon Whiskey reifte. Die Lagerung der Fässer bringt dem jungen Whisky schließlich die nötige Reife. Die Idee zur Dresdner Whisky Manufaktur haben die beiden Macher tatsächlich in einer Schnapslaune beim Skat spielen geboren. 

„Wir sind beide leidenschaftliche Whisky-Trinker und haben uns über die Jahre an unseren Lieblings-Whisky heran getestet“, sagt der Architekt Leichsenring. Vor etwa sieben Jahren stand dann die Frage im Raum: Warum nicht selbst einen Whisky herstellen? Die Idee ließ die Freunde nicht mehr los, musste jedoch wie ein guter Whisky über die Jahre hinweg reifen. 

Doch im vergangenen Jahr sollte endlich mehr daraus entstehen. Die Gründer unternahmen Inspirations- und Studienreisen nach Schottland, erarbeiteten ein Konzept für ihre Produktion und meldeten ihre Marke an. Ganz bewusst haben Frank Leichsenring und Thomas Michalski den Alberthafen als Heimat ihrer Dresdner Whisky-Manufaktur gewählt: „Unsere Idee ist es, mit unserem Whisky Dresden in die Welt zu bringen und die Marke Hellinger international bekannt zu machen."

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden