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Mehr Poller braucht die Stadt

Auf dem Terrassenufer gibt es einen neuen Radschutzstreifen. Nur die zu Schützenden merken's nicht.

Schutzstreifen Terrassenufer.
Schutzstreifen Terrassenufer. © Sven Ellger

Dresdens grüner Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn hat sich für einen neuen Radschutzstreifen auf dem Terrassenufer medienwirksam feiern lassen. Passiert ist eigentlich nichts weiter, als dass weiße Strichellinen auf die Straße gepinselt und dafür 35.000 Euro ausgegeben wurden. Ein Schild signalisiert den Radfahrern, dass sie nun vom Elberadweg auf die „geschützte“ Straßenseite wechseln dürfen.

Doch siehe da: Gefühlte 99 Prozent merken's nicht – oder wollen es nicht merken. An der Ursprungssituation hat sich also nichts geändert. Die Radler fahren weiter in beiden Richtungen auf dem elbseitigen Fußweg, wo es zu unschönen Szenen mit Fußgängern oder ahnungslosen Touristen in den Dampferschlangen kommt. Dieses eigentliche Problem ist Kühn nicht angegangen. Denn über dem Terrassenufer schwebt der Denkmalschutz. In Dresden das K.-o.-Kriterium.

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Dabei gäbe es eine simple und kostengünstige Lösung: Um die zu Schützenden in ihre Schutzzone zu zwingen, stelle man über Nacht ein paar Poller auf. Am Schillergarten hat Kühn damit ja schon gute Erfahrungen gemacht.

E-Mail: [email protected]

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