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Grünes Gewölbe: Bald ist klar, wo die Juwelendiebe ihre Strafen absitzen müssen

Im April ist das Urteil gegen die Juwelen-Diebe aus Berlin rechtskräftig geworden, nun wird die Ladung zum Haftantritt vorbereitet. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo die fünf Verurteilten ihre Strafe verbringen müssen.

Von Karin Schlottmann
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Sind noch auf freiem Fuß: Die fünf Juwelen-Diebe aus dem Remmo-Clan. Foto: P.M. Hoffmann
Sind noch auf freiem Fuß: Die fünf Juwelen-Diebe aus dem Remmo-Clan. Foto: P.M. Hoffmann © P.M. Hoffmann

Berlin. Zwei Monate nach Rechtskraft des Urteils müssen die fünf Verurteilten demnächst mit einer Ladung zum Strafantritt rechnen. Das Verfahren werde zeitnah vorbereitet, sagte Jürgen Schmidt, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden auf Anfrage. Nach Erhalt der Ladung gelte für die fünf Männer wie üblich eine Frist von sechs bis acht Wochen, bevor sie in der Justizvollzugsanstalt ihre Haftstrafe antreten müssen.

Offen ist, ob sie die Strafe in Sachsen, dem Tatort, oder in Berlin, ihrem Wohnsitz, verbüßen müssen. Die Verurteilten sind Angehörige des Remmo-Clans, sie leben in Berlin. Bereits im Strafprozess hatten Verteidiger den Wunsch geäußert, dass ihre Mandanten in Wohnortnähe bleiben und dort möglichst im offenen Vollzug untergebracht werden können.

Das Landgericht Dresden hatte die fünf Angeklagten im Mai 2023 zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und vier Monate sowie sechs Jahre und drei Monate verurteilt. Das Gericht legte ihnen nach dem Einbruch im November 2019 Diebstahl und Brandstiftung zur Last. Die Revisionen wurden verworfen.

Ein Teil des Schmucks war während des Strafverfahrens mit starken Beschädigungen wieder aufgetaucht. Im Zusammenhang mit den Sicherheitspannen in der Einbruchsnacht streiten sich der Freistaat Sachsen und die Sicherheitsfirma vor dem Landgericht Dresden um Schadensersatz.