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Hunderte Millionen für Dresdner Uni-Ausbau

Das größte Programm seit Gründung der TU in Dresden beginnt: Elite-Labore und neue Gebäude, dazwischen viel Grün als Park für alle.

An der TU Dresden werden neue Forschungsgebiete mit den Geldern als Elite-Uni gegründet.
An der TU Dresden werden neue Forschungsgebiete mit den Geldern als Elite-Uni gegründet. © Eric Münch

Dresden. Die TU Dresden wird eine andere sein. Ihr größtes Bauprogramm aller Zeiten hat begonnen. Der Masterplan bis zum 200-jährigen Jubiläum steht. „In der Summe sind mindestens 695 Millionen Euro bis 2028 nötig, um die Universität auf den neuesten Stand zu bekommen und die mit der Exzellenz-Universität verbundenen Neubauten zu errichten.“ Das sagt TU-Kanzler Andreas Handschuh im Gespräch mit der SZ. „Wir haben einen immensen Nachholbedarf sowohl bei der Sanierung als auch bei Neubauten.“

Die traditionsreichen Gebäude sind zwar schön und geben der TU einen Charakter, aber sie kosten beim Umbau in moderne Labors oft mehr als ein Neubau.

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Zurzeit werden neue Forschungsgebiete mit den Geldern als Elite-Uni gegründet. Die brauchen eigene Top-Labore. Ein Zentrum für Material- und Werkstoffwissenschaft entsteht. An die 100 Millionen Euro wird es kosten und ist bereits in Vorbereitung. Zur nächsten Begutachtung als Elite-Uni muss da etwas vorzuweisen sein. Es war Bestandteil der Elite-Bewerbung. So auch das „Projekthaus Zukunft“. Hier sollen Top-Forscher unterschiedlicher Fachgebiete gemeinsam forschen.

Vision 2028 zum 200. Gründungsjubiläum. Das Dresdner Uni-Gelände wird zum Campus-Park für die Studenten und die Dresdner Bürger.
Vision 2028 zum 200. Gründungsjubiläum. Das Dresdner Uni-Gelände wird zum Campus-Park für die Studenten und die Dresdner Bürger. © TU Dresden

Das Elite-Cluster „Physik des Lebens“ braucht in der Nähe zur Medizin ein eigenes Zentrum, und auch die Architektur benötigt neue Räume. Große Baumaßnahmen nennt sich das. Allein dafür wären in den kommenden vier Jahren jeweils mehr als 50 Millionen Euro nötig, sagt Handschuh.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) erklärt dazu: „Ich gehe davon aus, dass sich die Ausgaben auch in den kommenden Jahren in etwa auf diesem Niveau bewegen werden, wenngleich natürlich der Sächsische Landtag hierzu das letzte Wort hat.“ Unterschiedlich interpretiert wird jedoch, ob der Bestandserhalt mit jährlich etwa 20 Millionen Euro dort mit hinein zählt oder zusätzlich benötigtes Geld ist.

Bis 2028 ist die Uni an vielen Stellen eine Baustelle. Was hier noch hellblau erscheint soll bis dahin fertig sein. Weitere Gebäude kommen zudem noch am Medizin-Campus dazu.
Bis 2028 ist die Uni an vielen Stellen eine Baustelle. Was hier noch hellblau erscheint soll bis dahin fertig sein. Weitere Gebäude kommen zudem noch am Medizin-Campus dazu. © TU Dresden

Der Freistaat unterstütze die TU Dresden in ihrer Exzellenz-Strategie, sagt Gemkow. „Das bedeutet auch, dass die damit verbundenen Großprojekte und Bauten angegangen werden sollen. Ziel ist, die Projekte im kommenden Doppelhaushalt zu verankern.“ Für das „Projekthaus Zukunft“ gebe es jedoch noch „keine finale Verständigung“. Nach Auffassung des TU-Kanzlers sei das jedoch „ein zentraler Punkt in der Exzellenzstrategie und sollte in den nächsten Haushalt aufgenommen werden“.

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Aus eigenen Geldern wird die TU den Campus in einen Wissenschaftspark verwandeln. Je 900.000 Euro wird das die nächsten vier Jahre kosten. Ziel sei die stärkere Öffnung in die Stadtgesellschaft, das heißt, „mehr Leben auf den Campus zu bringen“. Grünflächen und Plätze, Cafés und Flaniermeilen laden zum Verweilen.

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